Donnerstag, 7. Januar 2021

(Leben allgemein) zuckerfreie Frühstücksvariationen

 Hallo, 

auch im neuen Jahr wird mich/uns das Thema zuckerfrei weiter begleiten, dafür ist es in den vergangenen 12,5 Monaten einfach zu sehr konstant in mein Leben eingezogen. Da mich bereits im vergangenen Herbst des Öfteren Fragen und Nachrichten zum Thema "Mahlzeiten zuckerfrei gestalten" erreichten, dachte ich mir, dass dies doch ein guter Aufhänger beziehungsweise gutes Thema für ein neues Jahr ist. 



Starten möchte ich der Ordnung halber mit dem Frühstück. Meine/ unsere Frühstücksrituale sind hier exemplarisch dargestellt, aber nicht in Stein gemeiselt. Und wenn ich von unsere Ritualen schreibe, dann meine ich in der Regel den Märzjungen und mich, der Dezemberbruder steht bisher bekanntlich nur auf Milch und  mein Mann ist mit einer großen Tasse Kaffee wunschlos glücklich, um in den Tag zu starten. 

Ganz nach dem Motto "levve un levve losse "- zu Hochdeutsch : Leben und leben lassen, haben wir unseren Wege miteinander gefunden, dass beide Seiten glücklich sind. Sonntags gibt es dann ein späteres ausgedehntes "traditionelles" Frühstück. 


Unter der Woche, sprich mit Kita und Arbeit, bin ich ein großer Freund von Mealprep. Alles was ich an einem/zwei Abenden für die gesamte Woche vorbereiten kann, wird hier gerne häufig gegessen. Besonders in den kühleren Monaten verlangt mein Körper eher nach einem wärmenden Start in den Tag. 
Hierfür mache ich wahlweise Overnight Oats oder Griespudding. 
 

OVERNIGHT OATS

Für die Overnight Oats weiche ich Getreideflocken (Hafer/Hirseflocken) in Kuh-/Pflanzenmilch mit geriebenem Apfel/Apfelmark oder anderen Früchten ein. Diese Mischung gebe ich in ein leeres Marmeladenglas oder Joghurtglas, lasse es über Nacht im Kühlschrank druchziehen und stelle es am Morgen nur noch für einige Minuten in die Mikrowelle. Umrühren, mit einer Prise Zimt bestreuen und man hat ein herrliches warmes Frühstück. 
 
Tipp: Hier lässt sich nach Belieben variieren und ausprobieren. Ein paar fett- und zuckerfrei geröstete Nüsse/gehackte Mandeln oder Mandelmus als Topping können sensationell schmecken und zur besseren Sättigung für die kommenden Stunden beitragen. 

GRIEßPUDDING

Ist so ziemlich das simpelste unter der Sonne. Ich koche 750ml Kuh-/Pflanzenmilch auf. Dort hinein lasse ich vier EL Dinkelvollkorngrieß rieseln, sowie eine Packung Vanillepuddingpulver, welche ich vorher mit 4EL Wasser glatt gerührt habe. Außerdem folgt noch 1 gehäufter TL Xylit(Birkenzucker) oder zwei entsteinte Datteln. Die Mischung unter Rühren aufkochen und vom Herd nehmen. 200g Quark (20% Fett) unterrühren und kalt werden lassen. Diese Menge reicht bei uns für drei Tage. 
Am Morgen entnehme ich hier jeweils die gewünschte Menge, gebe sie in Schälchen mit einer Handvoll TK- Beeren und erhitze sie ebenfalls in der Mikrowelle. 

PANCAKES/PFANNKUCHEN/GALETTES


Ebenfalls eine tolle Mealprep- Variante sind Pancakes. Besonders, wenn man das "normale" Mehl zu großem Teil durch Buchweizenvollkornmehl ersetzt. Buchweizenmehl ist glutenfrei und wirkt weniger stark auf den Insulinspiegel. Außerdem ist es sehr sättigend. Ich mag es wegen des leicht nussigen Geschmacks. Man könnte diese Variante auch als Anlehung an das bretonische Nationalgericht "Galette" verstehen. 
Für mein (von Jamie Oliver inspiriertes) Rezept braucht es auch fast nichts.
Man nehme eine große Kaffeetasse als Messbecher.... Ich gebe etwa 2/3 Buchweizenvollkornmehl hinein, den Rest fülle ich mit 630er Dinkelmehl auf. In der Variante mit weiterem Vollkornmehl schmeckt es mir einfach zu "brotig" und der Teig wird schneller trocken. Den Becher Mehl in eine Schüssel geben und 1 EL Backpulver darunter mischen, es folgt ein Becher Kuh-/Pflanzenmilch, sowie eine Prise Salz und ein Ei. Alles gut verquirlen. 
In einer kleinen beschichteten Pfanne etwas Kokosöl erhitzen und EL- weise den Teig abbacken. Die Pancakes können aufgerollt oder gestapelt abgedeckt für mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden und bedarfsgerecht entnommen werden. Da ich den Teig in keinster Weise süße, lassen sie sich toll als "Wrap"- Grundlage nutzen und mit herzhaften Belägen genießen. Schinken und Käse/ ein Spiegelei mit Avocado/Hummus und Rohkost kommen hier gut zur Geltung, sowie mein Favorit- geräucherter Lachs mit rote Beete- Meerretich-creme. 
Aber auch für süßere Freunde ist hier alles möglich....Zum Beispiel mit Quark bestrichen, ein paar frischen Beeren und ein paar Tröpfchen Ahornsirup können Pancakes schon unheimlich gut sein. Oder doch lieber eine gesunde Nutellaalternative?
Dafür braucht es etwa 200g Skyr oder Quark, dieser wird mit 2 EL schwach entöltem Kakaopulver cremig gerührt und ein Schuß Ahornsirup daruntergemischt. 

CHIAPUDDING


Dieser "Pudding" ist mein Alltime- Favorite. Er passt als Frühstück, Zwischenmahlzeit... ach sucht euch etwas aus. 
Für den "Pudding" mische ich 2EL Chiasamen mit der dreifachen Menge Milch (hier verwende ich nur Kuhmilch 3,5% Fett. Pflanzenmilch fand ich hier geschmacklich nicht überzeugend), sowie einer Prise Vanillepulver und einem TL Zimt. Ich lasse die Samen unter gelegentlichem Rühren quellen. Das Rühren ist unerlässlich, sonst ergibt sich eine furchtbar klumpige Konsistenz. Arbeitsaufwand ca. 15 Minuten.
Danach kann der Pudding verschlossen in den Kühlschrank und weiter quellen und auf seinen Einsatz warten. Ich nehme ihn gerne in einem Schraubglas mit zur Arbeit und geben am Morgen noch ein paar frische oder tiefgefrorene Beeren (Himbeeren/Johannisbeeren/Blaubeeren) darauf. Zusätzlich nehme ich mir geröstete Mandelsplitter oder getreidefreies Granola mit. Welches ich erst darüber streue, wenn ich gedenke den Pudding als zweite Mahlzeit zu mir zu nehmen. 



GRANOLA

 
hier gibt es zig unterschiedliche Variante, die es lohnt zu probieren. Manche sind eher für den süßeren Gaumen und erinnern mich an meine Genuß- Zeiten von gekauftem Knuspermüsli zurück. Ich habe es zugegeben immer gerne als Nachmittagssnack gegessen. Nicht in rauen Mengen, aber gerne zwei bis drei Esslöffel mit einem schönen griechischen Joghurt sind schon was Feines. Nur gesund ist außer dem Joghurt und den, im Müsli vorkommenden, Haferflocken hierbei keine Zutat. Von der Zuckermenge ganz zu schweigen. 
Als Beispiel: Da wäre etwa ein Honig- Knuspermüsli eines großen Herstellers für Backwaren aus Bielefeld, bei welchem auf 600g Müsli (eine Packung) sage und schreibe 31,5 STÜCK Würfelzucker kommen. Zur Info; ein Stück Würfelzucker wiegt in Deutschland 3g... macht also 94,5g Zucker. Ich wünsche dann weiterhin guten Appetit.... oder eben nicht... 

Kommen wir zu den Alternativen: 

Unser Liebling ist DAS Granola von Hannah Frey- Projekt gesund leben-. Wer nicht so zuckerfrei unterwegs ist, wie wir hier. Der kann der Granolamischung gerne 2 EL Ahornsirup oder Reissirup, letzteres ist fruktosefrei und lediglich Dextrose, daher wird er sofort verstoffwechselt und setzt sich nicht so wunderbar als gespeichertes ungesundes Fett als Rettungsring ab. 

Noch ein Liebling unter den Granolas, ist dieses Kakao- Granola von Veronika - carrots for claire-. Es ist insgesamt süßer und passt sicher eher in den Plan vieler Leser hier. Ich verwende "nur noch" 4EL Reissirup statt der angegebenen 8. Durch die Verwendung von rohem Kakaopulver schmeckt es ohne jedes Süßungsmittel leider doch recht herb und bitter. Daher greife ich hier zu dieser Variante. 

Zuguterletzt möchte ich noch dieses tolle Honig- Mandel- Granola von zucker, zimt und liebe vorstellen. Es ist zwar schon recht süß, aber simpel in der Zutatenwahl, was vielleicht für Granola- "Erstlinge" ein Versuch wert ist und definitiv schmeckt. Besonders die Prise Salz in Kombination mit der Süße des Honigs hat einfach ihren Reiz. 
Psssst: wir haben es vergangene Weihnachten verschenkt und alle waren sehr begeistert von dieser Knuspervariation. 
 

Ich bin gespannt, wen ich hier inspirieren konnte mal die Frühstücksgewohnheiten umzustellen. Und sei es nur, dass die süßen sachen im home office nun links neben dem Computer stehen *zwinker*. 
Ich hoffe die Frage, nach dem zuckerfreien Frühstück ein wenig lüften zu können. 

In der kommenden Folge Zuckerfrei wird das Augenmerk dann auf dem Mittagessen liegen. 

Alles Liebe 

Judith

Sonntag, 3. Januar 2021

Auf einen Kaffee mit.... Yvonne @needleowl

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Yvonne und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker. Stell dich uns bitte einmal vor. 


 

Hallo Judith, danke für die Einladung. Nett hast du es dir hier gemacht! Zum
Kaffeeklatsch darf es bei mir gerne ein großer Cappuccino sein - mit viel Milch, ohne
Zucker :-).
Ich bin Yvonne, 36, und wohne mit meinem Mann und unserem mittlerweile 1-jährigen
Sohn in einem kleinen Ort zwischen Köln und Bonn. So richtig schön auf dem Land :-).
Geboren und aufgewachsen bin ich allerdings im Bergischen, genau genommen in
Wuppertal. Meine familiären Wurzeln liegen jedoch im Sauerland. Ich bin also eine
fröhliche Mischung aus “Woll.” - “Wie isset? Muss.” und “Alaaf!” ;-).
Im Leben jenseits meines Nähzimmer habe ich mich beruflich ganz dem Steuerrecht
verschrieben und habe einen klassischen Bürojob. Privat bin ich grundsätzlich sehr
gerne sportlich aktiv (Tanzen, Yoga, Skifahren...) - Kind und Garten verhindern da aber
aktuell ein echte Regelmäßigkeit.
Ansonsten bin ich gerne mit Freunden zusammen und liebe ausgedehnte Spieleabende!
(Natürlich alles nur, soweit Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht ...)
 

 

Magst du erzählen, woher wir uns kennen?

 
Uns beide kann man glaube ich als klassische “Online-Bekanntschaft” bezeichnen. Ich
glaube das erste Mal bin ich über deinen Namen/Blog gestolpert, als ich bei Barbara und
Grete (das-mach-ich-nachts und stoffsalat) die Berichte über ihren gemeinsamen
Quiltcon-Besuch verschlungen habe. Das ist schon ein paar Jahre her.
Dort seid ihr euch auch über den Weg gelaufen und die Info über Quilter aus dem Kölner
Umland hat mich aufhorchen lassen. Seitdem “verfolge” ich dich und die Modern
Cologne Quilter auf deinem Blog und deinen social media-Kanälen.
Tatsächlich haben wir uns später aber auch schon einmal (wenn auch nur kurz)
persönlich getroffen, wie sollte es auch anders sein, zwischen verdammt vielen Stoffen
*grins*.
Mittlerweile stehen wir zumindest virtuell in recht regelmäßigen Kontakt (was mich
persönlich sehr freut!).
Die Nähwelt ist eben doch ein (meist schönes, kleines) Dorf :-).
 

Wie fühlt es sich so an mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/Quilten gekommen?

 
Nett hast du es dir hier gemacht. Auch die Gesellschaft, die du dir bisher so eingeladen
hat, ist sehr sympathisch und macht mich schon ein bisschen stolz, mich dazu setzen zu
dürfen :-).
Ich habe über das wie und wann jetzt eine Weile nachgedacht und bin zu dem Schluss
gekommen, dass dieses Hobby seine Wurzeln tatsächlich irgendwo in meiner Kindheit
haben muss. *lach*
Ich habe tatsächlich schon immer gerne gebastelt, gemalt, gePUZZLET oder wie meine
Mama es dir jetzt erklären würde “rumgefäntert” (keine Ahnung wie man das schreibt
und ob es das Wort in irgendeinem der o.g. Dialekte tatsächlich gibt *lach*. Aber in
Mamas Sprachgebrauch heißt das:”Dinge tun, die keinen sinnvollen Nutzen haben.
Rumspielen.”).
Ich kann mich auch erinnern, dass ich gegen den Widerstand meiner Mama mal ein
dickes, staubiges Patchworkbuch aus der Bibliothek mit nach Hause geschleppt habe,
weil mich die vielen kleinen Stoffstückchen so fasziniert haben. Damals habe ich fest
geglaubt, dass ich einfach nur Nadel und Faden nehmen muss um das nachzumachen
*grins*. Tatsächlich habe ich das Buch am Ende nur durchgeblättert und wieder
zurückgebracht. Damals war Patchwork definitiv noch eine Nummer zu groß. Aber ich
war angefixt!
Das Nähen habe ich mir dann aber tatsächlich erst viiiiiiiiel später beigebracht. Da war
ich bestimmt schon Mitte 20. Mein erstes Pferdchen war die “Adler Deluxe” meiner
Mama,, die mittlerweile schon bald 60 Jahre auf dem Buckel hat (die Nähmaschine,
nicht Mama *grins*). Das alte Schätzchen hat mich bei allen ersten Nähschritten
begleitet und viele Jahre war sie immer noch meine einzige Maschine. Jetzt ist “Emma”,
wie ich sie liebevoll nenne, seit ein paar Jahren im wohlverdienten Ruhestand und hat
meiner jetzigen Maschine Platz gemacht. Aber bin mir sicher, dass sie unter meinem
Nähtisch den Tag herbei sehnt, an dem ich “Emma 2.0” endlich in die Wartung schicke
und die alte Dame dann nochmal für ein paar Tage hervor hole.
Seitdem nähe ich mich eigentlich Querbeet durch alles, was man so unter eine
Nähmaschine packen kann. Den Anfang haben sicherlich wie bei vielen erste Kissen und
Dekoartikel gemacht, schnell wollte ich mir aber auch meine eigene Kleidung und
Taschen selber nähen können (hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Taschenjunkie bin?
;-)).


Keine Nähtechnik war bisher vor mir sicher. Und nach ein paar Jahren und sicherlich
auch der ein oder anderen Stoffmesse, die ich dann mittlerweile besucht habe, stand ich
das erste mal wieder vor Patchwork-Büchern und Stoffen - und dieses Mal habe ich es
dann “durchgezogen”.
Nichts desto trotz empfinde ich mich immer noch als blutiger Patchwork-Anfänger und
staune immer, in welchem Tempo und mit welcher Präzision die “reinen” Patchworker
ihre Quilts fertig stellen. Ich muss noch viel lernen/üben.
 

Inspirationen sind das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen fur deine Werke?

 
Wie oben schon beschrieben kann mich glaube ich ganz gut als “Crossover”-Näherin
bezeichnen.
“Werke” ist allerdings vielleicht ein bisschen hochgegriffen, für das, was ich mache. Ich
sehe schöne Dinge und wenn es mich richtig “flashed” lässt es mich meistens so lange
nicht mehr los, bis ich es so umgesetzt habe, wie es sich in meinem Kopf
zusammengepuzzelt hat.
Ich verbringe tatsächlich bald mehr Zeit im www als tatsächlich aktiv an der
Nähmaschine. Ich stöbere viel auf Instagram, folge dabei fast ausschließlich Accounts,
die sich beruflich oder privat ebenfalls hauptsächlich ums Nähen drehen. Da ist
tatsächlich von Patchworkern und Longarmern über Taschen- und Accessoire-Näher bis
zu Bekleidungsnähern für Erwachsene und Kindern so ziemlich alles dabei.
Nicht zu vegessen die Stoffdesigner.
Von Instagram aus verirre ich mich dann meist auf die einzelnen Blogs hinter den
Profilen - was für mich auch ganz klar zeigt, dass das Medium “Internetblog” nicht tot ist,
sondern zumindest für mich eine wichtige Informations- und Inspirationsquelle bietet.
Naja... und dann entwickeln sich Ideen. Entweder starte ich bei fertigen Nähbeispielen
oder ich habe mich in einen bestimmten Stoff verliebt - und dann fange ich an zu
“fäntern” (s.o. ;-)). 



Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media Kanälen? Schließlich möchten wir gerne deine Werke in Augenschein nehmen und uns von dir inspirieren lassen!

 
Aber natürlich :-). Ich mag nicht gerne “alleine” meinem Hobby nachgehen und dafür ist
für mich social-media tatsächlich das Fenster in die Nähwelt.
Auf Instagram kann man mich unter @needleowl finden. Ich versuche regelmäßig
Einblicke auf meinen Nähtisch zu geben und dabei nicht immer nur das fertige
Endprodukt zu zeigen, sondern auch mal den Weg (oder Fail) dorthin.
(Dem aufmerksamen Beobachter wird dann auch auffallen, dass ich erschreckend viele
Patchworkprojekte zwar mit viel Liebe geplant -aber am Ende doch nicht zum Ende
gebracht habe... aber das ist eine andere Geschichte...)
Ich hatte auch tatsächlich mal einen Blog und ein öffentliches Facebook-Profil - aber
irgendwann habe ich nicht mehr mit Herzblut hinter der Pflege von beidem gestanden
und hege jetzt nur noch mein kleines Nähtagebuch auf Insta.
 


 

Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus dem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir anders ist....

 
Hm... ein bisschen kommt es darauf an, WAS ich gerade tatsächlich nähe. Aber mal
tatsächlich als Patchworkelfe gesprochen würde ich sagen es ist der Dreiklang aus
(hochwertiger) Rollschneider, Mini-Bügeleisen und 1⁄4”-Füßchen *lach*. Für den Profi
muss das völlig lächerlich klingen, aber das sind tatsächlich alles “Tools”, die erste in
den letzten paar Jahren bei mir eingezogen sind und die mir mein Nähleben deutlich
erleichtert haben.
Daneben habe ich natürlich ein Herz für allerlei Gadgets - die sind aber tatsächlich oft
eher “nice to have” statt “must have” :-).
 

Wo wir schon davon sprechen, neben dem Lieblingstool. Haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt? Welche nähst du immer wieder gerne?

 
Diese Frage kann ich glaube ich guten Gewissens mit “NEIN” beantworten. Schlichtweg,
weil meine “innere to-sew”- Liste noch so unfassbar gefüllt ist mit Anleitungen und
Ideen, die ich überhaupt gerne endlich mal ausprobieren möchte. Daran merkt man
wahscheinlich einfach auch, dass ich auf meiner Patchworkreise noch ganz am Anfang
stehe.
Was mir bei der Frage allerdings auch im Weg steht ist meine persönliche Abneigung
gegen “Wiederholungen”... *räusper*. Vielleicht haben wir da auch schon den Grund,
warum ich so viele UFOs habe *lach*. Aber oft freue ich mich innerlich so sehr über
einen gelungenen Block (ich streichel’ die tatsächlich, wenn sie fertig sind - wie früher
meine Puzzle!), dass das “weitermachen” oft irgendwie auf der Strercke bleibt.
FUN FACT: Ich kann ja auch (ganz passabel glaube ich) Stricken... trotzdem habe ich
noch kein PAAR Socken zustande gebracht. Ich freue mich einfach immer so sehr über
die erste, das ich die zweite oft nicht mal bis zur Ferse stricke *lach*.
 

Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweiheit für die virtuelle Glückskeksproduktion...

 
Wenn dein Satz anfängt mit “Ich mach’ noch schnell...” - mach’ die Maschine aus!
 
Liebe Yvonne, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere Quilts von dir bin ich/sind wir sehr gespannt. 

Sonntag, 27. Dezember 2020

Mein Näh-November 2020

Schon wieder ist ein Monat nur so verflogen. Reichlich Nähzeit hatte er im Gepäck. 

Beinahe schon Ritual; starte ich den Rückblick auch diesen Monat mit den Beeblöcken. In der #letsbeehere wünschte sich Jennifer Blöcke für ihren bunten Plaidishquilt. Farbvorgabe: orange, rosa, lila und türkis in drei Farbnuancen. 
Spannend, welche Stoffe man so zu Tage fördert, wenn man mal richtig tief eintaucht.




Neben den Beeblöcken gab es im Rahmen der Sewalongaktion #togetherquilt_mcq allerlei Blöcke, die ich immer schon nähen wollte oder mir durchs gezieltes Stöbern für dieses Projekt ausgesucht habe. Die Liste ist inzwischen schon beachtlich. So schnell, wie sie aufgeschrieben sind, werde ich sie sicherlich nicht nähen können.


Außerdem nähte ich allerlei für Weihnachten... in der Familie wird mit einem Teil gewichtelt, hier gab es bunte Tischsets.

Bei der jährlichen MCQ-Wichtelei nähten wir ein Bloom basket nach Johanna Weidner... in mittlerer Größe...

Und für die Kolleginnen gab es dieses Jahr Einkaufswagenchiptäschlein aus SnapPap. 



Und gequiltet habe ich da auch noch etwas. Etwa diesen Whirly girl- Quilt, welchen ich im Frühjahr 2019 für Allison- campbell soup diary- Probenähen durfte. Ich habe ihm das Quiltmuster "nesting diamonds" aus Walk von Jacquie Gering verpasst. Ich finde das graphische Quiltmuster lässt sich gut mit meiner teils verspielten Stoffwahl kombinieren und ergänzt das Patchworkmuster hervorragend. 



Desweiteren gab es auch ein bisschen Nähen aus dem Bekleidungssegment. Der Märzjunge brauchte dringend einen oder besser zwei neue Schlafanzüge, denn aus den bisherigen war er "über Nacht" endgültig hinaus gewachsen. Klar ich hätte fix welche kaufen können, aber dann wäre der Stoffschrank mit dem Bekleidungsstoffen auch nicht leerer geworden und wer weiß, wie lange mir die dort gelagerten Stöffchen noch gefallen....

Also fix aus einer Lybstes Leggins und einen Rowan Tee ein Schlafanzugset in Gr.104 gezaubert. Wie schön schnell sowas doch geht, wenn das Schnittmuster nur noch aufgelegt, zugeschnitten und genäht werden muss.


Alles Liebe 

Judith