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Ich hätte es selber ja nie zu glauben gewagt, dass die Overlock bei mir mal so oft und viel zum Einsatz kommen würde wie in den letzten 12 Monaten. Seit dem Farbenspiel sind so viele Kleidungsstücke für mich entstanden, bei denen ich so dankbar bin und wahr, dass ich flugs, versäubern und nähen mit der Overlock in einem Schritt "abfrühstücken" konnte. Kein Kleidungsstück lag lange und hätte in meine Ufoliste aufgenommen werden können.
Und dann kam der Mini dazu und mein Wunsch ihm auch ein wenig Kleidung zu nähen, sowie die viiiiieeeeelen kleinen Bauchbewohner bei Freunden, für die ich auch gerne mal hier und da was Elastisches- sei es auch nur ein Mützchen und ein Halstuch- nähen wollte. Mit meiner vor sechs Jahren gekauften W6 454 merkte ich schnell, dass ich inzwischen einen anderen Anspruch an mein Nähgerät habe.
Spätestens seit ich eine Bernina (350 PE) als übliche Nähmaschine mein Eigen nenne. Ich möchte ein ruhiges Gerät, das souverän und gleichmäßig seine Dienste tut, dessen Einzelteile eine gewisse Haptik und Qualität aufweist und nicht beim ersten Knubbel mehrerer Nähte aufgibt oder Stiche auslässt oder mich mit einem unzufriedenen Ergebnis zurück lässt. Leise sollte sie zudem sein, übersichtlich in der Einfädelung, gerade bei Overlocks ist das ja so eine Sache und das Stichbild passend.
Auf der anderen Seite muss ich finanztechnisch (Elterngeld sei Dank, wir sparen jetzt) gut abwägen, was ich ausgeben kann und möchte und trotzdem kann/ kommt ein Sparen am falschen Ende ganz sicher nicht in Frage. Sie soll mir über Jahre hinweg gute Dienste leisten, denn sicher kommt mit Kind auch das ein oder andere Kleidungs- und Karnevalsstück mehr hinzu.
Nun ja, da ich nicht die große Erfahrungsbreite an der Bekleidungsfront habe, ist es immer schwierig zu entscheiden, was man denn wirklich braucht. Natürlich kam schnell der Gedanke, auch in diesem Nähsegment ohne große Überlegung auf eine Bernina umzusteigen. Viele jahrelange Bernina- Overlockmaschinennutzerinnen schwören auf ihr Arbeitsgerät und in den vielen Pattydoo- Videos hat mich das Stichbild und Nahtergebnis (gut das ist nur ein Video) der Bernina 800DL immer sehr angesprochen.
Wie gut, dass
Barbara im Winter 2016 (oh Gott, ist das echt schon so lange her???) ausführlich über unterschiedliche Overlockmaschinentypen informierte und klare Vor- und Nachteile darlegte.
So hätte ich bis dato niemals gewusst, dass bisher Juki für Bernina die Overlocksparte herstellte und das eine
Juki MO 114D baugleich mit der aus den Videos bekannten Bernina 800DL, letztere aber nicht mehr gebaut wird. Da brauchte ich dann nicht lange überlegen, in welche Maschine ich gerne investieren wollte. Preislich liegen zwischen Juki und Bernina aber je nach Modell Welten.
Wie der Zufall es so wollte, gab es beim
Nähpark die entsprechende Maschine als gebrauchtes Modell zu erwerben. Da ich vor einer Weile ein wenig Support für meine Bernina nötig hatte und man mir telefonisch derart kompetent und schnell helfen konnte und das Gerät entgegen anderer Meinung garnicht eingeschickt werden musste (Gott sei Dank), kann ich auch hier nur Barbaras Begeisterung für den Nähpark teilen und ich hatte überhaupt keine Bedenken bei diesem Unternehmen ein gebrauchtes Modell zu erwerben. Zusätzlich beflügelt wurde diese Entscheidung mit der Einsparung von guten 200 Euro zu einem neuen Gerät.
Ich bin immer ein bisschen wie ein Kind an Weihnachten. Wenn ich etwas neu erwerbe, okay Stoffe zählen hier nicht, muss es sogleich auf Herz und Nieren geprüft und ausprobiert werden. Wie gut, dass ich ein paar Teile fertig zugeschnitten hier liegen hatte, die nur darauf warteten zusammengenäht zu werden. Einfach
e Overlocknähte auf Jersey quasi für die Proberunde. Und die richtigen Bilder dieser Probekleidungsstücke und weiteren Ergebnissen gibt es übrigens auch noch diesen Monat hier....
Und wie ist sie jetzt? werdet ihr euch fragen...
Im Vergleich zu meiner bisherigen Overlock gibt es sich gewichtstechnisch nicht viel- die W6 wiegt 6,6kg, bei der Juki sind es nun 7 kg. Bei anderen Features ist das anders- für die Juki gibt es einiges an Zubehör zu erwerben, etwa andere Nähfüße, die Snap-on Nähfußvariante macht es möglich. Die Geräuschkulisse ist ein himmelweiter Unterschied, so schön leise surrt die Juki und macht traumhafte Nähte. Durch die vier Saugnäpfe an den "Füßen" steht sie deutlich sicherer und ruhiger. Wackelt auch nicht wenn ich mal ordentlich aufs Gas trete und treffen einmal ein paar mehr Nähte oder dickere Stofflagen aufeinander dann geht sie mühelos darüber hinweg. So mag ich das, wirklich Berninaqualität made by Juki. Ihr merkt schon, ich bin suuuper zufrieden und habe inzwischen eine Liste kommender Nähprojekte aus dem Bekleidungssegment auf meine Nähwunschliste geschrieben.
Eine Frage/ Sache mag ich in nächster Zeit noch in Angriff nehmen- die Sache mit dem optimalen Overlockgarn. Bisher verwendete ich die Overlockgarne von Alterfil, eigentlich dachte ich, dass das eine gute Wahl sei, doch wenn auf den Nähten Spannung war, dann drückten sie sich unschön ausseinander. Wie der Zufall es mal wieder wollte, machte der Nähpark- ja man könnte das hier durchaus unter einem Werbepost verstehen, ABER Erfahrung macht Zufrieden und man vertraut schnell auch bei neuen Wegen, auf seinem Instagramaccount auf ein neues MiniKing Garn von Gütermann aufmerksam, was sowohl in der Nadel der Overlock als auch im Greifer verwendet werden kann. Das habe ich dann flugs bestellt und finde es wirklich toll. Der Faden ist sehr dünn, glänzt wunderbar und macht klasse glatte Nähte, keine durchdrückenden Nähte bei Spannung. Gibt es weitere Empfehlungen an der Overlockgarnfront von euch? Ich probiere mich gerne weiter durch.
Alles Liebe
Judith