Posts mit dem Label Kleidung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kleidung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. März 2026

(Nähen) Fashion it-piece selbstgenäht

Seit vergangenem Herbst sind Wollwesten das it-piece überhaupt. Häufig sind diese kuschelig warm aussehenden Westen leider nur aus Polyestertier und somit auch nicht wirklich warm. Der Preis für Polyester, vernäht irgendwo in Bangladesch oder China, dagegen verdammt unverschämt. Schöne Westen aus reinem Polyester habe ich unter anderem für etwa 80€ im Handel gesehen. Und wer daran verdient, sind bekanntlich nicht die Näherinnen....

 
Also bin ich auf die Suche gegangen nach qualitativ hochwertigem Walkstoff, der ohne museling auskommt.
Bei Muselingfrei geht es darum, dass den Schafen nicht ohne Betäubung (zur Vorbeugung von Parasitenbefall) ein Hautlappen entfernt wird. 
Fündig geworden bin ich bei alles-für-selbermacher ebenso wie bei ninakrea. Übrigens habe ich hier alles selbst gekauft und dafür keine Vergünstigungen erhalten. 
 
 
Entstanden sind inzwischen drei (vier) Westen. Die beiden Kinderwesten sind nach dem kostenlosen Westen-Schnitt Lilou von Initiative Handarbeit entstanden. Für meine beige Weste habe ich eine Wendeweste (Unifarbener Walk & Walkmischstoff im Fischgrätmuster) nach der Vorlage von Purl Soho genäht.
Die Kinderwesten habe ich mit einem Patchworkstoff als Außenstoff versehen und (zumindest) der große Sohn trägt sie gerne über einem Longsleeve, da er Pullis häufig zu warm findet. 
Bei allen Westen habe ich Jerseyschrägband zum Einfassen verwendet, da es sich so schön um die Kanten schmiegt.  
 

 
Außerdem ist, bei den eisigen Temperaturen im Januar eine Walkhose entstanden, quasi als Überziehhose ähnlich einer Skihose und hält wirklich super warm. 
 

Trotzdem darf jetzt gerne der Frühling Einzug halten, denn ich habe Lust die Weste als Jackenersatz zu tragen und nicht noch darunter.  

Bis bald 

eure Judith 

Sonntag, 23. Februar 2020

(Kleidung) Alaaf! Fuchs trifft Grashüpfer

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Alaaf! Zu Weiberfastnacht wollte ich euch eigentlich das Fuchs- Kostüm meines geliebten Märzjungen zeigen. Doch leider kam, als ich gerade entspannt an den Vorbereitungen für den Blogpost saß, das Leben 1 0. Mit voller Kraft hinein und wirbelte mal alles ordentlich durcheinander. Also gibt es diesen Post erst jetzt, aber es ist ja auch noch immer ordentlich Karneval.



Natürlich möchte ich mich auch bei euch für die zahllosen liebevollen Reaktionen bedanken. Ich bin dann immer echt total gerührt.



Also Fuchs....warum eigentlich... ???? In der Kita unseres Sohnes gab es in diesem Jahr das Motto "im Wald". Schade, denn eigentlich passte das Schafkostüm vom vergangenen Jahr noch sehr gut. 

Aber Schaf im Wald ist nicht so passend. Außerdem war es ein gekauftes Kostüm. Im 2. Karnevalsjahr darf es dann doch ein selbstgenähtes sein. Ein besonderer Anlass, das erste Mal Karneval als Kitakind, verlangt entsprechenden Einsatz. 

Gemeinsam mit meinem Mann habe ich eine Vorauswahl möglicher Kostüme getroffen. Da wir uns nicht einigen konnten, ein sehr entscheidungsfreudiges Kind haben und mir Mitbestimmung altersentsprechend und der sprachlichen Entwicklung angepasst schon von Berufswegen eine Herzensangelegenheit ist, wurde daraufhin der Märzjunge mit unseren Vorschlägen konfrontiert und gab ziemlich genau sofort bekannt "Fuchs". Zur weiteren Auswahl standen: Fliegenpilz, Bär, Reh oder Wolf. 
Auch auf Nachfrage zu einem späteren Zeitpunkt und am folgenden Tag, ganz klar: Fuchs. 
Also habe ich mich konsequent mit der Idee auseinander gesetzt und den Märzjungen beim Studieren der Burdaschnittmusterzeitungen um Hilfe gebeten. Blättern, das kann er richtig gut. 



In einem Heft fand sich doch tatsächlich ein Fuchskostüm. Jedoch zweiteilig, bestehend aus Hoodie und Jogginghose. Mmmhhh, aber der Plan war, ein kompatibles Kostüm für die Indoorkitaparty und den eventuellen Besuch eines Karnevalsumzugs im Freien zu kreieren. Zweiter Fehlerpunkt: dieses zweiteilige Kostüm beginnt erst bei Größe 110. Ich benötigte jedoch Größe 92 oder 98.

Zum Glück besitze ich nicht nur ein Schnittmusterheft und so fand sich in einem weiteren Heft ein Overall/Jumpsuit (ab Gr.92) für einen Grashüpfer... mmmhhhauch ein süßes Kostüm und irgendwie origineller.. aber darum ging es ja nicht. Es war ein Fuchs gewünscht. 



Also habe ich dünnen Fleecestoff in rostorange und schneeweiße bei Stoff & Stil besorgt. Dann den Overall nach Anleitung, in Größe 98, genäht. Die fuchstypischen Merkmale des anderen Schnittmusters habe ich einfach an Ärmel- und Beinabschlüssen appliziert und die Kapuze komplett entsprechend dem Fuchsschnittmusters genäht.



Auch der Schwanz ist der Schnittmustervorlage entnommen. Jedoch war er bedeutend zu lang für mein Füchslein, da musste ich nochmal kürzen. Was hat diese Sache die Tage für Lacher gesorgt...

Bitte entschuldigt, die teilweise doch recht "bewegten" Bilder, aber mein Füchslein hatte etwas Hummeln im Hintern. Still stehen ist ja auch langweilig. 


Natürlich habe ich wir das Kostüm dann gestern gleich auf Straßentauglichkeit getestet. Es ist die perfekte Größe gewesen, um mit einem Wollwalkanzug darunter durch das bunte Treiben zu hopsen und zu tanzen.



Alles wichtig auf einen Blick:
Schnittmuster: 
Fuchs (aus Burda 01/2017 No. 129) und Grashüpfer (aus Burda Style 01/2016 No.142)
Material: 
Fleece in Petrolgelb und weiß von STOFF&STIL
Reissverschluss: Kupfer Reißverschluss 6,5mm von Snaply
Kam Snaps fürs Fuchsgesicht und zur Schwanzbefestigung: Braun, Schwarz, Orange ebenfalls von Snaply

Genähte Größe
Jumpsuit Grashüpfer in Gr.98, Fuchseffekte in kleiner Größe, sprich 110. Schwanzvorlage um 10cm gekürzt.




Alles Liebe

Judith


Sonntag, 29. Juli 2018

(Nähen) allerlei für (m)ein Baby aus Jersey

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Ich hatte euch Anfang März meinen Schwung an Selbstgenähtem für den Mini aus Webware gezeigt und inzwischen auch meine neue NähMaschine im Fuhrpark vorgestellt und beide Male versprochen bzw darauf hingewiesen, dass ich euch zeigen wollte, was ich aus elastischen Stoffen genäht hatte.

Bei der Recherche für passende Schnittmuster (fürs Kind) stolperte ich- Anni sei Dank- über die süßen Schnitte von Lybstes. Hier gibt es alle Schnittmuster in den Newborngrößen als kostenlose Schnitte. Super, um sich langsam heranzuwagen und heraus zufinden, was einem liegt, obwohl eigentlich kein Jerseynäher ist.

Ich habe den Lybstes- Schnitt "Jolly Jumper" gleich dreimal genäht, weil es wirklich super geklappt hat. Mit Hilfe einer gut bebilderten Anleitung, finde ich, kann auch mal etwas auf Anhieb gelingen.



Bei der zweiten Variante habe ich mich an einer gefütterten Kapuze probiert. Das war schon ein wenig kniffeliger und die Trageerfahrung zeigte, dass der Mini diesen Anzug leider viel zu selten trug- wegen der Kapuze. Der Jumper ohne Kapuze, dafür mit Mütze und Halstuch trug er wesentlich öfter, einfach weil so die Bekleidung an die aktuelle Wetterlage angepasst werden konnte. Da störte die Kapuze beim Liegen auf dem dem Rücken einfach und machte ihn oft schnell nörgelig.





Bei Nummer Drei habe ich dann eine sommerliche Variante probiert- ohne Ärmel und langes Füßbündchen...



Die genähten und hier gezeigte(n) Mützen sind Wendebeanies- auch hier wieder nach dem Freebook von Lybstes. Ich finde diese Beanies, neben sogenannten Knotenmützchen, sehen einfach zuckersüß auf diesen kleinen Köpfchen aus. Passende "Spuckbremsen"- sprich leichte Halstücher dürfen niemals fehlen, denn ehe man sich versieht ist der Body und Pulli bis auf die Haut durchgespreichelt.





Ebenfalls fündig wurde ich im Netz auf der Suche nach einem Pulli mit amerikanischem Ausschnitt, leider habe ich gerade garnicht auf dem Schirm wo ich den Schnitt gefunden habe. Ich habe lediglich die Ärmel auf eine dreiviertel Länge gekürzt, das geht dann auch mal bei mittelwarmen Temperaturen, wo langarm schon zu warm und kurzarm deutlich zu luftig wären.


Und eine kleine "Auswahl" sommerlicher Pumpshosen aus Webware mit Bündchenabschlüssen am Bauch und Bein sind entstanden. Leider ist das Foto davon verschütt' gegangen- aber ihr findet sie bei Instagram, falls ihr mal schauen wollt.

Ebenfalls hat es mir der Pucksack nach Susanne/ Hamburger Liebe Tutorial angetan. Das ist super schnell genäht und eine willkommene Alternative zu Schlafsäcken in warmen Sommernächten.



Wunderbar bei allen diesen Kleidungsstücken, übrigens durch die Bank in Größe 56 und 62, ist die verwendete Stoffmenge, es ist ein Hauch von "Nichts" um für Minis Kleidung zu nähen. Für den Pulli brauchte ich gerademal einen Fat Quarter Jerseystoff.

Alles Liebe

Judith


Sonntag, 22. Juli 2018

(Material) eine neue Maschine muss her- Nähmaschinenparkerweiterung

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Ich hätte es selber ja nie zu glauben gewagt, dass die Overlock bei mir mal so oft und viel zum Einsatz kommen würde wie in den letzten 12 Monaten. Seit dem Farbenspiel sind so viele Kleidungsstücke für mich entstanden, bei denen ich so dankbar bin und wahr, dass ich flugs, versäubern und nähen mit der Overlock in einem Schritt "abfrühstücken" konnte. Kein Kleidungsstück lag lange und hätte in meine Ufoliste aufgenommen werden können.

Und dann kam der Mini dazu und mein Wunsch ihm auch ein wenig Kleidung zu nähen, sowie die viiiiieeeeelen kleinen Bauchbewohner bei Freunden, für die ich auch gerne mal hier und da was Elastisches- sei es auch nur ein Mützchen und ein Halstuch- nähen wollte. Mit meiner vor sechs Jahren gekauften W6 454  merkte ich schnell, dass ich inzwischen einen anderen Anspruch an mein Nähgerät habe.

Spätestens seit  ich eine Bernina (350 PE) als übliche Nähmaschine mein Eigen nenne. Ich möchte ein ruhiges Gerät, das souverän und gleichmäßig seine Dienste tut, dessen Einzelteile eine gewisse Haptik und Qualität aufweist und nicht beim ersten Knubbel mehrerer Nähte aufgibt oder Stiche auslässt oder mich mit einem unzufriedenen Ergebnis zurück lässt. Leise sollte sie zudem sein, übersichtlich in der Einfädelung, gerade bei Overlocks ist das ja so eine Sache und das Stichbild passend.



Auf der anderen Seite muss ich finanztechnisch (Elterngeld sei Dank, wir sparen jetzt) gut abwägen, was ich ausgeben kann und möchte und trotzdem kann/ kommt ein Sparen am falschen Ende ganz sicher nicht in Frage. Sie soll mir über Jahre hinweg gute Dienste leisten, denn sicher kommt mit Kind auch das ein oder andere Kleidungs- und Karnevalsstück mehr hinzu.

Nun ja, da ich nicht die große Erfahrungsbreite an der Bekleidungsfront habe, ist es immer schwierig zu entscheiden, was man denn wirklich braucht. Natürlich kam schnell der Gedanke, auch in diesem Nähsegment ohne große Überlegung auf eine Bernina umzusteigen. Viele jahrelange Bernina- Overlockmaschinennutzerinnen schwören auf ihr Arbeitsgerät und in den vielen Pattydoo- Videos hat mich das Stichbild und Nahtergebnis (gut das ist nur ein Video) der Bernina 800DL immer sehr angesprochen.
Wie gut, dass Barbara im Winter 2016 (oh Gott, ist das echt schon so lange her???) ausführlich über unterschiedliche Overlockmaschinentypen informierte und klare Vor- und Nachteile darlegte.



So hätte ich bis dato niemals gewusst, dass bisher Juki für Bernina die Overlocksparte herstellte und das eine Juki MO 114D baugleich mit der aus den Videos bekannten Bernina 800DL, letztere aber nicht mehr gebaut wird. Da brauchte ich dann nicht lange überlegen, in welche Maschine ich gerne investieren wollte. Preislich liegen zwischen Juki und Bernina aber je nach Modell Welten.
Wie der Zufall es so wollte, gab es beim Nähpark die entsprechende Maschine als gebrauchtes Modell zu erwerben. Da ich vor einer Weile ein wenig Support für meine Bernina nötig hatte und man mir telefonisch derart kompetent und schnell helfen konnte und das Gerät entgegen anderer Meinung garnicht eingeschickt werden musste (Gott sei Dank), kann ich auch hier nur Barbaras Begeisterung für den Nähpark teilen und ich hatte überhaupt keine Bedenken bei diesem Unternehmen ein gebrauchtes Modell zu erwerben. Zusätzlich beflügelt wurde diese Entscheidung mit der Einsparung von guten 200 Euro zu einem neuen Gerät.

Ich bin immer ein bisschen wie ein Kind an Weihnachten. Wenn ich etwas neu erwerbe, okay Stoffe zählen hier nicht, muss es sogleich auf Herz und Nieren geprüft und ausprobiert werden. Wie gut, dass ich ein paar Teile fertig zugeschnitten hier liegen hatte, die nur darauf warteten zusammengenäht zu werden. Einfache Overlocknähte auf Jersey quasi für die Proberunde. Und die richtigen Bilder dieser Probekleidungsstücke und weiteren Ergebnissen gibt es übrigens auch noch diesen Monat hier....



Und wie ist sie jetzt? werdet ihr euch fragen...
Im Vergleich zu meiner bisherigen Overlock gibt es sich gewichtstechnisch nicht viel- die W6 wiegt 6,6kg, bei der Juki sind es nun 7 kg. Bei anderen Features ist das anders- für die Juki gibt es einiges an Zubehör zu erwerben, etwa andere Nähfüße, die Snap-on Nähfußvariante macht es möglich. Die Geräuschkulisse ist ein himmelweiter Unterschied, so schön leise surrt die Juki und macht traumhafte Nähte. Durch die vier Saugnäpfe an den "Füßen" steht sie deutlich sicherer und ruhiger. Wackelt auch nicht wenn ich mal ordentlich aufs Gas trete und treffen einmal ein paar mehr Nähte oder dickere Stofflagen aufeinander dann geht sie mühelos darüber hinweg. So mag ich das, wirklich Berninaqualität made by Juki. Ihr merkt schon, ich bin suuuper zufrieden und habe inzwischen eine Liste kommender Nähprojekte aus dem Bekleidungssegment auf meine Nähwunschliste geschrieben.

Eine Frage/ Sache mag ich in nächster Zeit noch in Angriff nehmen- die Sache mit dem optimalen Overlockgarn. Bisher verwendete ich die Overlockgarne von Alterfil, eigentlich dachte ich, dass das eine gute Wahl sei, doch wenn auf den Nähten Spannung war, dann drückten sie sich unschön ausseinander. Wie der Zufall es mal wieder wollte, machte der Nähpark- ja man könnte das hier durchaus unter einem Werbepost verstehen, ABER Erfahrung macht Zufrieden und man vertraut schnell auch bei neuen Wegen, auf seinem Instagramaccount auf ein neues MiniKing Garn von Gütermann aufmerksam, was sowohl in der Nadel der Overlock als auch im Greifer verwendet werden kann.  Das habe ich dann flugs bestellt und finde es wirklich toll. Der Faden ist sehr dünn, glänzt wunderbar und macht klasse glatte Nähte, keine durchdrückenden Nähte bei Spannung. Gibt es weitere Empfehlungen an der Overlockgarnfront von euch? Ich probiere mich gerne weiter durch.


Alles Liebe

Judith

Mittwoch, 8. November 2017

(Kleidung) Tunika "Barcelona" trifft Kokka

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Nachdem ich das erste Mal in meinem Leben, irgendwann nachdem Barbara bereits meine Neugier für Double Gauze ins unermessliche gesteigert hatte (das muss also irgendwann in 2015 passiert sein), eine erste Fühlprobe an diesem wunderbaren - nicht dehnbaren- Stoff gemacht hatte, war es um mich geschehen.
Es ist ein Traum. Ich liebe es wie leicht der Stoff bereits auf dem Ballen ist und ein paar Meter für Bekleidungsstücke sind quasi ein weicher Traum aus Nichts.



In den cremefarbenen Kokka Double Gauze mit goldenen Akzenten hatte ich mich umgehend verliebt.
An Kokka fabrics mag ich grundsätzlich schon einmal, dass die Muster einfach anders sind. Das japanische Stofflabel hebt sich mit seinen Kreationen regelmäßig und deutlich von anderen gängigen Marken ab.
Wenn ich schon ein Kleidungsstück für mich nähe, dann möchte ich ungern mit kleinen Drache, Seepferdchen oder derartigen Mustern bekleidet sein. Seien sie auch noch so niedlich.
Aber ein Mädchen bin ich durch und durch. Denn wenn es glitzert, dann schreie ich schnell Hurra und muss entwas uuuunbedingt haben. 



Der Stoff hatte also den gewissen Haben- Wollen- Faktor gleich aufgedruckt. Die Beschaffenheit des leichten Materials, der helle Farbton mit dem graphischen Muster finde ich ist wie geschaffen für eine schöne Bluse/ Tunika. Ich habe mich hier für das Schnittmuster "Barcelona" entschieden.
Ein schlichter Schnitt und dank verschiedener Ärmelvarianten sehr wandelbar. Ich habe auf Grund von Stoffknappheit (das kommt davon, wenn man nur 1,5m kauft und der Stoff nur 1,10m breit liegt) für die kürzeste Ärmelvariante entschieden.
Zur Tunika lässt sich an kühleren Tagen auch eine schöne Strickjacke/ Cardigan tragen.



Leider musst auf Grund der Witterungsverhältnisse und des grauen Himmels die Fotos dieses Mal drinnnen entstehen. Mag ich ja so garnicht und doch wollte ich euch die Tunika gerne im getragenen Zustand zeigen.



Nun gut, sie mag zur Zeit nicht ganz so optimal sitzen, wie ich es vielleicht gerne hätte. Aber da ist halt jetzt ein kleiner Bauch im Weg, der gerne da sein darf. Im kommenden Sommer wird er längst gewichen sein und dann passt die Tunika auch wieder wunderbar luftig und lässig. Wie bereits vor einigen Monaten als ich sie genäht habe.


Apropos genäht: Innen habe ich beinahe alle Nähte mit französischen Nähten genäht. So ist auch innen immer ein schöner Abschluss gegeben. 




Alles Liebe

Judith

Infos:
Stoff- Kokka Double Gauze "Monochrome"
Schnitt- "Barcelona" von Pech & Schwefel, genäht in Größe 38
verlinkt zu- RUMS, MMM, Farbengespieltes

Mittwoch, 25. Oktober 2017

(Kleidung) "Kleiderliebe" in Art Gallery Jersey

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Wie ihr ja wisst, tu ich mich mit der Verarbeitung von Jerseystoffen schwer. Wieviel muss ich ziehen und wann lasse ich das mit dem Dehnen der Stoffe. Alles garnicht so leicht. Hinzu kam, dass ich bei der Auswahl von Bekleidungsstoffen für mich extrem wählerisch bin.
Ich mag es nicht kunterbunt, okay bei Patchworkstoffen darfs auch gerne mal ein wenig Farben sein, aber bei Kleidung setze ich einen strengeren Maßstab.Vor einigen Jahren hatte ich zudem den Eindruck, dass "erwachsene" moderne Stoffe schwer zu bekommen waren.



Dann kamen irgendwann die schönen Designs aus dem Hause Art Gallery fabrics endlich als Knits (so heißt Jerseystoff in Englisch) auf den Markt. Zu jeder Kollektion gibt es inzwischen immer Muster, welche in der Kollektion auf Webware erscheinen und auch auf Jersey.
Neben den Mustern der Stoffe begeistert mich außerdem, dass Art Gallery fabrics auch hier seinem Motto treu bleibt - "feel the difference"-. Die Stoffe sind butterweich, lassen sich unglaublich schön verarbeiten und auch nach mehrfachem Tragen bilden sich an Reibungsstellen keine unschönen Knötchen, denn verbleicht der Stoff in kürzester Zeit.



Um das Muster "Lotus Beats Passion" aus der Kollektion "Happy Home" von Caroline Hulse (Sew Caroline) bin ich schon eine ganze Weile herumgeschlichen. Ich war bei Myo Stoffe und habe ihn gestreichelt und immer wieder im Online Shop angeguckt, ob er denn noch da ist. Verrückt.



Nun ja und als ich durch Zufall wieder ein tolles Kleider- Beispiel des Schnittes "Out and about Dress" von Caroline gesehen hatte, war klar, wofür ich den Stoff haben musste. Ein Kleid sollte her. Ja, komisch aber wahr- bei Jerseystoffen kaufe ich projektorientiert.
Und während ich so auf meine Stofflieferung wartete, sah ich bei irgendeiner RUMS- Verlinkung ein Beispiel des Schnittes "Kleiderliebe" von Jojolino. Beide Schnitte sind sich sehr ähnlich.
Immer diese Qual der Wahl. Schlussendlich habe ich mich für das deutsche Schnittmuster entschieden, denn mir gefallen die leicht gerafften Ärmel so gut, außerdem wird der Ausschnitt mit einem Beleg gearbeitet und es gibt Eingriffstaschen. Klingt sehr machbar für einen Selten- mit- Jerseynäher wie mich.



Ich möchte erwähnen, dass ich in den letzten Jahren immer mal wieder einen kleinen Jerseyversuch unternommen habe, allein schon um meine Fähigkeiten und Fertigkeiten diesbezüglich auszubauen. Vor allem sind dabei kleine Projekte für die Babys von Freunden von der Maschine gehüpft. Neben Art Gallery Jersey verwende ich gerne die festen und schwereren Stoffe von Nosh, sowie Lillestoff und Birch.



Aber kommen wir zurück zur "Kleiderliebe". Das Schnittmuster ist so klasse aufgebaut und auch für mich als wenig- Jersey- Näher super zu nähen. Das Rockteil wird  aus zwei Rechtecken genäht und wie der Rock seine Raffung bekommt, damit er passgenau ans Oberteil geht, finde ich sagenhaft easy und gelungen. Gut, ihr regelmäßigen Jerseynäher seid da sicher wesentlich geübter und wisst das ohne, dass es in einem Schnittmuster dazu einen ettra Trick geben muss.



Ich bin vom Schnittmuster so begeistert, dass bereits in der Zwischenzeit eine zweite "Kleiderliebe" von der Maschine gehüpft ist. Nun ja ich muss mich noch an Beleg und Saumabschluss machen. Aber es hat Freude gemacht und ging flott. Dafür glitzert mein Boden und Esstisch immernoch. Ich weiß garnicht wie oft ich inzwischen gewischt und gesaugt habe. Im November zeige ich euch dann die glitzernde Variante.

Alles Liebe

Judith

Schnitt: "Kleiderliebe" von Jojolino, genäht in Größe 38
Stoff: "Lotus Beats Passion" aus der Kollektion "Happy Home" von Caroline Hulse für Art Gallery fabrics über Myo Stoffe
verlinkt zu: MMM, RUMS

Mittwoch, 27. September 2017

(Kleidung) Mantel Bordeaux trifft Rostgelb

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Die Herbstsonne lacht vom Himmel, geerade so als wolle sie uns mit ihrem Licht versöhnlich stimmen, nach den grauen Regentagen in den letzten Wochen.
Doch die Luft ist und bleibt herbstlich. Also wird es Zeit eine leichte Jacke, einen Mantel überzuwerfen.
Wie gut, dass mich schon der Herbst 2016 für einen senfgelben Mantel begeistert hat. Solange gibt es den Mantel, welchen ich euch heute vorstelle bereits im selbstgenähten Kleiderrepertoir. Das Schnittmuster "Bordeaux" von Pech und Schwefel gefiel mir mit seinem interessanten Schnitt damals so gut. Den Wollwalk fand ich dann wie zufällig im Shop der Pech und Schwefel- Schwester "alles fuer Selbermacher".



Und auch, wenn der ein oder anderen jetzt der Blick auf den Mantel nicht neu vorkommt (es gab ihn im vergangenen Oktober auf Instagram zu sehen), so habe ich es trotzdem nicht geschafft ihn ein wenig ausführlicher hier vorzustellen.
Senffarben ist er für mich der Inbegriff des Herbstes. Das leuchtende Laub, die warmen Sonnenstrahlen welche die Tautropfen auf den Spinnennetztes glitzern lässt und eine große Portion warmes sattes Strahlen. Das alles musste einfach in ein herbstliches Outfit. 



Der Mantel war mehr oder weniger schnell genäht. Denn er braucht auf Grund der Materialmöglichkeiten kein Futter. Meine Bernina hatte mit den Lagen des Wollwalks ihre Mühe. Dem Obertransportfuß sei Dank hat alles problemlos geklappt. Genäht habe ich mit einem elastischen Zick-Zackstich und einem Polyestergarn in passendem Senfgelb.



Beim Anbringen des Verschlußes hab ich mich ein wenig vermessen, so dass ich da schon seit einer Weile eigentlich die Korrektur machen will. Aber offen getragen ist es ja auch egal, wie tief oder hoch der Verschlussknopf angebracht ist.



Am Schnitt gefällt mir diese körperumschmeichelnde Form. Er fällt lässig sportlich, aber durch die asymmetrisch zulauffenden Zipfel vorne hat es doch etwas Feines, Weibliches. Ebenso der etwas andere Kragen. Sollte es doch mal zu kalt am Morgen sein, um den Mantel "pur" über dem Pullover zu tragen (Wollwalk ist nicht der Stoff für wirklich kalte Morgende nahe dem Gefrierpunkt), so biete die Weite des Mantels genug Platz für eine darunter getragene Fleecejacke.



Ich mag Jacken und Mäntel gerne mit Taschen. Nur aufgesetzte Taschen sehen je nch Position nicht aus und tragen auf. Bei diesem Modell bin ich aber glüklich und freue mich die Hände nebst ein paar Kastanien in den Taschen verschwinden lassen zu können.

Und was tragt ihr gerne im Herbst?

Alles Liebe

Judith

verlinkt zu: Farbenspiel,  MeMadeMittwoch, RUMS, 

Mittwoch, 30. August 2017

(Kleidung)- ein bunter Sommerrock und eine Buchvorstellung

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich vor einer ganzen Weile angefangen habe mich an Kleidung zu wagen. Julias tolle Kombinationen waren ein wahrer Ansporn für mich, doch endgültig überzeugt und ausreichend Mut gab mir das Buch "Liebe auf den ersten Stich" von Tilly Walnes, auf deutsch,  erschienen im EMF Verlag.   
Tily Walnes steckt hinter dem britischen Schnittmusterlabel Tilly and the Buttons, vielleicht habt ihr bei Selmin von tweet&greet schon einige Schnitte von ihr gesehen. Anderfalls ist der Besuch der Website und die inspirirenden Bilder der großen Auswahl an modernen Schnitten auf Instagram sehr empfehlenswert. Ganz brandaktuell und aus persönlichem Anlass hat Tily mit ihrem Team zwei Bestseller als Schwangerschaftsschnitte auf den Markt gebracht.


Mehr zum Buch

Das Buch nimmt einen mit, Schritt für Schritt zu verstehen, wie Kleidung entsteht. Angefangen wird ganz grundsolide mit einem Halstuch. Gefolgt von einer Pyjamahose. Um sich dann im Schwierigkeitsgrad zu steigern... bis zu(m) Kleid(ern). Was mich neben der tollen bebilderten einzelnen Schritten und speziellen Techniken bei den unterschiedlichen Kleidungsstücken begeistert hat, ist das alle Kleidungsstücke im Buch aus Webware genäht werden. Ziemlich oft, bzw. immer kann Quilting Cotton und Double Gauze verwende werden. Na, wenn das nicht die Gelegenheit bietet viele Meter Stoff aus dem Schrank zu bekommen....


Die richtige Größe finden


Das Thema Größen finde ich bei diesem Buch sehr durchdacht. Es gibt Größen in der Zahlenfolge 1 bis 8. Um die passende Größe zu ermitteln, gilt es bei jedem Schnittmuster Maß zu nehmen und die passende Größe zu finden. So wird dem Fehler des "ach meine Konfektionsgröße wird schon passen" hervorragend vorgebeugt.
Auch wenn dabei ein wenig Zeit ins Land geht, bevor man wirklich mit dem Nähen/ Zuschneiden der Schnittteile beginnen kann, so ist man nach genauem Messen hinterher mit einem neuen passenden Kleidungsstück gesegnet.
Außerdem gefällt mir die praktische Aufbewahrung der Schnittmusterbögen in der hinteren Klappe des Buches.

Der Rock "Clemence"

Nun ja, da ich schonmal eine Pyjamahose genäht habe, habe ich mich gleich an den Rock Clemence gewagt. Der Schnitt hat mich einfach so angelacht. Der passende Stoff wartet schon seit zwei, vielleicht auch drei Jahren darauf, dass ich ihn für diesen Zweck verwende. Ein glockiger Rock, der dank Stoff und Schnitt an die Sechziger Jahre erinnern soll.


Der große florale Print meines ausgewählten Stoffes ist herrlich vielfältig und lässt sich wunderbar mit allerhand Farben kombinieren. So passen die unterschiedlichsten unifarbenen Oberteile zum bunten und aufregenden Rock.
Ich mag es nicht so sehr, viele Muster miteinander zu mischen. Besonders in dem Fall, wo schon eine ganze Reihe Farben und Unruhe durch den Rock gegeben sind. Da greife ich lieber auf wechselnde unifarbene Oberbekleidungsstücke zurück. Diese können gleichzeitig die Farben des Rockes hervorheben und gleichzeitig den Blick beruhigen.


Fotografiert habe ich ihn am schwülsten Tag in Köln bereits im Juni, beim Bilder machen bin ich bald eingegangen, weshalb es auch nur Bilder des Rocks als Detail gibt...
Genäht hab ich bei milderem Wetter und habe auch hier, damit innen nichts fusselt, sch auflöst auf die französische naht gesetzt. Diese wird im Buch ebenfalls prima beschrieben. 


Nächste Kleidungsprojekte und Erkenntnisse

Nach dem Rock weiß ich ein wenig mehr übers Röcke nähen. Zum Beispiel, dass man nicht über die Raffung bügelt, da sie sonst zusammen fällt.
Eine ganz persönliche Erfahrung- mit dem nahtverdeckten Reißverschluss- das übe ich nochmal. Vielleicht gönne ich mir wirklich den tollen Nähmaschinenfuß für "nahtverdeckte Reißverschlüsse" für meine Bernina....da ich bereits ein zweites Projekt aus dem Buch angefangen hier liegen habe (kommt dann im November) und auch dort ein nahtverdeckter Reißverschluss verarbeitet wird, eine sinnvolle Investition.

Mit diesem Rock habe ich den vierten Monat in Folge ein Kleidungstück zum Farbenspiel beigetragen. Und was soll ich sagen? Es macht mir wahnsinnig viel Spaß. Im Kopf rattert es schon, was ich wohl im kommenden Monat zeigen könnte.

Bis dahin habt noch ein paar schöne Sommertage

Judith

verlinkt zu: RUMS
Stoff: "Botanical" von Snow Leopard für free Spirit- bei "Fabric chicks" noch erhältlich