Montag, 13. Januar 2020

(Leben allgemein) Vorsatz zuckerfrei: die ersten 14 Tage

Wie doch die Zeit verfliegt. Seit 14 Tagen esse ich nun schon keinen Zucker mehr und dabei meine ich nicht nur den Industriezucker und zugesetzten Zucker in Lebensmitteln, sondern ich verzichte auch auf Obst und Zuckeralternativen.

Diese Entscheidung traf ich, nachdem ich das Buch von Sarah Wilson gelesen hatte. Da sie auch an der Schilddrüsenautoimmunkrankheit Hashimoto leidet und mit dem Zuckerverzicht, in jeder Hinsicht, so gute Erfahrungen und gesundheitliche Besserung der Symptome und Entzündungswerte erreicht hat, spornt es mich an, dieses Ziel ebenfalls zu erreichen beziehungsweise zumindest anzustreben.  

Die erste Woche

Startgewicht: 71,6kg bei einer Körpergröße von 1,62m. 
Zum Vergleich, vor der Schwangerschaft des Märzjungen wog ich 59kg und nach der Schwangerschaft und am Ende der Stillzeit 63kg.

Am 30. Dezember habe ich begonnen. Überzeugt nicht erst mit Schlag Mitternacht an Silvester zu beginnen, sondern früher. 

Da ich eh noch einkaufen musste, habe ich mir, gleich nachdem ich die drei Bücher ausgiebig studiert hatte, eine Liste geschrieben. Was möchte ich da haben? Was glaube ich, brauche ich, um es gut zu schaffen?
Auf dem Hintergrund dieser Fragen wanderten daraufhin beim Einkauf vorwiegend viele verschiedene Gemüsesorten in den Einkaufswagen. Ich bin ein Freund von Rohkost aller Art und mediterranen Gemüsepfannen. Es muss noch bissfest und bestenfalls kein bisschen verkocht sein. Diese Art von Gerichten findet sich auch in den Rezepten der vorgestellten Bücher häufig wieder... wen wunderts?!

Auch Obst habe ich aus meinem Speiseplan, zumindest für den Anfang, vorwiegend gestrichen. Für den Notfall habe ich mir ein paar Kiwis in den Einkaufswagen gelegt und tiefgefrorene ungesüßte Beeren sind ebenfalls mit heim gewandert. 

Sarah Wilson schwört auf die Salatgurke als Snack, für Zwischendurch, quasi ihr Allheilmittel. Letzteres kann ich bisher nicht unterschreiben, aber sie hilft und schmeckt ungemein gut... wenn man denn frische Gurken mag. 
Außerdem kaufte ich auf Rat der Autorinnen Nüsse in rauen Mengen- Mandeln (natur und gesalzen/geröstet), Cashewkerne- obwohl, sind das überhaupt Nüsse?

Neben dem Einkauf habe ich in der ersten Woche unsere Küche und unsere Vorräte auf den Kopf gestellt und alle nur erdenklichen Zutatenlisten gelesen. Insgesamt habe ich garnicht so viel aussortieren müssen, wie ich befürchtet hatte.
Lediglich fertig zubereiteter Rotkohl, Feigen- und Dattelbalsam, saure Gurken, Gemüsebrühe, 2 Becher Müsli und Amarettinis mussten ausziehen.

Den ganzen Süßkram habe ich meinem Mann in eine große Dose gepackt und ihn gebeten, ihn für sich, an einem mir unbekannten und unauffindbaren Ort zu verstecken.

Außerdem habe ich in der ersten Woche einige Suppen vorbereitet, etwa Tomaten- Fenchelsuppe, Kürbissuppe und Möhren- Kokossuppe, sowie das Kokosgranola von Sarah Wilson fürs Frühstück. Auf diese Weise habe ich mich gewappnet gefühlt die Woche in Angriff zu nehmen.
Es klappte erstaunlich gut und das Verlangen nach Süßem kam zu keinem Zeitpunkt auf. Wichtig ist, das habe ich schnell gemerkt, dass man den Zucker weglässt, aber nicht die Kalorienzufuhr herunterfährt und den Körper so in Alarm versetzt.

Ein kleiner Hänger kam am ersten Sonntag in 2020, nach einem ausgiebigen Spaziergang war mir kalt und ich hätte soooo gerne einen lecker süßen heißen Chocomel mit (süßer) Schlagsahne gehabt. Tja, stattdessen gab es einen großen Kaffee mit gehöriger Portion Milchschaum. Und nach einer Runde Yoga sah die Welt dann auch gleich wieder viel besser aus.

Am Ende der ersten Woche zeigte die Waage ein Minus von 600Gramm an.

Die zweite Woche

Die zweite Woche startete gleich mit dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Da war ich schon etwas verhaltener, ob ich mein Ziel diese Woche genauso konstant vor Augen behalten konnte. Vorsichtshalber hatte ich mir zur Arbeit noch ein reines dunkles Schwarzbrot mitgenommen und mehr Gemüse und Nüsse als üblich.
Zu Hause hatte ich bereits mein Granola mit Joghurt gegessen, merkte aber auf der Arbeit, dass der Arbeitsalltag mehr von mir verlangt und war froh über Gurke, Radieschen, Brot und Nüsse- wobei ich nicht alles mitgenommene aufgegessen habe.
Nun gut, bei Mittagsessen in der Kita kann ich zwar Obst und Nachtisch stehen lassen, muss aber aus pädagogischer Sicht von der Hauptmahlzeit mitessen. 
Viele Möglichkeiten nachzufragen, ob die Speosen zuckerfrei sind, habe ich nicht, da das Essen geliefert wird.

Nach der Arbeit schnell das Märzkind abgeholen und nach Hause. An einigen Tagen mit großem Schokoladenhunger. Auch dieses Mal musste die Tasse Milchkaffee als Ersatz herhalten. Beziehungsweise früher hätte ich beides kombiniert. Aber es ließ sich aushalten.

Viel schlimmer sind da all die Verlockungen, die einem Foodblogger unter die Nase reiben... also stand diese Woche auch ein bisschen entfolgen an. Und es kam wie gelegen, dass eine Freundin mich um Geburtstagsshirts für ihre beiden Mädels bat. Wer weiße Shirts näht und appliziert, der kommt nicht in Naschlaune. 

Trotzdem habe ich ganz klar meine Schwachstellen entdeckt. Lese ich abends, nach meinem Yogaritual ein Buch im Bett, dann klappt es besser. Aber sobald ich noch einen Film, eine Serie auf dem Sofa gucke kommt der Hunger auf süß. 
Also habe ich mir in dieser Woche drei TV-freie Abende verordnet. 

Außerdem gab es diese Woche Paprika- Hackfleischpfanne, die, in großer Menge gekocht, an Tag zwei in Bolognesesauce( mit Paprika) und danach noch weiter in Chili con Carne verwandelt wurde. Dazu Quinoa, der mir so perfekt gelungen ist, dass ich einen Freudentanz in der Küche aufgeführt habe. Locker, fluffig, leicht, so wie eben auch guter Reis sein sollte. 

Nun ja, und zu all der Freude habe ich mich bei der Einladung zum Geburtstagsbrunch ausschließlich von Feta, Oliven, gegrilltem Gemüse und rohem Schinken ernährt. Kein Brot oder Kuchen, und es hat überhaupt nicht weh getan. Was vielleicht aber auch am Kuchenangebot lag, bei Frankfurter Kranz wurde ich noch nie schwach. 
Gerade solche Einladungen laden einen ja förmlich ein, die Leinen locker zu lassen. Schließlich will man den Gastgeber nicht vor den Kopf stoßen. Doch wenn man Auswahl hat, die ins Konzept passt, lässt sich gekonnt die Falle umgehen. 

Mitten in dieser zweiten Woche habe ich noch ein Oberteil für mich fertig genäht. Belohnung muss schließlich sein. Und ich muss sagen bei der ersten Anprobe am 1. Januar dachte ich noch "oha, die sitzt aber....eng. vielleicht besser eine Nummer größer genäht." Doch jetzt, zwei Wochen später sitzt sie locker körperumspielend und ich bin froh, dass ich sie fertig genäht habe. 

Zum Ende der Woche muss ich jedoch sagen, so leicht mir der Einstieg fiel,  umso mehr kommt nach zwei Wochen der "Schokohunger" auf. Bisher schaffe ich es die Kurve zu kriegen, weil ich einfach nichts da habe, was ich naschen könnte. Aber gerade ist es gefühlt die schwerste Zeit. 
Irgendwie schaffe ich es eisern zu bleiben, ich bin gespannt, ob dieses Bedürfnis bleibt, oder schnell wieder vergeht? 

Das waren meine erste 14 Tage zuckerfrei. 

Lasst mich gerne wissen, wie euch meine Zusammenfassung gefällt. Habt ihr Fragen? Gibt es etwas Bestimmtes worauf ich im kommenden zuckerfrei- Bericht eingehen soll? 

Liebe Grüße 

Judith 


Donnerstag, 9. Januar 2020

(Patchwork- Wegweiser) die richtige Nähmaschinennadel

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Nähmaschinennadeln sind ja so eine Geschichte für sich.... Aber mal von vorne:

An Anfang meiner Nähzeit habe ich die vom Hersteller eingesetzte Nähmaschinennadel immer verwendet bis sie abbrach und dann einfach mit irgendeiner Neuen weitergenäht. Wie lange eine Nadel spitz und scharf ist, welche Stärke sie hat, das war mir erstens unbekannt und zweitens auch weniger wichtig. Hauptsache Nähen und Freude dabei haben.



Doch irgendwann begann ich mir Gedanken zu machen. Denn mal war der Stich nicht sauber, es zog sich der Stoff zusammen und beim Aufbügeln der Nähte sag man die Nähte unschön hervorstechen. Und nicht alles lässt sich mit Oberfadenspannung und erneutem Einfädeln korrigieren. Doch vieles Fragen, Üben und Lesen zahlt sich irgendwann aus.

Inzwischen weiß ich so einiges über Garn, Stoff und was die Nähmaschinennadel so damit zu tun haben. Unter anderem wechsel ich nach jedem Quilt die Nadel, ja ich werfen sie dann weg. Es sei klar gestellt, dass ich fürs Piecen der Patchworkteile eine andere Nadel verwende, als zum Quilten. Beide wandern nach einem Quilt in die Tonne.
Außerdem ich erinnere mich irgendwo gelesen zu haben und May hat so etwas auch schon erwähnt- nach sechs Stunden sollte man die Nähmaschinennadel wechseln um weiterhin ein zufriedenstellendes Ergebnis zu haben. Und seien wir mal ganz ehrlich, eine neue Nadel kostet jetzt nicht die Welt.
Das Auftrennen einer unsauberen Naht ist wiederum viel ärgerlicher und kann dem schönen Stoff (der meist bedeutend mehr gekostet hat), einen wesentlich größeren Schaden zuführen.

Nun aber ans Eingemachte....

Es gibt Nähmaschinennadeln in den Größen 70/10, 80/12, 90/14. Das sind meine meistgenutzten Größen. Ich verwende sie für ganz unterschiedliche Zwecke, aber grundsätzlich nur für Webware.

70/10 für sehr dünnen Faden, auch hier wird mit bestimmten Kürzeln die Fadendicke angegeben. 70/10- Nadeln sind super für 80wt- Garne (bei Aurifil kommen sie auf Holzspulen daher) geeignet. Das Öhr der Nadel ist klein und so kann der Faden nicht so darin herum hopsen, dickeren Garnen wird es hier jedoch schnell zu eng und sie reiben zu sehr an den Öhrrädern.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mit 70er Nadeln und einem 80wt- Garn besonders die feinen Art Gallery- Stoffe wunderbar vernähen lassen ohne das nach dem Aufbügeln der Naht die Stichabstände sichtbar werden. Besonders gerne verwende ich hier die Kombi von Madeira Cotona mit Art Gallery- Stoffen, denn die Cotonagarne in dieser Stärke und in vielen Farben sind auch in Deutschland gut erhältlich, etwa beim Nähpark. 

80/12 ist für mittleres Garn. 50wt ist hier die entscheidende Nummer (das sind zum Beispiel die orangefarbenen Spulen von Aurifil). Damit nähe ich einfach alles zusammen, was normale "Webware" und Patchworkstoffe sind, außer den bereits erwähnten Art Gallerys. Somit ist eine 80er Nadel hier am häufigsten im Einsatz. Denn nicht nur vernähe ich vorwiegend Webware, ich benutze auch Garne der Stärke 50wt am häufigsten.



90/14 ist bei mir die Nadel für herkömmliches Allesnähergarn- typischerweise ist dieses Garn aus Polyester. Diese Garne sind meist dicker und da passt hier alles am besten. Außerdem verwende ich die Nadeln dieser Stärke auch zum Quilting, am liebsten mit Garn in der Stärke 40wt (grüne Spule bei Aurifil), aber es lassen sich auch 50wt- Garne als Quiltgarne damit super verarbeiten.







100/16 ist eine bei mir sehr missachtete Nadelstärke. Ja sie bietet sich hervorragend für die Arbeit mit Canvas und anderen Wohntextilien an. Auch bei der Arbeit an einer Tasche kann eine solch starke Nadel hilfreich sein. Ich verwende alternativ aber gerne Jeansnadeln, die hier ebenfalls tolle Ergebnisse erzielen und mehrere Zwecke erfüllen können. Wenn ich diese Nadelstärke doch mal verwende, dann meist in der Kombination mit Allesnähergarn, sprich Polyester.


Aber die Nadelnummern sind nur ein Kriterium... da gäbe es noch die unterschiedliche Bezeichnung auf der Verpackung.. Universal und Topstitch. Mmmhhhh, universal erklärt sich ja quasi fast von selber. Die Nadel ist universal für jeden gewebten Stoff zu verwenden.
Topstitch - auch Nachstich- Nadeln genannt, haben eine besonders scharfe Spitze und es gibt sie in allen oben bereits vorstellten Nadelstärken. Sie sind hervorragend zum Quilten, Sticken und beim Steppen durch mehrere Lagen geeignet. Ich verwende nur Topstitch- Nadeln fürs Quilten. Bevorzugt von der Firma Superior oder Organ, denn diese Nadeln sind zusätzlich titanbeschichtet und besonders haltbar. Einen interessanten Beitrag dazu gibt es auf dem englischsprachigen Berninablog.

 
Jetzt haben wir schon eine ganze Menge über Nähmaschinennadeln gelernt. Doch es gibt immernoch ein ABER.
So sind nämlich einige Stoffe beim Vernähen mit diesen Nadeln ausgeschlossen, wie etwa Jerseystoff/ Strickstoff, sehr feine Blusenstoff/ fließende Stoffe, Leder und Jeans. 
Plant man die Verarbeitung einer dieser Stoffe, so sollte man beim Nadelkauf auf der Verpackung auf die jeweilige Bezeichung schauen. Dort steht dann nicht Universal oder Topstitch, sondern etwa Jersey, Microtex (feine Stoffe), Leder oder Jeans.

Es gibt auch Nadeln mit der Bezeichnung "Anti- Glue". Diese sind für die Verarbeitung nach der Verwendung von Sprühkleber, Style-fix gedacht. An ihnen bleiben die Kleberückstände nicht kleben und es lässt sich trotz der Kleberverwendung gute Nähte erzielen.

Außerdem in meinem Nadelfundus- die "Metallic"- Nadel. Sie soll bei der Arbeit mit Metallicgarnen vor Fadenbrüchen schützen und alle Nadeln dieser Packung sind mit der Stärke 90/14 angegeben. Bei der Verwendung von diesen habe ich festgestellt, dass sich Garn und Faden gut zum Walking foot- Quilting verwenden lassen, mit dem Ergebnis beim Free Motionequilting war ich weniger begeistert. Vielleicht muss ich da aber einfach mal mit Ruhe und Muße ein wenig mehr mit Oberfadenspannung und Geschwindigkeit spielen.



Noch ein Tipp am Rande. Manche Hersteller kennzeichnen ihre verschiedenen Nadelstärken und Verwendungszwecke mit farblichen Markierung auf der Nadel. Wie etwa die Firma Schmetz.
Mit diesem Nadel- Code gibt es alles auf einen Blick.

Eine schlaue Lösung, denn mal ehrlich, wer kann abends trotz gutem Licht die eingravierte Zahlenkombination auf seiner Nadel noch lesen????

Alles Liebe

Judith

Dieser Post erschien in abgewandelter Form zuerst auf dem Blog der Modern Cologne Quilters 

Sonntag, 5. Januar 2020

(Leben allgemein) Vorsatz: zuckerfrei- Buchvorstellungen


Hallo ihr Lieben,
Ich freue mich sehr, dass euch das Thema Zuckerfrei interessiert und ihr gerne mein Feedback zu den drei gezeigten Büchern haben möchten, sowie einen regelmäßigen Blick in mein zuckerfreies Leben. Danke dafür. 

Sagen wir mal so, Bücher zum Thema gibt es unglaublich viele. 
Ich habe mich aus dem Bauch heraus für drei Bücher entschieden und stelle sie euch in der Reihenfolge vor, in der ich sie gelesen habe:



Buch eins "Mein süßes Leben ohne Zucker" von Kerstin von der Linden 

Kerstin, Journalistin, Zwillingsmama, war mir bis zum Buchkauf unbekannt. Das Cover machte auf mich einen lebensfrohen, bodenständigen Eindruck und bereits beim Vorwort war sie mir sympathisch.  Sie schreibt locker und stellt schnell klar, dass es ihr darum geht Industriezucker zu vermeiden. Gesundes Getreide, Milchprodukte und Obst in Maßen will sie nicht von ihrem Ernährungsplan streichen. 
"Wenn ich schon keinen Zucker mehr in den Kaffee schütten darf, dann doch wenigstens Milch...

Ihre Erläuterungen zu Zuckerarten, dem Unterschied zwischen Glucose und Fructose finde ich gut erklärt, so dass auch ein Leie nicht erst den Duden hervorholen muss. 
Außerdem wird ausführlich auf die Grundlagen Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß etc. eingegangen. Es gibt ein 10seitiges Zucker-ABC gefolgt vom Süßstoff- & sowie Alternativen- ABC, wer danach sagt, er hätte keine Ahnung, was er da isst und wie es hergestellt wird, dann weiß ich auch nicht. 
Außerdem ermutigt sie immer wieder beim Bäcker, Metzger etc freundlich nachzufragen, wo denn Zucker enthalten ist. 

Danach geht es ans Eingemachte. Allen sieben Wochen wird sich im Einzelnen gewidmet, es gibt Tipps zum Durchhalten, Rezeptvorschläge, was diese Woche gut passt und Kerstin schreibt über ihre eigenen Erfahrungen in jeder Woche. Lebensnah, authentisch und echt. Mit Höhen und Tiefen. 
Ab Seite 97 gibt es dann Rezepte. Dabei mein persönliches Highlight- die Erklärung, wie man Sauerteig macht, auch für Normalos verständlich und machbar. 

Das Buch ist wirklich ein gelungener Mix um Durchzustarten und alltagstauglich ist es zudem auch. Ich bin froh, dass ich das Buch erworben habe.



Buch zwei "zuckerfei- die 40 Tage Challenge" von Hannah Frey

Über Hannah bin ich schon früher einmal gestolpert, als ich nach Rezepten mit Zuckeralternativen gesucht habe. Ihr Blogauftritt -  Projekt gesund leben- gefällt mir sehr gut und ich habe immer mal wieder dort gelesen und Rezepte genutzt. Auf diesem Hintergrund habe ich mich dafür entschieden ihr Buch zu kaufen. 

Das Buch ist auf den ersten Blick einladend und fröhlich. Mit Slogans wie "if it doesn't challenge you, it won't change you" und ähnlichem versucht es den Leser zu motivieren loszulegen und dran zu bleiben. Ich blätterte und las mich durch die ersten Seiten mit vielen interessanten Fakten rund um Zucker, Zuckeralternativen und Zuckervermeidung und zack, auf Seite 36 wird verkündet, dass du die Challenge geschafft hast und stolz sein kannst. Ich war etwas irritiert und blätterte zurück, ich hatte das Gefühl nicht ganz mitgekommen/mitgenommen worden zu sein. 
Aber Tatsache, aus Faktenseiten mit Hashtag- Überschriften wie #sugarguide oder #shopping und Kurzinfos zu "clean up your kitchen", sowie einem Blanko für einen Wochenplan und für die Einkaufsliste bestehen die 40 Tage der Challenge. Im Anschluß folgen dann nur noch Rezepte. 

Die Hashtagseiten sind darüber hinaus aufgebaut, wie solche Kurzinfoseiten in Zeitschriften, etwa Womans Health, Glamour etc. 
Erst, wer dem Buchcover mehr Aufmerksamkeit schenkt, findet ganz hinten eine Empfehlung welche Zutaten man gut während der unterschiedlichen Phasen essen sollte und welche man meiden sollte. Sowie Zucker FAQ und ein Zuckerdiary Blanko. 

Im Gesamten spricht mich das Buch nicht an. Man wird nicht durch die Wochen geführt und die Art der Aufbereitung ist mir zu sehr im Zeitschriftenstil. Ich stelle mir ein Buch, was mich bei einer Ernährungsumstellung begleiten will ausführlicher, präziser und im Wochenplan aufbauender vor. Außerdem ist es in meinen Augen eher für Alleinstehende bzw Personen in einer Partnerschaft ohne Kinder gedacht, denn die Rezepte sind nicht unbedingt für den Familientisch geeignet und stellen in meinen augen eine Doppelbelastung im Alltag mit Kindern dar.



Buch drei "Goodbye Zucker" von Sarah Wilson

Das Buch von Sarah Wilson ist das Einzige, welches ich erworben habe, was von einer Australierin geschrieben wurde und demnach eine Übersetzung ist. 
Das Buch ist sehr achtsam geschrieben. Es hat ein Vorwort des New- York-Times Bestsellerautor Dan Buettner (ich musste ihn erst googeln). Schon hier hatte ich Lust weiterzulesen, er schreibt wertschätzend und sehr begeistert, doch gleichzeitig bodenständig über Sarah und ihr Buch. 

Man denkt, besser kann es nicht kommen, doch dann beginnt Sarah über ihre Beweggründe für dieses Buch zu schreiben. Sie wird sehr persönlich, berichtet von Kindheit, über ihre Autoimmunerkrankung Hashimoto, Zufall, ich weiß, aber spätestens da hatte sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit weiterzulesen, denn ich selber leide an dieser Erkrankung. 

Aber wie dem auch sei. Mir gefiel ihr Erzählstil,  die Art Dinge darzustellen und Vergleiche abzuführen. Dann folgen Tipps und es geht los. Zu jeder Woche gibt es einen Wochenplan,  beziehungsweise Aufgaben, die  sich anbieten diese Wochen anzugehen. Sowie weitere nützliche Bausteine, auf die man aufbauen kann und Rezepte für die Woche. Alle Rezepte finden sich ab Seite 85. Davor gibt es ein ausführliches Kapitel rund um Grundauststattungen, sprich Lebensmittel, ihre Vorbereitung, Hilfestellungen etc.
Wer Informationen über alle vorkommenden Zuckerarten und Alternativen in ausführlicher Form sucht, wird hier jedoch enttäuscht.
Dafür hält sich das Buch mit großen bunten Slogans zurück und erwartet keine kostspieligen, unbekannte Lebensmittel. 

Dieses Buch ist für mich der Favorit und gemeinsam mit dem Buch von Kerstin von der Linden, meine Grundlage für 8 Wochen Zuckerverzicht. 

Ich hoffe, die Buchvorstellung gefällt euch. Selbstverständlich spiegelt der Inhalt dieser Buchrezension nur meine persönliche Meinung wider. Alle Bücher wurden von mir selber erworben und mir nicht zum Zwecke dieses Posts zur Verfügung gestellt. 

In den kommenden Wochen gibt es dann meinen ersten Bericht über die ersten Wochen zuckerfrei. 

Liebste Grüße 

Judith