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Donnerstag, 3. Dezember 2020

Auf einen Kaffee mit ... Christina @minervahuhn

 

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Christina und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 
Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!
 

Oh, ich nehme gerne eine schönen schwarzen Tee, gern Assam oder ne feine Ostfriesenmischung. Je nach Laune schwarz, mit Zucker und Zitrone - den Ostfriesen am liebsten “original mit Sahne und Kluntjes”. Im Netz bin ich seit ein paar Jahren als Minerva Huhn unterwegs. Im Offline- Leben kenne mich die meisten als
Im Netz bin ich seit ein paar Jahren als Minerva Huhn unterwegs. Im Offline-Leben kennen mich die meisten als Christina. 
 

 

Neben der Familie, der Arbeit (in einem Stoffgeschäft!) und dem Hobby Nähen kann ich mich noch für Bücher begeistern. 

Eine zeitlang jagte ich auch Bestzeiten im Laufen - auf “Turtlerunner Niveau”. 

Aber dieser Spaß hatte nach einem Allergieschub und einer Verletzung erst mal ein Ende. 

Wer weiß, was noch kommt. Ich würde tatsächlich sehr gern wieder mal einen Halbmarathon laufen. 

Aber noch ist das in weiter Ferne. Darüber hinaus organisiere ich den ein oder anderen Nähtreff.

Zum Beispiel das #wellnessnähen bzw. #näheninwesternohe. Oh, und #newbiebeegermany ist auch mein Baby.

 
 
Magst du erzählen woher/wie wir uns kennen?
 

Wie wohl die meisten, die hier schon mal gesessen haben: durch Instagram bzw. die Bloggerei. 

Wann genau das war, weiß ich gar nicht. Aber wir haben schon den ein oder anderen SWAP 

gemeinsam mitgemacht.

 
 

 
 
Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier?  Wie bist du selbst zum Patchworken/Quilten gekommen?
 

Ich liebe fremde Nähzimmer! Meist kann ich Inspiration für daheim mitnehmen. 

Und natürlich gefällt es mir, mich mit anderen in kreativer Umgebung über unser Hobby auszutauschen.

Zum Nähen kam ich nach einem Umzug in eine Gegend, die mir nicht so gut tat und - natürlich - durch die Kinder. 

Ich wollte was anderes als die damals aktuellen Hello Kätzchen!-Sachen für meine Mädels und ich wollte am Ende vom Tag

 ein Ergebnis, was länger sichtbar bleibt als ein geputztes Badezimmer. 

 


 

So langsam sind die Kinder den selbstgenähten Klamotten entwachsen, Kleidung für mich kann ich nicht - da war dann 

irgendwann der logische Schluß: Na gut, ich versuch es doch mal mit Patchwork. 

Aber erst, nachdem ich die ersten City Sampler nach Tula Pinks Anleitung gesehen hatte. 

Denn bis dahin waren Quilts diese furchtbaren braunrotgrünen Monsterwerke, wie man sie in alten, amerikanischen Filmen 

zu sehen kam und die jahrelang in deutschen Quiltgeschäften ausgestellt waren. 

 

Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?
 
Inspiration sammle ich durch gucken. Ich bin ein bekennender Instagram-Junkie - da komm ich leicht vom Hölzchen aufs Stöckchen. 
Aber auch beim Treffen mit Freunden oder in Büchern. Derzeit habe ich eine Skizze in der Schubladen, 
die ein paar “Bilder aus der Natur” in Stoff verwandeln sollen. Aber noch trau ich mich nicht. 
Sowas hab ich noch nie umgesetzt und ich hab ziemlich respekt davor, mich an neue Techniken zu wagen. 
Noch immer bin ich in der “Stil-Findungsphase”: https://minerva-huhn.de/floral-oder-graphisch-praline-oder-bunte-tuete/  




Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media- Kanälen? Schließlich möchten wir deine Werke in Augenschein nehmen und uns von dir inspirieren lassen!
 

Bei Instagram findet man mich hier https://www.instagram.com/minerva_huhn/ - und ja, 

einen Blog gibts auch: https://minerva-huhn.de/ Derzeit natürlich mit Inhalten rund um Patchwork/Quilten - 

aber ich hab die Beiträge “rund ums Laufen” und “Vegan ernähren” sichtbar gelassen, 

denn vielleicht inspiriert das die ein oder andere ja auch, selbst wenn ich derzeit beides nicht lebe(n kann). 

 

Jede Patchworkelfe,welche ich getroffen haben, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei dir anders ist...

Tool. Lieblingstool. Ich glaub, das ist vor allem meine Nähmaschine. Ohne die würde ich ja gar nicht nähen. 

Diese ganzen Teile per Hand? Das bekomme ich niemals annähernd so schön hin wie ich das haben will!





Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du gerne immer wieder nähst und arbeitest?
 
… diverse Rollschneider, Matten und Lineale dazu gesellt. Stecknadeln in unterschiedlichen Längen und Stärken. Bücher, Bücher, Fähnchen bei Instagram.  




Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeks- Produktion...
 

Der Klassiker: Gut gebügelt ist halb genäht. 

Darüber hinaus wünsche ich mir, ich könnte mehr “Done is better than perfect” - auf Deutsch und 

flapsig “mir doch egal, ich lass das jetzt so!” 

Es fällt mir so unsagbar schwer, etwas nicht (in meinen Augen) perfekt zu machen, daß viele Dinge 

in diversen Zwischenstadien bei mir wohnen, weil ich Angst habe, mit dem nächsten Schritt alles zu 

versauen. Nicht nachahmenswert.


Dennoch hab ich (fast) immer Freude am Patchworken und Quilten: es gibt so viele Wege, so viele Ideen, 

so viele Nischen - da hab ich fürs Leben ausgesorgt!


Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast vorbei zu schauen, ich würde mich freuen Dich zu einem bestimmten 

Thema, Tutorial oder ähnliches wieder bei mir begrüßen zu dürfen.  


Ich danke ebenso für die Einladung und freu mich, wenn wir es im echten Leben bald auf eine gemeinsame Tasse schaffen würden. 

 

 

Liebe Christina, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt.

Sonntag, 1. November 2020

Auf einen Kaffee mit .... Petra @petrahenrich2772

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Petra und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor. 

Hallo Judith, herzlichen Dank für deine Einladung zum Kaffee! Ich trinke meinen mit Milch und Süßstoff oder Zucker. Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen: ich bin Petra Henrich, verheiratet mit Ralf, Mama von drei erwachsenen Söhnen, Schwiegermama einer ganz lieben Schwiegertochter und oma von zwei Jungs und einem Mädchen. Zuhause bin ich in Daaden am Rand des Westerwaldes/Siegerlandes.


 


Die erste Begegnung mit Patchwork hatte ich vor etwa 25 bis 30 Jahren (kann es selbst kaum glauben) durch die Mutter einer Freundin meines Bruders. Wir hatten uns komplett aus den Augen verloren, bis sie sich vergangenes Jahr mit einem Quiltauftrag an mich wandte. Nähen verbindet bekanntlich. Damals habe ich mir ein deutsches Quiltbuch gekauft und Sitzkissen für unsere Küchenstühle genäht. Crystal Stars - mit Bleistift auf den Stoff gezeichnet und mit der Schere ausgeschnitten. Sie sind immer noch im Gebrauch. So richtig angefangen habe ich dann vor 18 Jahren mit einer Schneidematten/Rollschneider/Linealset und einen Jacobs Ladder Quilt für einen unserer Jungs gemacht.

Magst du erzählen woher/ wie wir uns kennen?

So richtig kennen wir uns persönlich noch nicht. Ich kann mich an zwei Begegnungen erinnern. Die erste war 2018 bei der Ausstellung der MCQ im Oberlandesgericht Köln und dann 2019 im Juni. Martina hatte mich eingeladen an einem Kurs der MCQ  mit Brigitte Heitland teilzunehmen, was mir sehr viel Freude gemacht hat. Virtuell kennen wir uns durch unsere Instagram Accounts. Da staune ich oft über deine Werke, besonders wie du das alles mit einem Kleinkind hinkriegst.

Wie fühlt es sich so an mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?

Dein virtuelles Nähzimmer fühlt sich super an, da ich es unter der Markise unseres Wohnmobils auf einem klasse Campingplatz in San Remo besuche.
Meine ersten Schritte im Patchwork habe ich vorhin schon beschrieben. Mit drei kleinen Kindern und ohne separates Nähzimmer war es damals für mich aber nicht dran. Der Entschluss richtig anzufangen kam durch den Wunsch meiner Mutter nach einem Bettüberwurf. Da uns die gewöhnlichen Decken aus dem Handel nicht gefielen, wandten wir uns an eine Bekannte, die ihre Patchworkwerke auch verkauft. Das war für mich der Auslöser endlich selbst anzufangen. Die Stoffe habe ich damals fast ausschließlich in Freudenberg bei Patch-n-Quilt gekauft. Die Beratung von Christina Böhm beim Aussuchen und Kombinieren der Stoffe und auch ihre Ratschläge und Tipps in ihren Kursen war sehr kompetent. Besonders schätze ich ihr Einfühlungsvermögen. Sie hat nie die ameinung und den Geschmack ihrer Kursteilnehmer übergangen, sondern geholfen, den eigenen Weg zum geplanten Werk zu finden. Das hat mir im Lauf der Zeit viel Sicherheit gegeben.
Ein großer Schritt war 2011 der Kauf einer Longarm Quiltmaschine. In dieser Entscheidung hat mein Mann mich riesig ermutigt und unterstützt. Die Grenze zwischen Patchwork und Quilten ist bei mir kaum noch vorhanden. Ich kann auch nicht sagen, was ich lieber mache.

Inspirationen sind das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?

Diese Frage finde ich schwierig zu beantworten. Definiert man Inspiration als etwas sehen, eine Idee für ein Werk und den entsprechenden Entwurf dafür entwickeln und umsetzen, dann muss ich passen. Ansatzweise habe ich das gemacht, indem ich Gemälde in Stoff umgesetzt habe. Mit „Sinfonie der Sterne“ habe ich sogar den ersten Platz zum Thema „Alte Meister“ in einem internationalen Wettbewerb gewonnen. 
 

 
 
Allerdings gab es von einer anerkannten Künstlerin die Kritik, es sei nur kopiert und kein eigener Entwurf. Da ich gerne neue Techniken ausprobiere und mit Farbkombinationen spiele, steht selten von vornherein fest wie ein Quilt am Ende aussieht. Es entwickelt sich während des arbeitens. Da ich das Longarmquilten gewerblich als Service anbiete, bleit mir aber momentan keine Zeit für solche Projekte.
 


 
 
In den letzten zwei Jahren ist Instagram für mich eine Quelle der Inspiration geworden. Besonders schätze ich die QALs, da ich keine Muster entwickeln und ausrechnen muss. Größe und Farbe kann ich für mich verändern. Ich habe einen Zeitplan, bin aber trotzdem nicht fest daran gebunden. Und nicht zu vergessen der Austausch und die gegenseitige Inspiration von Quiltern weltweit.
 

Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media Kanälen? Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen  und uns von dir inspirieren lassen!

Wie schon gesagt bin ich auf Instagram sehr aktiv. Ich schätze die einfache Bedienung und den Austausch. Auf Facebook habe ich die Seite „Quilts and more“ eingerichtet. Zur Zeit ist dort sehr wenig Aktivität, was ich aber zu ändern gedenke. Auch über die Homepage www.quilts-and-more.de bin zu finden. Diese wird in der nächsten Zeit überarbeitet werden.
  



Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblings- Tool. welche für sie aus dem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir anders ist...

Scheinbar hast du in mir eine Ausnahme-Nähelfe gefunden (lach). Ein richtiges Lieblingstool habe ich nämlich nicht. Zwei meiner Lineale finde ich aber besonders gut. Sie haben eine Beschichtung auf der Unterseite, sodass sie nicht so leicht verrutschen und die feinen Linien erleichtern genaues Zuschneiden. Darüber hinaus liebe ich die Lineale von Sew kind of Wonderful, das 9 Grad Lineal und scharfe Rollschneiderklingen.

 



Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du immer wieder gerne nähst?

Auch hier kann ich kein bestimmtes Muster nennen. Ich habe eine Vielzahl an Mustern, die mir gefallen und die gerne nähen würde. Dazu zählen verschiedene Designs von Swe kind of Wonderful und Heather Black. Auch mit dem 9 Grad Lineal würde ich gerne nochmal einen Quilt selbst entwerfen.

 




Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion!

 „Einfach anfangen!“ Das ist etwas, was mir neben „Finished is better than perfect“ zur Devise geworden ist. Gerade beim Auftragsquilten überfällt mich oft Unsicherheit. Soooo viele Möglichkeiten und du fragst dich immer wieder „wird es der Kundin gefallen“? Wenn dann ein Anfang gemacht ist und es mir selbst gefällt, kommt die Zuversicht und der Mut zurück, dass es gut ist.

Liebe Petra, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt. 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Auf einen Kaffee mit ..... Renate @naehrenate


In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Renate und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.


Hallo liebe Judith, 

freue mich über die Einladung dich in deinem virtuellen Nähzimmer zu besuchen.

Diese Einrichtung ist wirklich eine gelungene Idee für einen ungezwungenen Gedankenaustausch.

Nehme gerne einen Coffee black ohne Zucker. Danke.


Wir kennen uns schon ca. 5 Jahre. Unsere erste Begegnung ergab sich 2015 bei einem Kurs mit Brigitte Heitland,

in dem du ebenfalls Teilnehmerin warst. Erinnerst du dich noch? CrossIt?


Mein Name ist Renate Salz. Wohne seit ca. 15 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis und habe zeitgleich

mit diesem Ortswechsel den Zugang zu Patchwork innerhalb einer örtlichen Patchworkgruppe gefunden. 


Rückblickend stellen die Erfahrungen bzgl. Nähtechniken, und vor allem Gestaltung eine kontinuierliche Weiterentwicklung dar.

Die zeitlich aufbauenden Prozesse sind für mich vergleichbar mit dem Aufschichten eines Mauerwerks.

Ohne tragfähiges Fundament bricht alles vorzeitig zusammen.

Genau so ist das anfangs traditionelle Arbeiten als fundamentale Grundlage

alles Weiteren zu verstehen. 


Diese Symbolik beschreibt, dass ich mich vom anfänglich traditionellen Arbeiten

hin zu modernerem Design entwickelt habe.

Unter „modern“ verstehe ich klare Strukturen in Form und Farbe.

Ich versuche, einem Quiltmuster Raum zum atmen zu lassen,

d. h., das Muster darf nicht eingezwängt wirken.

Für meine Empfindung kann nur so das Auge einen Quilt „in Ruhe“ aufnehmen.

Apropos Farbe: Doch ja, wenn sie zugeordnet oder als Akzent eingesetzt ist.

Dann am liebsten uni, bzw. ein zurückhaltender Druck. 

Wenn unterschiedliche Farbdrucke sich zu einem System zusammenfügen, hat es wieder Struktur. 


Ansonsten macht mich querbeet Flowerpower ziemlich orientierungslos. 

Two-Color-Quilts sprechen mich an.

Daher findet zwischendurch auch immer wieder gerne auf eine Black+White Arbeit statt. 


Geradliniges, geometrisches Design ziehe ich curved piecing vor. Eigentlich.

Obwohl Kurven in Kombination mit Geometrie auch wieder eine spannende Wirkung darstellen können.

Ein ultimatives „das mach ich nie“ gibt´s in unserem Hobby sicherlich nicht.

Eh du dich versiehst, kommt schon wieder eine neue Inspiration um die Ecke - und schon kreist es im Kopf herum …

ach, könnte ich ja auch mal …

Im Netz poste ich ausschließlich auf Instagram und bin dort unter „naehrenate“ zu finden. 


Mittlerweile hat sich mir eine große Community erschlossen und dient mir überwiegend als Inspirationsquelle.

Es ist schon aufregend für mich dass über Kontinente hinweg Kontakte und somit eine „Begegnung“ in Form von Austausch stattfindet.


Ach ja, hätte ich fast vergessen: Stichwort Lieblingstool.

Am liebsten arbeite ich mit den über die Jahre liebgewonnen und vertrauten Standard Linealen und vertrete eher das Motto:

Never change a winning team. 

Natürlich habe ich mich hier und da zu Spontankäufen hinreißen lassen in der Annahme,

damit wird das Quilterleben einfacher, besser, schöner!

Na ja, ehrlich gesagt bleiben diese (oft teuren) Werkzeuge verwaist hinter den anderen zurück.

Hm. Außer, ja außer meinen verschiedenen Bloc Loc-Hilfen. Was wäre die Welt ohne Bloc Loc´s! 

Siehst du, geht doch!


Abschließende Gedanken für den virtuellen Glückskeksspruch:

Es hat eine längere Zeit gebraucht um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es wenig Sinn macht, einem Mainstream hinterher zu eifern.

Das eigene, authentische Bauchgefühl ist für mich immer noch die beste Grundlage für Entscheidungen, die zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

Im Patchwork, sowie im realen Leben. 


Liebe Judith, es war schön bei dir. Bevor ich gehe, trinke ich noch den Rest Kaffee, auch er durch lauter Gequatsche mittlerweile kalt geworden ist. 


Ich komme gerne wieder und wünsche dir immer wiederkehrende gute Gespräche mit deinen Gästen. 


Renate

Donnerstag, 3. September 2020

Auf einen Kaffee mit..... Antje @antokami



In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorzustellen.



Ich freue mich heute, nach fast drei Jahren, diese wunderschöne Blogrubrik wieder zum Leben zu erwecken und inzwischen sind es weniger die herkömmlichen Bloggern, denn die Instaquilter die hier zu Wort kommen. Ich freue mich heute das Wort an Antje anzugeben.


Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!


Hallo Judith, vielen Dank für deine Einladung. Für mich bitte einen Latte Macchiato oder

einen Kaffee mit viel Milch (oder wie ich gern sage Milch mit Kaffee) .




Ich bin Antje, 47 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unserer 15 jährigen Tochter südöstlich von Berlin.

Ziemlich genau dort, wo der BER nicht fertig wird.

Dann gibt es noch einen Kater – Findus- der die Familie dann komplett macht.


Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?  

Bisher kenne ich dich nur von Instagram, wo ich mit dem Namen @antokami unterwegs bin.

Ich habe 2016 mit dem Nähen angefangen.

Mehr oder weniger habe ich mir vieles selber beigebracht.

Habe angefangen Blogs zu lesen und auf Youtube Videos geschaut.

Dabei bin ich auch auf deinen Blog gestoßen und habe dort bei deinem Patchworkwegweiser

auch viele hilfreiche Tips gefunden. 

Ich habe dir in dieser Zeit viele, viele Fragen gestellt, wo es immer

kompetente Antwort gab.

Ich hoffe sehr, dass es irgendwann mal eine Gelegenheit gibt, dich persönlich zu treffen.


Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen?

Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/  Quilten gekommen?


Mir gefällt es hier sehr gut, im Gegensatz zu meinem richtigen Nähzimmer ist es hier

übersichtlich und strukturiert.

Wie ich schon im vorherigen Absatz schrieb, habe ich im Sommer 2016

mit dem Nähen angefangen. Der Wunsch war schon lange in meinem Kopf,

aber bis ich soetwas immer umsetze, dauert etwas.

Irgendwie habe ich es geschafft, mich zusammen mit meiner Tochter in Potsdam bei einem Nähkurs anzumelden.

Ich habe dort eine Tasche genäht, die eigentlich viel zu groß geraten ist.

Aber sie ist bis heute in Benutzung: wenn wir in den Urlaub fahren kommen Handtücher oder Bettwäsche dort hinein.




Bei diesem Nähkurs haben wir auf einer Brother Nähmaschine genäht.

Und da sowohl meine Tochter und auch ich damit gut klar gekommen sind, und ich auch gemerkt habe, dass Nähen mein Ding ist,

habe ich mir genau diese Maschine gekauft. Leider hatte meine Tochter nicht so wirklich Interesse am Nähen, ich dafür um so mehr.

Anfangs nähte ich Einkaufsbeutel, Kosmetiktäschchen, Schlüsselanhänger, Utensilos....das typische Anfängerprogramm, schätze ich mal.

Als Anleitung mussten meist Videos herhalten, das war für mich die verständlichste Art. Schriftliche Anleitungen waren nicht ganz mein Fall. 

Es interessierte mich bald, auch mal ein T-Shirt zu nähen. Also war ich auch auf Blogs unterwegs, wie dem von Elle Puls.

In 2017 hatte ich das Glück, einen Platz in ihrem Nähcamp zu bekommen. Mit relativ wenig Bekleidungsnähkenntnissen fuhr ich dort hin .

Und obwohl ich nicht viel genäht habe, war es ein tolles Wochenende. Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ich heim.

Ich hatte so viele tolle Leute kennengelernt, die mir alle meine Fragen beantwortet haben, mir Tips gaben.

Es war einfach nur toll.

Wie und wann ich nun genau zum Patchworken gekommen bin, kann ich gar nicht mehr genau sagen.

Meine erste Decke habe ich für meine Tochter genäht. Mit einer Fleecedecke als Batting und einen billigen Stoff für die Rückseite.

Schief und krumm.

Irgendwann kam ich auf die Idee, aus all den inzwischen angesammelten Stoffstückchen einen Quilt für mich zu nähen, wo jeder Stoff nur einmal vorkommt.

Ich hatte viele (bereits zu dieser Zeit entwickelte sich meine Vorliebe für Stoffreste, die bis heute anhält), etwas mehr als 90, aber es reichte nicht.

Jemand gab mir den Rat, mal auf Instagram meinen Wunsch zu posten. Was dann passierte, fand ich unglaublich.

Ich habe von so vielen nähbegeisterten Frauen Stoffquadrate zugeschickt bekommen, einfach so, ohne dass sie eine Gegenleistung dafür haben wollten.

Diesen "Stofftausch" behalte ich bis heute gerne bei. Wann immer ich was brauche, frage ich nach.

Aber genauso gerne verschicke ich auch Stoffreste, wenn jemand etwas braucht oder ich mal wieder zuviele Reste habe.

Auf diese Art und Weise habe ich ganz viele tolle Menschen kennengelernt, virtuell, aber auch telefonisch und sogar persönlich.







In diesem Jahr wollte ich zur Nadelwelt fahren und hatte mich darauf gefreut, nochmehr persönlich kennen zu lernen.

Wie wir alle wissen, kam es anders.

Inzwischen nähe ich auf einer Janome MC 8900 QCP und eine Overlock gehört auch schon seit einiger Zeit zu meinem Nähpark


Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst Du die Inspirationen für Deine Werke?


Inzwischen fast ausschließlich von Pinterest oder Instagram.

Am Anfang las ich viele Blogs.

Da waren der von Barbara @dasmachichnachts; der von Grete @stoffsalat;die Blogs von den 6 Köpfen,

der BerninaBlog so meine Hauptinspirationsquellen. ( diese Aufzählung ist nicht vollständig).

Inzwischen wird ja immer weniger gebloggt. Oft sehe ich etwas, muss das sofort ausprobieren,

vertrödele Stunden damit um dann festzustellen, dass es doch nicht so geht,

wie ich mir das vorgestellt habe. Also wird alles wieder aufgetrennt.




Die meisten meiner Quilts entstehen ohne Anleitung und auch ohne eine bestimmte Stoffserie.

Oft aus den zusammengesammelten Resten, die ich hier so hab.

Allerdings muss immer eine gewisse Struktur dahinter stecken.

Ganz bunt und wild durcheinander mag ich es gar nicht.




Viele schöne Anleitungen sind in englische Sprache, damit habe ich immer noch so meine Probleme.

Ich muss dabei regelmäßig jemanden fragen, ob er mir weiterhilft.

Die Übersetzer im Internet kommen mit den Fachbegriffen aus der Nähwelt meist an ihre Grenzen


Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo?

Als Blogger oder auf anderen Socialmedia- Kanälen? Wenn ja wo?

Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen und uns von Dir inspirieren lassen!


Ich habe keinen Blog und auch keinen Facebook-Account.

Meine Werke findest du nur bei Instagram, dort findet ihr mich unter @antokami.

Der Name setzt sich übrigens aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen von mir, meiner Tochter und meines Mannes zusammen.


mein vielleicht bisher schönstes Werk


Jede Patchworkelfe, welche ich bisher getroffen hatte, hatte mindestens ein Lieblings- Tool,

welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen,

dass das bei Dir anders sein sollte.....


So ein absolutes Lieblingstool habe ich eigentlich nicht. Ich liebe viele meiner Helferlein und kann sie aus meinem Nähalltag nicht mehr wegdenken:

das fängt an mit Rollschneider, Patchworklineal und Schneidematte, geht weiter Nahtrenner, diverse Lineale und und und.

Je mehr ich darüber nachdenke, ein Teil liebe ich doch: meine Fadenschere, eigentlich  ist es mehr eine Zange.

Ich finde es sehr angenehm, nicht jedesmal mit den Fingern in kleine Öffnungen zu müssen, um den Faden abzuschneiden.

Es ist immer ein Drama, wenn die verschwunden ist. Ich hab mir zwar eine Zweite angeschafft, die ist aber nicht so gut. 


Wo wir schon davon sprechen... Neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch  Lieblingsmuster entwickelt,

welche du immer wieder gerne nähst und arbeitest?


Bis jetzt noch nicht, ich denk, da bin ich noch in der Findungs- oder auch Übungsphase.

Ich habe nur gemerkt , dass es mir keinen so großen Spaß mehr macht, wenn ich einen Quilt noch einmal nähe.

Meine Merkliste ist lang und ich möchte viel lieber eine neues, anderes Muster ausprobieren.

Allerdings kann ich dir sagen, was ich nicht mag (und wenn du es nicht hier stehen haben magst,

weil es nicht die Frage war, dann streiche es): Foundation Paper Piecing, kurz FPP. Das ist eine Technik, mit der ich absolut nicht warm werde.


Zum Schluss bitte ich Dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion.. 


Gut gebügelt ist halb genäht. Da ist soviel Wahres dran. Ich bin ein absoluter Bügelmüffel und denke immer wieder: hättest du mal vorher gebügelt...

Ich sehe gerade, dass diesen Spruch Anni bereits verwendet hat. 
Ein weiterer, der aber auch absolut auf mich passt, ist : Nähen und Stoffe (Reste) kaufen sind zwei verschiedene Hobbys.


Liebe Antje, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt.