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Donnerstag, 23. April 2020

(Patchwork & Quilting) ein Hoch auf den zweiten Versuch

Hallo ihr Lieben,

es begab sich zu der Zeit, dass ich den Plan schmiedete für ein Geburtstagskind in der Familie zum 18. Geburtstag einen Quilt zu nähen... Diese Idee hatte ich vergangenen November.
Der Plan: Ein Scrappy Mini Charm Quilt mit Plus Signs.

Die vorgebenen Farben waren verschiedenes Grau, Schwarz und Rot... öhm joar Rot...das sucht sich hier vergebens und wenn ist es wenig männertauglich. Also habe ich meine Beemädels der Colorbee um Stoffspenden gebeten.
Sofort wurde mir umfangreich und vielfältig geholfen und ich fing an die Stoffe auf Quilters Grid in ein schönes Layout zu bringen, der Plan war dieses Muster in einen Hintergrundstoff einzusetzen, quasi als Effekt...

Nun ja, ich war fertig, alle Teile ausgelegt, angebügelt und zu einem Teil zusammengesteppt... ich begann das Stück in den Hintergrundstoff einzusetzen. Natürlich hatte ich daran gedacht den Hintergrundstoff auch im Scrappy Muster aufzunehmen, damit es sich gut einfügen würde....
Nun ja, schnell stand fest, dass das Ergebnis zum , entschuldigt bitte, KOTZEN aussah. Eher hingehunzt, denn mit Liebe geplant. Manchmal irrt man halt und die Vorstellung im Kopf sieht in der Relalität eben nicht mehr so berauschend wunderschön aus.





Also kurz ein paar Tage geflucht und im Selbstmitleid gebadet ABER der Plan eines Quilts, den wollte ich schon doch umsetzen. Wie gut, dass ich noch nicht alle mir gespendeten roten Stoffe verarbeitet bzw zerschnitten hatte. Die liebe Ulli @feinesstöffchen hatte mir Stücke bei voller Stoffbreite geschickt. Ach was bin ich dafür dankbar und wie glücklich, denn sie passten einfach zu perfekt ins neue Projekt.

Schnell noch ein paar gut gehütete Schätzchen mit Buchstaben, Zahlen in schwarz und weiß, nebst Solids in Weiß und Grau dazu und zack stand das Farbschema. Der Plan dieses Mal: ein Jellyroll Race/ Lasagnequilt. Erstmal zugeschnitten ist dies eine wunderbar dankbare übersichtliche Quiltarbeit.



Am Osterwochenende habe ich mir endlich einen Ruck gegeben und habe mit dem Nähen begonnen. Geht etwas vorher gründlich in die Hose, hat man ja schon ein bisschen Bammel erneut einen Griff ins Klo zu machen. Aber ich wurde für meine Geduld belohnt und es entstand ein wunderschönes Quilttop... es hätte viele neue Besitzer(innen) gefunden.
Schnell das Binding dran und nach drei Tagen Arbeit war der QUilt fertig und konnte MIT ABSTAND übergeben werden. 
Ich glaube der Beschenkte hat sich gefreut. Zumindest hoffe ich es sehr, denn die Mühe war es mir für ihn mehr als wert.



Das gepatchte Top aus dem ersten Versuch wird natürlich aufgehoben und findet wohl früher oder später seine Bestimmung als Babyquilt, gekugelt wird hier überall. 

Habt ihr das auch schonmal gehabt, dass eure Quiltpläne im Kopf nicht mit der Realität vereinbar waren? Wie löst ihr sowas? 

Alles Liebe

Judith

Montag, 27. Mai 2019

(Leben allgemein) Erinnerungen- der Zahn der Zeit

Hallo,

schon lange haben wir uns hier nicht mehr gelesen und dann habe ich heute mal keinen Quilt für euch, kein Tutorial. Heute wird es ein wenig persönlicher. Ich merke in letzter Zeit, dass zu meinem Leben hier mehr gehört. Daher heute mal wieder ein wenig was mit Tiefgang. Ich freue mich, wenn ich trotzdem bleiben mögt und wie immer freue ich mich über eure Meinung, Gedanken, Ideen und was ihr mir sonst immer so in den Kommentaren zu sagen habt.


Ein neues Kapitel- ein Leben voller Gefühle

Mit einem Umzug kommen, ob man es nun will oder nicht, bei der Durchsicht all der Sachen, die man so anhäuft auch viel Erinnerungen hoch.Letzte Woche habe ich eine Kiste Bilder durchgesehen und mit so vielen davon sind besondere Erinnerungen verknüpft.
Eine Freizeit im Münsterland, die Abschlußfahrt nach Berlin und Kurfahrt nach Paris, die WM 2006 und die drei folgenden Jahre.... so viel Erlebt!

Jetzt als Mutter habe ich das Gefühl alles ein wenig ordnen zu müssen und zu wollen. Denn irgendwann wird auch mein kleiner Märzjunge in dieses Alter kommen, wo er im Nachhinein vllt sagt: Gut war's nicht, aber geil.
Bevor ich meinen Mann vor bald zehn Jahren kennen und lieben lernte, hatte ich auch schon ein kleines Weilchen Leben hinter mir. Viel Zeit die mich geprägt hat. Nicht auf alles, was ich in den zehn Jahren von 14 bis 24 gelebt und erlebt habe, würde ich heute voller Stolz zurück schauen.

Doch die Mehrzahl der Erinnerungen ist schön und ohne diese Erfahrungen wäre ich dann heute die, die ich bin? Sicherlich kaum und möglicherweise wäre ich einen anderen Weg gegangen. 

Neben dem Weg sind es auch die Personen, mit denen ich gewisse Lebensabschnitte begangen habe. Zugegeben hab ich zu den allerwenigsten noch Kontakt, man hat sich aus den Augen verloren. Die Zeit der Pubertät, Ausbildung und sich einfinden als junger Mensch ins Berufsleben, sehr viele Umbrüche und Herausforderungen und das Leben gehen plötzlich getrennte Wege. 

Immer wieder gab/gibt es Momente im Alltag, wo mir der ein oder andere in den Sinn kommt. Da sind Geburtstage, die ich einfach nie vergesse und in Gedanken alles Liebe zum Geburtstag wünsche. Da schaue ich einen Film/eine Serie und trinke den x-ten Kaffee, sehe ich ein Bild, lese ein Buch über ein bestimmtes Thema und muss innerlich schmunzeln.
Momente, welche in Fotos festgehalten wurden bringen üblicherweise die meisten Erinnerungen zutage. Bilder erzählen Geschichten und lösen Gefühle aus.
Bei mir ist es nicht zuletzt oft das Gefühl gerne zu wissen, wo sie heute im Leben stehen. Wohin es sie verschlagen hat. Wie leben sie heute? Sind sie den Weg gegangen, den sie sich vorgestellt haben, bevor sich unsere Wege trennten?

Schnell stellt sich mir die Frage:
Darf man zweifeln an seiner Entscheidung von damals? Darf man Sehnsucht nach der gemeinsamen Zeit verspüren?  Sollte man nicht alles wieder aufleben lassen?

Ich scheine in solchen Fragen absolut der falsche "Experte" zu sein. Ist es das Gefühl des Kontrollverlusts, da ich nicht absehen kann wohin der Weg geht? Aber wie gerne sage ich anderen "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?"- aber warum gilt das nicht für mich. 
Für meinen Mann habe ich aus Liebe viel gewagt und es nicht einen Moment hinterfragt oder in Frage gestellt. Die Entscheidung war so klar. Warum habe ich diese Entscheidung nicht für andere Menschen getroffen, als es so sehr gewünscht war. Möglicherweise war es nicht die richtige Zeit zum richtigen Ort... für mich. 

Heute möchte ich die Dinge, Erinnerungen ins Reine bringen und gerne auch mit den dazugehörigen Menschen und daher bitte ich DICH, wenn DU das liest und ein Mensch von "früher" bist, dann sag mal Piep und lass mir doch eine Möglichkeit da um den Kontakt zu DIR aufzunehmen und gemeinsam bei einem Kaffee zu erinnern. 

Und an alle anderen lieben Leser, Freunde, Familie, ich freue mich über eure Meinung, Ideen, Anregungen zu dem Thema. Wie geht es euch? Kennt ihr das, was ich schilder? Oder haltet ihr gut Kontakte auch über Jahre und Unwegsamkeiten hinweg? 

Alles Liebe 

Judith


Donnerstag, 12. Juli 2018

(Allgemein) Oasen im Babyalltag

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

In den letzten Wochen wurde ich unzählige Male gefragt: Wie schafft Du das bloß alles? Du bist ja so produktiv!- Da muss ich dann immer wieder klarstellen, dass ich garnichts schaffe bzw. schaffen will, geschweige denn produktiv sein.



Für mich hat das Nähen und Entstehen in kleinen Schritten einen ganz anderen Faktor: Kostbare freie (wenn oft auch sehr kurze) Zeit NUR für mich.
In den ersten Wochen nach der Geburt war daran noch garnicht zu denken, ich war platt, ausgelaugt, musste die Geburt verarbeiten und der Schlafmangel, der schafft mich heute noch regelmäßig... die Mütter unter euch Leserinnen, wissen wovon ich spreche. Mit jeder weiteren Woche mit Baby merkte ich aber, dass mir in meiner glücklichen, übermüdeten, hormongebeutelten Welt etwas fehlte- Zeit zum Luft holen, nervlich auftanken. Das es anstrengend werden würde, dass man zu nichts kommen würde und man sich bitte keine Ziele in den ersten Zeiten setzen sollte, ja das hatten mir viele gesagt. Aber wie hart es manchmal kommen kann, kann man erst empfinden, wenn man es am eigenen Leib erfährt.



Als ich begann zu realisieren, dass mir etwas fehlte, dachte ich ja noch "was biste bekloppt, so ist das eben als Mami..." und dachte ich muss das einfach so hinnehmen und da durch. Merkte aber, dass ich mit jedem Tag des Aushaltens und Hinnehmens unglücklicher wurde. Auch mit vielen helfenden Händen, die sich anboten mit dem Märzjungen eine Runde um den Block zu schieben, damit ich den Haushalt machen konnte, wurde ich nicht zufriedener... denn dann schrie er abends umso mehr (vllt zu viele verschiedene helfende Hände?)  und zweitens wollte ich keine Freizeit für den Haushalt sondern für MICH bitteschön!



So nach sieben Wochen Mama sein hatte ich mich an meinen neuen "Rhythmus" gewöhnt, wir uns ausreichend kennengelernt und der Märzjunge geht seit dem (Klopf auf Holz) fast immer brav gegen sieben Uhr abends ins Bett, mal mit mehr Getöse, mal ganz friedlich nach einer Überdosis Muttermilch oder einem entspannten Bad. Und ich begann mir triumphieren meine Nähsachen hervorzuholen, zu Beginn noch zaghaft, weil mir ja keiner sagen konnte, wie lange meine freie Zeit anhalten würde, aber mit der stetigen Verlässlichkeit, dass er mind. bis zehn/zwölf Uhr durchschlief, ergaben sich für mich zwei glückliche freie Stunden NUR FÜR MICH (warum nur zwei Stunden? Ich gehe aktuell danach ins Bett, um dem Schlafmangel ein wenig vorzubeugen).
Was macht mich glücklicher und ausgeglichener als das Streicheln von ein paar Stoffen, dem Schmökern in einer Quiltlektüre oder eben dem Surren der Nähmaschine. Wie gut, dass ich so viele unterschiedlich große Ufos beherrberge, da ergibt sich immer mal wieder ein anderes Projekt, bei welchem ich nicht bei Null anfange.
Die Abende kann ich euch sagen sind eine Wohltat für mein Seelenheil. Ich kann die Gedanken schweifen lassen und ganz schnell wieder zu Entspannung und Energie finden.

"My soul is fed with needle and thread"

So kommen hier und da ein paar Stiche an einem Projekt hinzu, mal schneide ich noch fehlende Streifen, doodle ein paar Quiltlinien auf Papier, oder ich probiere mich mal an ein wenig Babykleidung, aber immer ist es Zeit für mich, welche ich mir mit dem Projekt meiner Wahl füllen kann. Wie gut mir diese Stunden tun, hat auch der Lieblingsmann erkannt, nimmt, sobald er nach Hause kommt das Babyphone an sich, verschwindet nach einem Gespräch am PC oder leistet mir Netflixschauend vom Sofa aus Gesellschaft. Außerdem bringt er des öfteren ein paar Meter Stoff und passendes Lesematerial mit. Ist eben für alle Beteiligten das Beste, wenn eine Mutter ausgeglichen und zufrieden ist.



Möglicherweise fragen sich einige warum ich hier so ausführlich über diese Oasen schreibe. Ist schließlich jede selbst für ihr Glück verantwortlich. Ich habe in meiner kurzen Mamazeit nun bereits einiges gelernt und möchte andere ermutigen, die nach der Geburt des ersten Kindes vielleicht genauso ratlos, hilflos und unzufrieden da stehen.
Nehmt euch eure Auszeiten, zelebriert eure Oasen- sie stehen euch zu!!! Diese mögen am Anfang noch nicht planbar sein, aber sie sind da und die Chance sie zu ergreifen und für euch das Beste draus zu machen ist so kostbar und unglaublich wichtig.
Was eure Oasen sind, dass müsst ihr selber herausfinden, vielleicht lest ihr gerne, oder würdet zu gerne in der Badewanne untertauchen, eine Runde Spazieren gehen, euch von einer TV- Serie berieseln lassen, oder, oder, oder, oder ihr näht.

"Wenn ich gut gegessen habe, ist meine Seele stark und unerschütterlich; daran kann auch der schwerste Schicksalsschlag nichts ändern!"
- Molière-

Einzig, die Essensoase mag ich euch noch ans Herz legen.
Ich habe in den ersten Woche (als mein Mann wieder arbeiten musste) viel von TK- Fertigware und Kinderschokolade gelebt, es hat mich über den Tag gebracht, aber lecker war es durchaus nicht immer und gesund eben auch nicht, häufig eher fett. Spannt eure Familie/ Freunde ein, welche sich vorher groß gemeldet haben, dass sie etwas zu Essen kochen und vorbei bringen, ruft sie an, nehmt sie in die Verantwortung, dass erleichter ungemein, schmeckt gut und ist viel besser für die Seele, als all der Mist aus dem TK- Truhen der Supermärkte. Meine beste Freundin kam einige Tage nach der Entbindung, als wir wieder zu Hause waren und brachte einfach alles für ein herrliches Frühstück mit, Essen und Seele ausschütten und jemand haben, der das Baby schuckelt während man isst (ach ich könnte vor Dankbarkeit noch heulen) ist das größte Geschenk.
Wenn die frischgebackenen Großeltern das Essen bringen, müsste ihr nur auch geschlickt sein, sie wieder loszuwerden. Stolze Großeltern finden leider nicht unbedingt nach ein paar Stunden den Weg alleine wieder hinaus ;-).
Solltet ihr noch Zeit haben bis eure Bachzwerglein geboren werden, dann legt euch einen großen Vorrat selbstgekochter Lieblingsspeisen im Tiefkühler an. Ich hatte einige Portionen selbstgekochter Hühnersupper eingefroren und das war nicht nur einfach absolutes Soulfood, nein es schmeckte himmlisch und es tut auch noch was für die so notwendige Energie.

Das war also mal ein kleiner Ausflug aus der reinen Nähwelt ins Randgebiet eines Mamablogs!

Schön, dass ihr trotzdem vorbei geschaut habt!

Alles Liebe

Judith

Donnerstag, 1. März 2018

(Nähen) allerlei für (m)ein Baby aus Webware

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Das ich sehr gerne zur Geburt eines neuen Erdenbürgers Selbstgenähtes verschenke ist schon lange kein Geheimnis mehr und seit diesem Post *klick* wisst ihr auch ungefähr, was meine Freunde und ihre kleinen Lieblinge so erwartet.
Nun ist es aber so, dass ein eigener kleiner Erdenbürger diese Liste an Ideen und Projekten sprengt oder um soooo viele Wünsche erweitert. Da kommen ganz andere Wünsche, Bedürfnisse zusätzlich auf, was man doch gerne alles selber machen möchte. Meine Liste ist da keine Ausnahme. Heute mag ich euch die entstandenen Teile aus Webware vorstellen. Falls ihr den Beitrag zum Babyquilt und den Deko- und Nutzelementen fürs Kinderzimmer verpasst habt, dann bitte hier entlang *klick*.



Wie gut, dass der Webwarefunduns im Stoffschrank (zu) gut gefüllt ist und es einfach nur ans Schneiden, Nähen und Bügeln gehen muss. Den Anfang machte für meinen kleinen Bauchbewohner ein, vor Jahren in den USA, gekauftes Kit für die Cargo Duffle Bag von Noodlehead. Endlich war die Zeit gekommen für eine große Wickeltasche. Frau/ Mutter und vielleicht auch Vater braucht ja für einen längeren Ausflug mit dem kleinen Würmchen eine Tasche mit ausreichend Stauraum.
Die Cargo Duffle Bag ist da einfach wie gemacht und es gibt inzwischen einige Tutorials und Anleitungen, wie man die Tasche vergrößern, mit Futter und Innentaschen nähen kann. Eine schöne andere Farb- und Größenvariante findet ihr beispielsweise bei Barbara (und dort auch die entsprechenden Links).




Meine Stoffe sind allesamt Robert Kaufmanstoffe- sie waren alle im Nähkit enthalten und ich haben es gerade WEGEN der Stoffkombi damals mitgebracht. Nun wuchs in meinem Nähhirn beim Nähen dieser Tasche der Wunsch passendes Zubehör für die Mitnahme in dieser Tasche zu nähen. Gut, ihr könnt jetzt den Kopf schütteln, aber es ist wie es ist, ich habe einen leichten "Farbordnungszwang".

der Beißring ist nur eine hier vergessene "Leihgabe" vom Mini meiner besten Freundin, aber es passt hier so herrlich farblich ins Essemble

Genäht in passender Farbe habe ich dann beispielsweise diese Wickelunterlage, die Grundidee entstammt dem BerninaBlog und ist ein Beitrag von Janina. Ich finde es durchaus nützlich und praktisch das Kind beim Wickeln außer Haus auf eine eigene Unterlage zu legen. Natürlich lässt sich auch ein Schwung "Einmalunterlagen" beim Drogeriemarkt des Vertrauens kaufen, doch bin ich in dieser Hinsicht eher "Öko" oder schlicht umweltfreundlich gestrickt. Muss ja nicht alles immer gleich dem Müllproblem zugeführt werden. Handtücher/ 60° Wäsche fällt regelmäßig an, da fällt eine solche selbst genähte Wickelunterlage wohl kaum ins Gewicht. Außerdem ist sie noch schön..... passend zur Tasche...




Desweiteren wären da noch diese "Spucktücher"- aus sogenanntem Bubble Gauze (Serie "Sommer" von Sarah Jane), dass ich bereits im vorvergangenen Frühjahr bei Grete gekauft habe.
Ja, man kann das sicher günstiger haben, als meine Varianten hier, doch selber machen, macht einfach viel mehr Freude und so individuell mit selbstgemachtem Binding eingefasst, kann man sie dann doch eben nicht kaufen. Das war nämlich die ganze Zeit über mein Gedanke, wie ich den Stoff verarbeite, als Tücher mit schönem Patchworkstoff als Einfassung statt einfach umgeschlagen oder gekettelt. Zuerst schwebten mir vor sie als Halstücher zu verwenden, aber ich finde sie so, glaube ich, besser genutzt.
Insgesamt habe ich je einen halben Meter in weiß und hellgrau gekauft gehabt, dann gewaschen und beide Farben in zwei gleichgroße Rechtecke geschnitten. Es sind also keine riesigen Spucktücher geworden.



Ein sehr emotionales und persönliches Projekt ist dieser Stubenwagen. Denn er befindet sich schon seit Generationen in der Familie, es lagen schon meine Mutter, Tante, Onkels, Cousins darin. Das letzte Mal war er vor über zehn Jahren im Einsatz und hat seither sein Dasein auf dem Dachboden gefristet.
Irgendwie finde ich, ist es ein schönes Gefühl ihn nun wieder verwenden zu können. Alles an dem Wagen ist noch im Originalzustand... tja bis auf den Himmel, denn der war bereits vor über zehn Jahren erneuert worden, in gelblichen Stoffen mit ockerfarbenen Flecken. Nicht so meins und schon ein bisschen sehr aus der Mode. Meine Tante wollte das Teil schon der Rundablage zuführen, zum Glück haben wir uns darauf einigen können, dass ich den bisherigen Himmel zumindest noch als Vorlage für die neue Variante verwenden kann. An sich ist so ein Himmel kein Hexenwerk, doch Länge und Breite der Stoffe zu errechnen, nee das ist nicht so meine Welt. Auflegen und Maß nehmen dann schon eher.





Für den neuen Himmel habe ich meine letzten 1,5 Meter Lieblingsstoff "Menagerie Onyx" aus "Indian Summer" von Sarah Watson für Art Gallery fabrics verarbeitet. Dazu passte hervorragend ein Rest "Add Shade" aus Katarina Roccellas Kollektion "Imprint" ebenfalls für Art Gallery fabrics. Für das Lieblingskind habe ich also leichten (und doch schweren Herzens) meine Kostbarkeiten verarbeitet.
Zum Glück wurde der "Menagerie Onyx" nochmal neu aufgelegt, es gibt ihn als Webware und Jersey, da könnte ich mich ja nochmal eindecken....




Zuguterletzt darf natürlich auch hier keine selbstgenähte Untersuchungsheft- Hülle fehlen. Bei diesem Stoff war es quasi Liebe auf den zweiten Blick. Ich fand ihn niedlich wusste aber nicht wofür ich ihn verwenden wollte und dann hatte ich ihn beim Stoffe umräumen wieder in der Hand und wusste, dass er unsere Hülle werden soll. Die Anleitung ist von Nähte für Käthe und es ist direkt ein Fach für den Impfpass im Schnittmuster mit bedacht. 

Das ist also mein erster Schwung Selbstgenähtes- aus Webware für den Bauchmini... beizeiten werde ich euch dann meine neue Overlock und Selbstgenähtes für ihn aus Jersey zeigen!

Alles Liebe

Judith

verlinkt zu: SewMini, Freutag, 

Montag, 15. Januar 2018

(Quilting) Bookshelf- Quilt my first Finish in 2018

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Einer meiner Pläne für dieses Jahr ist es, mehr und mehr Quilts mit unterschiedlichen Quilt- Mustern auf meiner kleinen Bernina umzusetzen. Ja ich habe bereits vier Quilts auf einer Longarm gequiltet und das ist wahrlich ein riesiger Unterschied und macht eine Menge Freude, aber auch so gibt es Wege und Möglichkeiten neben einfachem Stippling und Straight Line Quilting einem Quilt durchs Quilting das gewisse Etwas zu geben.
Erste Übungsversuche auf Tischläufern und Kissenhüllen sind besonders hilfreich, gefolgt von Babyquilts. Denn beides bringt einfach nicht so eine riesige Stoffmenge mit, welche unter dem Arm der Maschine durchgequetscht werden will. Mit ein bisschen Übung an den kleineren Projekten, wird aber auch diese Stoffmenge mit der Zeit bezwingbar.


Aber kommen wir heute zu meinem ersten fertigen Quilt in 2018. Ich wollte natürlich für den kleinen Bauchzwerg einen Babyquilt machen. Gemeinsam mit dem Lieblingsmann- ja solche Entscheidungen treffe ich mit ihm gemeinsam, habe ich in Frage kommend Quilts betrachtet und Pattern gewälzt. Als mal wieder das Buch "Zen Chic Inspired" von Brigitte Heitland auf dem Sofatisch als Abendlektüre lag, hat der Mann geblättert und ihm gefiel der Bookshelfquilt so gut. Und ich wusste sofort, dass hier meine favorisierte Stoffserie zum Einsatz kommen konnte. Thicket von Gingiber für Moda.


Entgegen der Anleitung im Buch sind meine Buchrücken aus Jellyrollstreifen einer Junior- Jellyroll geschnitten, ansonsten habe ich mich aber an Brigittes Maße gehalten. Da aber ein Quilt aus Jellyrollstreifen eben nur halb so breit wird, habe ich die Sektionen A-L und N-X doppelt gearbeitet und spiegelverkehrt gegenüber zu einem langen Stück an den Mittelstreifen genäht. Versteht ihr was ich meine? Wer das Buch sein Eigen nennt, kann jetzt ja mal nachschlagen, um mir besser folgen zu können. Den anderen kann ich nur aus persönlicher Überzeugung empfehlen das Buch zu erwerben.





Dank der vielen "einfachen" geraden Nähte ist das Top schnell zusammengenäht, doch wie immer brauche ich ja so einen gewissen Lichtblick was das Quilting angeht.
Das Muster für meine Bookshelfquilt musste ich aber nicht selber erdenken. Brigitte war so lieb, nachdem sie hörte, dass ich ihn auf meiner Bernina quilten möchte, diesen Entwurf zu schicken und er gefällt mir so gut:

Ich habe die vielen diagonalen Streifen mit dem Walking foot gearbeitet, außerdem habe ich alle Linien vor dem Quilten mit Hilfe des wasserlöslichen Makierstiftes und im Abstand von 1" zueinander eingezeichnet.
Beim Free MotionTeil auf den "Buchrücken" habe ich aber ein wenig mehr Abwechslung und Fantasie rein gebracht. Hier ein bisschen Mäander, dann ZickZack, Pebbles, Orange Peels usw. damit bei manchem Muster der Abstand schön gleichmäßig und sauber daher kommt habe ich hier die Teile in gleichgroße Segmente unterteilt.




Neben der Möglichkeit hier auf kleinem Raum viele unterschiedliche Muster unterzubringen, ist das später auch für den Mini-Mann toll. Erste taktile Wahrnehmung; grobe und feine Stellen zu erfühlen macht Babys Freude. Jaaaaa, wenn die Mama ein pädagogischer Fuzi ist...



Passend zu der Jellyroll hatte ich mir damals bereits ein Charm Pack und den Panel mit den süßen Tieren aus der Serie zugelegt. Aus dem Charm Pack, bzw einem Teil davon ist bereits eine Wimpelkette und Sterne für das Mobilè entstanden.


Nun stehen auf meiner Nähliste für das Kinderzimmer als letztes noch passende Kissen. Dafür ist das Panel mit den Tieren gedacht und beim letzten Treffen mit den MCQs habe ich schonmal angefangen. Angelehnt ans "Log cabin"- Patchworkmuster habe ich die Tiere gerahmt. Fehlt noch eine letzte halbe Runde in weiß und die Kissenhüllen können fertig gestellt werden.

Alles Liebe

Judith

verlinkt zu: Modern Patch Monday, HoT, Creadienstag,
Stoffinfo: "Thicket" von Gingiber für Moda erhältlich bei Makini, außerdem passende Bella Solids von Moda in "Pistacchio", Terrain Cactus", "Mint" und "Apple" weißer Hintergrundstoff "White Bleached"
Rückseitenstoff "Papierflieger" von Stoff & Stil

Dienstag, 31. Oktober 2017

(Farbenspiel) Der Oktoberrückblick ! Ab jetzt wirds glitzern und blinken!

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Und schwups ist er vorbei - Tschüss Oktober du warst sehr kurzweilig.



"Chic in schlicht". neutrale Farben! Das war unser farbliches Thema für den Monat Oktober. Nicht jedermanns Thema und für manche eindeutig schwierig sich mit den schlichten Farben an sich zurecht zu finden.

Gerade aus diesem Grund und weil es durch und durch ihre "Farben" sind, war Martina von QuiltcollectionM diesen Monat unsere Gastbloggerin.



Bei Julia gab es diesen Monat zwei Taschen zum farblichen Thema, manch einer mag vielleicht vermisst haben, dass es auch bei ihr hoch her geht zum Farbenspiel, doch ich kann euch sagen, dass es bei ihr hinter den Kulissen hoch her geht. Von Nähfaulheit keine Spur. Ich durfte da so das ein oder andere probenähen und bin sehr gespannt, wann wir das Geheimnis lüften können.
Unbedingt zu erwähnen, gab es diesen Monat auch noch "Karl" bei Julia. Karl ist ein unglaublich toller Nähhelfer. Ich finde der gehört einfach zu einem Monatsrückblick. 



Ich habe mit der Planung des Farbenspiels einige Quilts "zurückgehalten" um sie euch gerade jetzt passend zum Thema präsentieren zu können. Löwe, Sternenkinderquilt und Beequilt, es waren ganze drei.



Ein bisschen Kleidung durfte auch diesen Monat wieder sein und das macht mir inzwischen als Häppchen zwischen der Arbeit an neuen und alten patchwork/quilt- Ufos einen riesigen Spass. So wird es auch im kommenden Monat sogar zwei (!!!) Kleidungsstücke zu zeigen geben.



Das war er also unser kleiner feiner schlichter Oktober. Ich muss zugeben, ich freue mich wie Bolle aufs kommende Monatsthema.



Denn ich gebe ganz offen und ohne umschweife zu- ich mag Glitzer, Glimmer, Bling- Bling, zwar nicht in Massen. Aber hier und da ein metallic- Effekt, da kann mein Herz schon vor Freude Purzelbäume schlagen. Das einigen von euch das ebenso geht, kann man an der Flut an Glittazipperpouches nach einem Pattern von Laura Zuckerguss bei Instagram sehen. Ich hab sogar schon ein solches Täschlein geschenkt bekommen (Danke Alex).



Also, ab morgen wird es glitzern und funkeln! Quasi vorgezogen Weihnachtsglitzerei!

Alles Liebe

Judith

Dienstag, 26. Juli 2016

(Quilting) Alt trifft neu- Clam Shell Quilt...

...Mit Hemdenstoff ins kurvenreiche Abenteuer...

Als ich im vergangenen Dezember endlich meine ersten Probekurvenschnitte mit dem Quick Curve Ruler gemacht habe, war ich schwer begeistert, wie leicht es damit ist Kurven zu schneiden, zu nähen und nachzuschneiden.

nach dem Quilten- vor dem zurecht schneiden

Im besagten Dezember waren wir bei Freunden zum Essen eingeladen. Ich zeigte Bilder der Probequilttops die mit dem MCQs entstanden waren und erzählt vom Vorhaben für eine großen Quilt ebenfalls Hemdenstoffe ins Projekt einfließen zu lassen.
Promt wurde ich mit vier Hemden beschenkt. Von gestreift über kariert, dunkel- bis hellblau war alles dabei.



Ich habe mich zuerst ans Verarbeiten der dunkelblau- weiß- karierten Hemden gemacht. Als ich so am Zusammenstellen war, stand schnell fest, dass ich die anderen Hemdenmuster nicht auch noch mit hineinmischen wollte. Es wäre mir einfach zu unruhig geworden.
Stattdessen habe ich den karierten Stoff mit grau und dunkelblauem Unistoff kombiniert, sowie einem beigen Stoff mit sehr feinen PlusSigns und einem Rest gepunktetem Denimstoff. Als Kontrast- Muscheln.



Die Idee zu einem breiten Rahmen ist aus der Not entstanden, denn das Muschellyaout reicht lediglich für eine Fläche von 1,42 x 1,52 m. Da war mir als Sofaquilt für zwei Personen einfach zu klein.






Es war eine schöne Aufgabe mal einen Quilt im herkömmlichen Grundsatz des Quilten und Patchworkens aus Kleidungsstoffen zu beginnen. Besonders habe ich mich auf dem Moment am vergangenen Sonntag gefreut, denn da hat der fertige Quilt den Besitzer gewechselt- an die Hemdenschenker. Sie lieben ihren neuen Quilt, das ist mir die Hauptsache.
Schön, wenn auf diesem Wege ausrangierte Kleidung (oder andere Stoffstücke) wieder mitten ins Leben der Besitzer wandern und eine neue Aufgabe erfüllen.

In diesem Sinne- Freude schenken ist das schönste. 

Habt's sommerlich

Judith  

verlinkt zu: Quilt Collection, HOT, Creadienstag, Modern Patch Monday

Montag, 23. Mai 2016

(Taschen) Sew together bag ...

... oder was lange währt, wird gut!


Endlich nach ewigem Hin- und Her, habe auch ich nun endlich eine Sew together bag. Den Schnitt mit Anleitung hatte ich bereits... nur irgendwie reichten eure zahlreichen traumhaften Beispiele nicht, mich an die Maschine zu bekommen, dann doch lieber einen aufwendigen Quilt...Ihr seht um eine Ausrede bin ich diesbezüglich nicht verlegen.


Schlußendlich war es dann Iris, die mich endlich dazu brachte mich aufzuraffen. Sie hatte die Idee, für alle die bereit waren sich die Anleitung zu kaufen bzw bereits besitzen und einfach nicht mit dem Nähen anfangen einen Kurs zu geben. Plötzlich war mein Eifer geweckt und bereits zwei Wochen vor Kursbeginn hatte ich meine Stoffe zusammen...





Wie euphorsiert habe ich dann während des Kurses festgestellt wie schnell doch die STB fertig wird und eine Zweite begonnen. Als Ostergeschenk für einen lieben Kollegen mit sehr kreativen Daumen.

Nun ja... seit Ostern sind schon wieder Wochen ins Land gegangen... aber inzwischen ist die "Männer"-STB auch fertig. Er wird sie als Geburtstagsgeschenk bekommen.





Besonders viel Spaß macht solch eine STB ja nicht nur, weil sie aus vielen simplen Schritten besteht, sondern auch, weil sich so herrlich unendlich viele Stoffe kombinieren lassen. Dazu die Spielerei mit vielen Reißverschlussmöglichkeiten.

Wieviele STB sind eurer Maschine bereits entsprungen? Oder seid ihr ebenso langsam wie ich?

Psssst... Haaaalt Stop, da hat sich oben still und leise ein Nadelkissen ins Bild geschummelt. Genäht hat es mir die liebe Mareike, hatte ich doch beinahe vergessen zu erwähnen. 

Liebe Grüße

Judith

Infos:
Meine Tasche: Außenstoff "Sewing Box" Gina Martin for Moda fabrics, Bella Solids in folgenden Farben; "Summer House Lime" (grün), "Lilac" (lila), "Peacock" (türkis), "Purple" (dunkellila), Reißverschlüße aus meinem Bestand

andere Tasche: Außenstoff A Stitch in time "Do we measure up" by Nurtex, quadratisch gemusterter Innenstoff "Distrikt" Erin McMorris für Free Spirit, Bindingstoff "Kira" von Stof, Seitenteile "Eiffel Tower" by Michael Miller, Reißverschlüsse orange von Alles- fuer- Selbermacher endlos, gelb aus meinem Bestand,

verlinkt zu: Modern patch monday, HOT, Link your Stuff,