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Samstag, 1. Mai 2021

Auf einen Kaffee mit... Petra @sewingp

 


In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Petra und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 
Ich freue mich Dich als Gast zu einem virtuellen Kaffeeklatsch bei September's
Quiltdelight zu begrüßen.
•Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns
bitte einmal vor
 
Hallo Judith! Ganz lieben Dank für die Einladung mit dir einen Kaffee zu trinken und
ein bisschen zu quatschen. Für mich bitte einen Kaffee mit viel Milch und Zucker,
gerne in einer großen Tasse;)
 


Ich bin Petra, 50 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern (21
und 23). Aufgewachsen bin ich in der schönen Eifel, nach dem Abitur hat es mich nach
Köln verschlagen und nun lebe ich schon seit über 20 Jahren im Bergischen Land in
Wuppertal.

•Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?
 
Wir sind uns noch nie „in echt“ begegnet, sondern nur virtuell. Auf Instagram habe ich
dich über die Modern Cologne Quilter entdeckt und verfolge seitdem deine Arbeiten
und lese auch gerne auf deinem Blog. Du hast mich außerdem in deine Bee
„Letsbeehere“ eingeladen. Was war ich da vielleicht aufgeregt! Meine erste Bee! Und
wir gehen jetzt schon ins zweite Jahr! Ich hoffe allerdings sehr, dass wir uns ganz bald
auch mal richtig treffen können, das wäre klasse!
 


•Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen?
Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?
 
Toll fühlt es sich hier an! Ich habe mich sehr über deine Einladung gefreut, dich hier
besuchen zu dürfen.
Wie ich zum Quilten gekommen bin...in der Textil AG an der Schule durften wir
wählen, ob wir eine Schürze oder ein Patchworkkissen nähen möchten. Ich habe mich
für das Kissen entschieden. Vielleicht schlummerte schon damals eine gewisse
Vorliebe für das Zusammensetzen von verschiedenen Stoffen in mir, wer weiß? Dann
habe ich immer mal wieder Kleinigkeiten oder Kleidung genäht; aber am liebsten
Karnevalskostüme! Die wurden auch schon mal sehr spontan und sehr schnell aus
irgendwelchen Bettlaken improvisiert. Dann habe ich lange Zeit überhaupt nicht
genäht. 
Als meine Kinder klein waren, habe ich wieder angefangen und sehr viel
Kleidung für die beiden genäht, auch viele (Karnevals)kostüme. Später, als die beiden
lieber andere Sachen getragen haben, habe ich für mich viel Kleidung genäht...bis ich
vom Quiltvirus infiziert wurde. Ich kann nicht genau sagen, wann und wie das passiert
ist. Seit 2016 bin ich auf Instagram unterwegs, erst habe ich nur geschaut und
gestaunt und konnte es überhaupt nicht fassen, dass es so viele Gleichgesinnte gibt.
Und so viele schöne moderne schlichte Quilts! Man erntet zum Teil ja schon seltsame
Blicke, wenn man von seinem Hobby erzählt. 2019 habe ich dann beim
Summersampler mitgenäht, das war für mich echt ein Schlüsselerlebnis. 
 

 
 
Diese ganzen Begriffe wie FatQuarter, Sewalong, WOF, Scant Seam Allowance usw. kannte ich
überhaupt nicht. Der passende Hashtag war #piecingbootcamp, und das war dann
auch so. Bei diesem Sewalong habe ich wirklich sehr viel gelernt und seitdem ist mein
Profil auch öffentlich und ich freue mich über diese tolle, inspirierende, wohlwollende
Community und den regen Austausch mit vielen anderen Quiltern überall auf der Welt.

•Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher
nimmst Du die Inspirationen für Deine Werke?


Inspiration finde ich viel auf Instagram. Nachdem ich mir nun nach und nach mehrere
Grundlagen angeeignet habe, möchte ich auch versuchen, mehr und mehr ohne
konkrete Vorlagen zu arbeiten. Improv ist gerade so ein Thema, da möchte ich noch
einiges ausprobieren. Ich nähe sehr gerne mit gebrauchter Kleidung oder alter
Bettwäsche, das finde ich sehr interessant. In der Architektur oder der Natur sehe ich
immer wieder Dinge, die mich inspirieren. Da stehe ich aber wirklich erst ganz am
Anfang, freue mich auf das, was da vielleicht noch so kommt und bin sehr glücklich,
so ein erfüllendes Hobby zu haben.
 



•Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch
noch anderswo?
 
Mich findet man auf Instagram unter dem Namen @sewingp. Ich nähe in zwei Bees
(#Letsbeehere und #Beeautifulblocks) und seit Anfang des Jahres bin ich auch beim
#Medaillonroundrobingermany (initiiert von Sandra @hohenbrunnerquilterin2.0) mit
dabei.
 
 
•Jede Patchworkelfe, welche ich bisher getroffen hatte, hatte mindestens ein
Lieblings- Tool welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken
war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei Dir anders sein sollte.....
 
Hm...da gibt es ja so viele nützliche Dinge. Aber der Stripology Squared Ruler ist für
mich eine wirkliche Erleichterung.

•Wo wir schon davon sprechen... Neben dem Lieblingstool, haben sich über die
Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du immer wieder gerne nähst?
 
...Warum fällt mir als erstes ein, was ich nicht mag? Windmühlen, die mag ich nicht!
So überhaupt nicht! Aber sonst bin ich für ziemlich alles offen, die traditionellen
Logcabins mag ich zum Beispiel sehr gerne, oder Flyinggeese, Halfsquaretriangles und
Streifen. Streifen gehen immer!

•Zum Schluss bitte ich Dich um eine Nähweisheit für die virtuelle
Glückskeksproduktion....
 
Ganz klar: Gut gebügelt ist halb genäht! Das unterschreibe ich zu 100%! Funfact:
wenn es nicht ums Nähen geht, mag ich bügeln übrigens überhaupt garnicht;)

Samstag, 24. April 2021

Auf einen Kaffee mit....Katrin @lokasquiltart

 

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Katrin und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 
Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!
 

Wenn ich mir schon was aussuchen darf, dann hätt ich gern einen Latte Macchiato ohne Zucker. Daheim gibt es nur handgefilterten Kaffee. 😉

Ich bin Katrin, 44 Jahre alt und wohne im beschaulichen Nürnberg (seit mittlerweile fast 4 Jahren), davor habe ich 20 Jahre in Frankfurt gelebt. 

Aufgewachsen bin ich allerdings in Cottbus. Also eher ein Stadtkind, wobei ich unsere ländliche Ecke, wo ich jetzt wohne, schon sehr zu schätzen weiß. 

 

 
Magst du erzählen woher/wie wir uns kennen?
 

Wir kennen uns durch deinen SewAlong 12 Blöcke - 1 Jahr. Das war 2015. Da hatte ich fleißig mitgemacht 

und dann auch noch den Preis gewonnen. Ein Quilt ist aber nie aus den Blöcken geworden. Die meisten habe ich 

zu Kissenhüllen für krebskranke Kinder verarbeitet, aber ein paar habe ich immer noch in meiner UFO-Kiste liegen.

 


 
 
Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier?  Wie bist du selbst zum Patchworken/Quilten gekommen?

Bei anderen Patchworkern zu Besuch zu sein, finde ich immer voll spannend und inspirierend.  Da gibt es so viel zu entdecken, 

z.b. ob wir die gleichen Stoffe mögen, welche Farben.  Das ist immer gut zu wissen, wenn ich kleine Geschenke machen möchte. 😉

Bei dir fühle ich mich total wohl, deine elegant schlichten Werke sind ganz anders als meine knallig-bunten.  

Deine Werke haben für mich nordischen Flair und bringen mich immer auf neue Ideen (ich kann es gerade nicht anders erklären).

 

Ich würde mich ja selbst als ziemlichen Spätzünder bezeichnen. Meine Mama hat früher für uns Klamotten genäht. 

Aber das hatte mich nie wirklich interessiert. Ich wollte immer das machen, was der Papa gemacht hat (Eisenbahnplatte bauen, mit Holz arbeiten etc). 

Irgendwann 2013 hatte ich im www eine Patchworktasche gesehen und war total fasziniert. 

Beim nächsten Besuch bei meinen Eltern hab ich meiner Mama ihre kleine Nähmaschine aus dem Kreuz geleiert. 

Sie war schon ziemlich irritiert, wo dieser Sinneswandel plötzlich herkam. Allerdings habe ich die kleine Maschine mittlerweile 

durch 2 etwas größere ausgetauscht. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an der Maschine sitze. Ich brauche das Gefühl, etwas herzustellen 

 


Durch das Nähen bin ich dann irgendwann auf Quilts gestoßen.  Aus Stoffresten wunderschöne Dinge herstellen, 
durch zusammenfügen neue Muster und Formen schaffen, durch “einfaches” drübernähen neue Akzente setzen.  
Das hat mich total fasziniert und gefesselt.  Seitdem hat eigentlich alles, was ich nähe, mit Quilting zu tun.
Selbst die Tischläufer, Kissen oder MugRugs werden von mir gequilted.

 


 


Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?
 

Ehrlich gesagt, das Netz ist voll davon. Regelrechte Reizüberflutung Tag für Tag, würde dann immer am Liebsten die vollen 24h werkeln. 

Aber wenn es um Patchwork geht, finde ich Saija Elina unglaublich inspirierend. Was das LongarmQuilten angeht, 

ist es definitiv Iva (schnigschnagquiltsandmore) oder Natalia Bonner. Die Liste würde aber unendlich werden, 

wenn ich hier erstmal anfange.

 


 


Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media- Kanälen? Schließlich möchten wir deine Werke in Augenschein nehmen und uns von dir inspirieren lassen!
 

Aktuell findet man mich auf Instagram und auch noch auf meiner Homepage www.lokasquiltart.de . 

Die Seite ist noch im aktiven Aufbau, aber Informationen zu meinem Quiltservice und weitere Bilder sind schon vorhanden. 

Am Etsy Shop wird noch fleissig gearbeitet.

 

Jede Patchworkelfe,welche ich getroffen haben, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei dir anders ist...
 


Iva hatte mir bei ihrem Quiltkurs ein ganz besonderes Tool empfohlen. 

Einen Nahttrenner … ich liebe ihn und möchte ihn echt nicht mehr missen. Liegt unglaublich gut in der Hand 

und man zieht nicht aus Versehen Fäden. Den hab ich jetzt auch schon an zwei meiner Mädels verschenkt und 

sie lieben ihn mittlerweile auch und fragen sich, warum sie das Teil nicht schon früher hatten.

 


 

 

Für Halfsquaretriangles liebe ich den BlocLocRuler, zack zack zack und fertig ist der Bloc(k)..

Und dann wär da noch mein Männe … gelegentlicher Stoffkurier 😉 und Anleitungsübersetzer 

(selbst die deutschen wollen ab und zu nicht in mein Hirn), schneidet zu oder stopft die Knochenkissen, 

wenn ich ihn drum bitte.

 

Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du gerne immer wieder nähst und arbeitest?
 

Hm, nicht wirklich. Ich bin eher jemand, der ständig was neues ausprobieren möchte. Es gibt auch bisher noch keinen Quilt, 

den ich ein zweites Mal genäht habe. 

Aber für mich muss alles eine gewisse Harmonie und Struktur besitzen. 

 



Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeks- Produktion...
 

O-Ton von meinem Männe -  lieber 2x messen und dann erst schneiden 😉 

Wie er wohl darauf kommt??? 😂

 

LiebeKatrin, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt.

Sonntag, 3. Januar 2021

Auf einen Kaffee mit.... Yvonne @needleowl

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Yvonne und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker. Stell dich uns bitte einmal vor. 


 

Hallo Judith, danke für die Einladung. Nett hast du es dir hier gemacht! Zum
Kaffeeklatsch darf es bei mir gerne ein großer Cappuccino sein - mit viel Milch, ohne
Zucker :-).
Ich bin Yvonne, 36, und wohne mit meinem Mann und unserem mittlerweile 1-jährigen
Sohn in einem kleinen Ort zwischen Köln und Bonn. So richtig schön auf dem Land :-).
Geboren und aufgewachsen bin ich allerdings im Bergischen, genau genommen in
Wuppertal. Meine familiären Wurzeln liegen jedoch im Sauerland. Ich bin also eine
fröhliche Mischung aus “Woll.” - “Wie isset? Muss.” und “Alaaf!” ;-).
Im Leben jenseits meines Nähzimmer habe ich mich beruflich ganz dem Steuerrecht
verschrieben und habe einen klassischen Bürojob. Privat bin ich grundsätzlich sehr
gerne sportlich aktiv (Tanzen, Yoga, Skifahren...) - Kind und Garten verhindern da aber
aktuell ein echte Regelmäßigkeit.
Ansonsten bin ich gerne mit Freunden zusammen und liebe ausgedehnte Spieleabende!
(Natürlich alles nur, soweit Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht ...)
 

 

Magst du erzählen, woher wir uns kennen?

 
Uns beide kann man glaube ich als klassische “Online-Bekanntschaft” bezeichnen. Ich
glaube das erste Mal bin ich über deinen Namen/Blog gestolpert, als ich bei Barbara und
Grete (das-mach-ich-nachts und stoffsalat) die Berichte über ihren gemeinsamen
Quiltcon-Besuch verschlungen habe. Das ist schon ein paar Jahre her.
Dort seid ihr euch auch über den Weg gelaufen und die Info über Quilter aus dem Kölner
Umland hat mich aufhorchen lassen. Seitdem “verfolge” ich dich und die Modern
Cologne Quilter auf deinem Blog und deinen social media-Kanälen.
Tatsächlich haben wir uns später aber auch schon einmal (wenn auch nur kurz)
persönlich getroffen, wie sollte es auch anders sein, zwischen verdammt vielen Stoffen
*grins*.
Mittlerweile stehen wir zumindest virtuell in recht regelmäßigen Kontakt (was mich
persönlich sehr freut!).
Die Nähwelt ist eben doch ein (meist schönes, kleines) Dorf :-).
 

Wie fühlt es sich so an mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/Quilten gekommen?

 
Nett hast du es dir hier gemacht. Auch die Gesellschaft, die du dir bisher so eingeladen
hat, ist sehr sympathisch und macht mich schon ein bisschen stolz, mich dazu setzen zu
dürfen :-).
Ich habe über das wie und wann jetzt eine Weile nachgedacht und bin zu dem Schluss
gekommen, dass dieses Hobby seine Wurzeln tatsächlich irgendwo in meiner Kindheit
haben muss. *lach*
Ich habe tatsächlich schon immer gerne gebastelt, gemalt, gePUZZLET oder wie meine
Mama es dir jetzt erklären würde “rumgefäntert” (keine Ahnung wie man das schreibt
und ob es das Wort in irgendeinem der o.g. Dialekte tatsächlich gibt *lach*. Aber in
Mamas Sprachgebrauch heißt das:”Dinge tun, die keinen sinnvollen Nutzen haben.
Rumspielen.”).
Ich kann mich auch erinnern, dass ich gegen den Widerstand meiner Mama mal ein
dickes, staubiges Patchworkbuch aus der Bibliothek mit nach Hause geschleppt habe,
weil mich die vielen kleinen Stoffstückchen so fasziniert haben. Damals habe ich fest
geglaubt, dass ich einfach nur Nadel und Faden nehmen muss um das nachzumachen
*grins*. Tatsächlich habe ich das Buch am Ende nur durchgeblättert und wieder
zurückgebracht. Damals war Patchwork definitiv noch eine Nummer zu groß. Aber ich
war angefixt!
Das Nähen habe ich mir dann aber tatsächlich erst viiiiiiiiel später beigebracht. Da war
ich bestimmt schon Mitte 20. Mein erstes Pferdchen war die “Adler Deluxe” meiner
Mama,, die mittlerweile schon bald 60 Jahre auf dem Buckel hat (die Nähmaschine,
nicht Mama *grins*). Das alte Schätzchen hat mich bei allen ersten Nähschritten
begleitet und viele Jahre war sie immer noch meine einzige Maschine. Jetzt ist “Emma”,
wie ich sie liebevoll nenne, seit ein paar Jahren im wohlverdienten Ruhestand und hat
meiner jetzigen Maschine Platz gemacht. Aber bin mir sicher, dass sie unter meinem
Nähtisch den Tag herbei sehnt, an dem ich “Emma 2.0” endlich in die Wartung schicke
und die alte Dame dann nochmal für ein paar Tage hervor hole.
Seitdem nähe ich mich eigentlich Querbeet durch alles, was man so unter eine
Nähmaschine packen kann. Den Anfang haben sicherlich wie bei vielen erste Kissen und
Dekoartikel gemacht, schnell wollte ich mir aber auch meine eigene Kleidung und
Taschen selber nähen können (hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Taschenjunkie bin?
;-)).


Keine Nähtechnik war bisher vor mir sicher. Und nach ein paar Jahren und sicherlich
auch der ein oder anderen Stoffmesse, die ich dann mittlerweile besucht habe, stand ich
das erste mal wieder vor Patchwork-Büchern und Stoffen - und dieses Mal habe ich es
dann “durchgezogen”.
Nichts desto trotz empfinde ich mich immer noch als blutiger Patchwork-Anfänger und
staune immer, in welchem Tempo und mit welcher Präzision die “reinen” Patchworker
ihre Quilts fertig stellen. Ich muss noch viel lernen/üben.
 

Inspirationen sind das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen fur deine Werke?

 
Wie oben schon beschrieben kann mich glaube ich ganz gut als “Crossover”-Näherin
bezeichnen.
“Werke” ist allerdings vielleicht ein bisschen hochgegriffen, für das, was ich mache. Ich
sehe schöne Dinge und wenn es mich richtig “flashed” lässt es mich meistens so lange
nicht mehr los, bis ich es so umgesetzt habe, wie es sich in meinem Kopf
zusammengepuzzelt hat.
Ich verbringe tatsächlich bald mehr Zeit im www als tatsächlich aktiv an der
Nähmaschine. Ich stöbere viel auf Instagram, folge dabei fast ausschließlich Accounts,
die sich beruflich oder privat ebenfalls hauptsächlich ums Nähen drehen. Da ist
tatsächlich von Patchworkern und Longarmern über Taschen- und Accessoire-Näher bis
zu Bekleidungsnähern für Erwachsene und Kindern so ziemlich alles dabei.
Nicht zu vegessen die Stoffdesigner.
Von Instagram aus verirre ich mich dann meist auf die einzelnen Blogs hinter den
Profilen - was für mich auch ganz klar zeigt, dass das Medium “Internetblog” nicht tot ist,
sondern zumindest für mich eine wichtige Informations- und Inspirationsquelle bietet.
Naja... und dann entwickeln sich Ideen. Entweder starte ich bei fertigen Nähbeispielen
oder ich habe mich in einen bestimmten Stoff verliebt - und dann fange ich an zu
“fäntern” (s.o. ;-)). 



Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media Kanälen? Schließlich möchten wir gerne deine Werke in Augenschein nehmen und uns von dir inspirieren lassen!

 
Aber natürlich :-). Ich mag nicht gerne “alleine” meinem Hobby nachgehen und dafür ist
für mich social-media tatsächlich das Fenster in die Nähwelt.
Auf Instagram kann man mich unter @needleowl finden. Ich versuche regelmäßig
Einblicke auf meinen Nähtisch zu geben und dabei nicht immer nur das fertige
Endprodukt zu zeigen, sondern auch mal den Weg (oder Fail) dorthin.
(Dem aufmerksamen Beobachter wird dann auch auffallen, dass ich erschreckend viele
Patchworkprojekte zwar mit viel Liebe geplant -aber am Ende doch nicht zum Ende
gebracht habe... aber das ist eine andere Geschichte...)
Ich hatte auch tatsächlich mal einen Blog und ein öffentliches Facebook-Profil - aber
irgendwann habe ich nicht mehr mit Herzblut hinter der Pflege von beidem gestanden
und hege jetzt nur noch mein kleines Nähtagebuch auf Insta.
 


 

Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus dem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir anders ist....

 
Hm... ein bisschen kommt es darauf an, WAS ich gerade tatsächlich nähe. Aber mal
tatsächlich als Patchworkelfe gesprochen würde ich sagen es ist der Dreiklang aus
(hochwertiger) Rollschneider, Mini-Bügeleisen und 1⁄4”-Füßchen *lach*. Für den Profi
muss das völlig lächerlich klingen, aber das sind tatsächlich alles “Tools”, die erste in
den letzten paar Jahren bei mir eingezogen sind und die mir mein Nähleben deutlich
erleichtert haben.
Daneben habe ich natürlich ein Herz für allerlei Gadgets - die sind aber tatsächlich oft
eher “nice to have” statt “must have” :-).
 

Wo wir schon davon sprechen, neben dem Lieblingstool. Haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt? Welche nähst du immer wieder gerne?

 
Diese Frage kann ich glaube ich guten Gewissens mit “NEIN” beantworten. Schlichtweg,
weil meine “innere to-sew”- Liste noch so unfassbar gefüllt ist mit Anleitungen und
Ideen, die ich überhaupt gerne endlich mal ausprobieren möchte. Daran merkt man
wahscheinlich einfach auch, dass ich auf meiner Patchworkreise noch ganz am Anfang
stehe.
Was mir bei der Frage allerdings auch im Weg steht ist meine persönliche Abneigung
gegen “Wiederholungen”... *räusper*. Vielleicht haben wir da auch schon den Grund,
warum ich so viele UFOs habe *lach*. Aber oft freue ich mich innerlich so sehr über
einen gelungenen Block (ich streichel’ die tatsächlich, wenn sie fertig sind - wie früher
meine Puzzle!), dass das “weitermachen” oft irgendwie auf der Strercke bleibt.
FUN FACT: Ich kann ja auch (ganz passabel glaube ich) Stricken... trotzdem habe ich
noch kein PAAR Socken zustande gebracht. Ich freue mich einfach immer so sehr über
die erste, das ich die zweite oft nicht mal bis zur Ferse stricke *lach*.
 

Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweiheit für die virtuelle Glückskeksproduktion...

 
Wenn dein Satz anfängt mit “Ich mach’ noch schnell...” - mach’ die Maschine aus!
 
Liebe Yvonne, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere Quilts von dir bin ich/sind wir sehr gespannt. 

Sonntag, 1. November 2020

Auf einen Kaffee mit .... Petra @petrahenrich2772

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Petra und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor. 

Hallo Judith, herzlichen Dank für deine Einladung zum Kaffee! Ich trinke meinen mit Milch und Süßstoff oder Zucker. Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen: ich bin Petra Henrich, verheiratet mit Ralf, Mama von drei erwachsenen Söhnen, Schwiegermama einer ganz lieben Schwiegertochter und oma von zwei Jungs und einem Mädchen. Zuhause bin ich in Daaden am Rand des Westerwaldes/Siegerlandes.


 


Die erste Begegnung mit Patchwork hatte ich vor etwa 25 bis 30 Jahren (kann es selbst kaum glauben) durch die Mutter einer Freundin meines Bruders. Wir hatten uns komplett aus den Augen verloren, bis sie sich vergangenes Jahr mit einem Quiltauftrag an mich wandte. Nähen verbindet bekanntlich. Damals habe ich mir ein deutsches Quiltbuch gekauft und Sitzkissen für unsere Küchenstühle genäht. Crystal Stars - mit Bleistift auf den Stoff gezeichnet und mit der Schere ausgeschnitten. Sie sind immer noch im Gebrauch. So richtig angefangen habe ich dann vor 18 Jahren mit einer Schneidematten/Rollschneider/Linealset und einen Jacobs Ladder Quilt für einen unserer Jungs gemacht.

Magst du erzählen woher/ wie wir uns kennen?

So richtig kennen wir uns persönlich noch nicht. Ich kann mich an zwei Begegnungen erinnern. Die erste war 2018 bei der Ausstellung der MCQ im Oberlandesgericht Köln und dann 2019 im Juni. Martina hatte mich eingeladen an einem Kurs der MCQ  mit Brigitte Heitland teilzunehmen, was mir sehr viel Freude gemacht hat. Virtuell kennen wir uns durch unsere Instagram Accounts. Da staune ich oft über deine Werke, besonders wie du das alles mit einem Kleinkind hinkriegst.

Wie fühlt es sich so an mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?

Dein virtuelles Nähzimmer fühlt sich super an, da ich es unter der Markise unseres Wohnmobils auf einem klasse Campingplatz in San Remo besuche.
Meine ersten Schritte im Patchwork habe ich vorhin schon beschrieben. Mit drei kleinen Kindern und ohne separates Nähzimmer war es damals für mich aber nicht dran. Der Entschluss richtig anzufangen kam durch den Wunsch meiner Mutter nach einem Bettüberwurf. Da uns die gewöhnlichen Decken aus dem Handel nicht gefielen, wandten wir uns an eine Bekannte, die ihre Patchworkwerke auch verkauft. Das war für mich der Auslöser endlich selbst anzufangen. Die Stoffe habe ich damals fast ausschließlich in Freudenberg bei Patch-n-Quilt gekauft. Die Beratung von Christina Böhm beim Aussuchen und Kombinieren der Stoffe und auch ihre Ratschläge und Tipps in ihren Kursen war sehr kompetent. Besonders schätze ich ihr Einfühlungsvermögen. Sie hat nie die ameinung und den Geschmack ihrer Kursteilnehmer übergangen, sondern geholfen, den eigenen Weg zum geplanten Werk zu finden. Das hat mir im Lauf der Zeit viel Sicherheit gegeben.
Ein großer Schritt war 2011 der Kauf einer Longarm Quiltmaschine. In dieser Entscheidung hat mein Mann mich riesig ermutigt und unterstützt. Die Grenze zwischen Patchwork und Quilten ist bei mir kaum noch vorhanden. Ich kann auch nicht sagen, was ich lieber mache.

Inspirationen sind das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?

Diese Frage finde ich schwierig zu beantworten. Definiert man Inspiration als etwas sehen, eine Idee für ein Werk und den entsprechenden Entwurf dafür entwickeln und umsetzen, dann muss ich passen. Ansatzweise habe ich das gemacht, indem ich Gemälde in Stoff umgesetzt habe. Mit „Sinfonie der Sterne“ habe ich sogar den ersten Platz zum Thema „Alte Meister“ in einem internationalen Wettbewerb gewonnen. 
 

 
 
Allerdings gab es von einer anerkannten Künstlerin die Kritik, es sei nur kopiert und kein eigener Entwurf. Da ich gerne neue Techniken ausprobiere und mit Farbkombinationen spiele, steht selten von vornherein fest wie ein Quilt am Ende aussieht. Es entwickelt sich während des arbeitens. Da ich das Longarmquilten gewerblich als Service anbiete, bleit mir aber momentan keine Zeit für solche Projekte.
 


 
 
In den letzten zwei Jahren ist Instagram für mich eine Quelle der Inspiration geworden. Besonders schätze ich die QALs, da ich keine Muster entwickeln und ausrechnen muss. Größe und Farbe kann ich für mich verändern. Ich habe einen Zeitplan, bin aber trotzdem nicht fest daran gebunden. Und nicht zu vergessen der Austausch und die gegenseitige Inspiration von Quiltern weltweit.
 

Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media Kanälen? Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen  und uns von dir inspirieren lassen!

Wie schon gesagt bin ich auf Instagram sehr aktiv. Ich schätze die einfache Bedienung und den Austausch. Auf Facebook habe ich die Seite „Quilts and more“ eingerichtet. Zur Zeit ist dort sehr wenig Aktivität, was ich aber zu ändern gedenke. Auch über die Homepage www.quilts-and-more.de bin zu finden. Diese wird in der nächsten Zeit überarbeitet werden.
  



Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblings- Tool. welche für sie aus dem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir anders ist...

Scheinbar hast du in mir eine Ausnahme-Nähelfe gefunden (lach). Ein richtiges Lieblingstool habe ich nämlich nicht. Zwei meiner Lineale finde ich aber besonders gut. Sie haben eine Beschichtung auf der Unterseite, sodass sie nicht so leicht verrutschen und die feinen Linien erleichtern genaues Zuschneiden. Darüber hinaus liebe ich die Lineale von Sew kind of Wonderful, das 9 Grad Lineal und scharfe Rollschneiderklingen.

 



Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du immer wieder gerne nähst?

Auch hier kann ich kein bestimmtes Muster nennen. Ich habe eine Vielzahl an Mustern, die mir gefallen und die gerne nähen würde. Dazu zählen verschiedene Designs von Swe kind of Wonderful und Heather Black. Auch mit dem 9 Grad Lineal würde ich gerne nochmal einen Quilt selbst entwerfen.

 




Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion!

 „Einfach anfangen!“ Das ist etwas, was mir neben „Finished is better than perfect“ zur Devise geworden ist. Gerade beim Auftragsquilten überfällt mich oft Unsicherheit. Soooo viele Möglichkeiten und du fragst dich immer wieder „wird es der Kundin gefallen“? Wenn dann ein Anfang gemacht ist und es mir selbst gefällt, kommt die Zuversicht und der Mut zurück, dass es gut ist.

Liebe Petra, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt. 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Auf einen Kaffee mit ..... Renate @naehrenate


In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Renate und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.


Hallo liebe Judith, 

freue mich über die Einladung dich in deinem virtuellen Nähzimmer zu besuchen.

Diese Einrichtung ist wirklich eine gelungene Idee für einen ungezwungenen Gedankenaustausch.

Nehme gerne einen Coffee black ohne Zucker. Danke.


Wir kennen uns schon ca. 5 Jahre. Unsere erste Begegnung ergab sich 2015 bei einem Kurs mit Brigitte Heitland,

in dem du ebenfalls Teilnehmerin warst. Erinnerst du dich noch? CrossIt?


Mein Name ist Renate Salz. Wohne seit ca. 15 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis und habe zeitgleich

mit diesem Ortswechsel den Zugang zu Patchwork innerhalb einer örtlichen Patchworkgruppe gefunden. 


Rückblickend stellen die Erfahrungen bzgl. Nähtechniken, und vor allem Gestaltung eine kontinuierliche Weiterentwicklung dar.

Die zeitlich aufbauenden Prozesse sind für mich vergleichbar mit dem Aufschichten eines Mauerwerks.

Ohne tragfähiges Fundament bricht alles vorzeitig zusammen.

Genau so ist das anfangs traditionelle Arbeiten als fundamentale Grundlage

alles Weiteren zu verstehen. 


Diese Symbolik beschreibt, dass ich mich vom anfänglich traditionellen Arbeiten

hin zu modernerem Design entwickelt habe.

Unter „modern“ verstehe ich klare Strukturen in Form und Farbe.

Ich versuche, einem Quiltmuster Raum zum atmen zu lassen,

d. h., das Muster darf nicht eingezwängt wirken.

Für meine Empfindung kann nur so das Auge einen Quilt „in Ruhe“ aufnehmen.

Apropos Farbe: Doch ja, wenn sie zugeordnet oder als Akzent eingesetzt ist.

Dann am liebsten uni, bzw. ein zurückhaltender Druck. 

Wenn unterschiedliche Farbdrucke sich zu einem System zusammenfügen, hat es wieder Struktur. 


Ansonsten macht mich querbeet Flowerpower ziemlich orientierungslos. 

Two-Color-Quilts sprechen mich an.

Daher findet zwischendurch auch immer wieder gerne auf eine Black+White Arbeit statt. 


Geradliniges, geometrisches Design ziehe ich curved piecing vor. Eigentlich.

Obwohl Kurven in Kombination mit Geometrie auch wieder eine spannende Wirkung darstellen können.

Ein ultimatives „das mach ich nie“ gibt´s in unserem Hobby sicherlich nicht.

Eh du dich versiehst, kommt schon wieder eine neue Inspiration um die Ecke - und schon kreist es im Kopf herum …

ach, könnte ich ja auch mal …

Im Netz poste ich ausschließlich auf Instagram und bin dort unter „naehrenate“ zu finden. 


Mittlerweile hat sich mir eine große Community erschlossen und dient mir überwiegend als Inspirationsquelle.

Es ist schon aufregend für mich dass über Kontinente hinweg Kontakte und somit eine „Begegnung“ in Form von Austausch stattfindet.


Ach ja, hätte ich fast vergessen: Stichwort Lieblingstool.

Am liebsten arbeite ich mit den über die Jahre liebgewonnen und vertrauten Standard Linealen und vertrete eher das Motto:

Never change a winning team. 

Natürlich habe ich mich hier und da zu Spontankäufen hinreißen lassen in der Annahme,

damit wird das Quilterleben einfacher, besser, schöner!

Na ja, ehrlich gesagt bleiben diese (oft teuren) Werkzeuge verwaist hinter den anderen zurück.

Hm. Außer, ja außer meinen verschiedenen Bloc Loc-Hilfen. Was wäre die Welt ohne Bloc Loc´s! 

Siehst du, geht doch!


Abschließende Gedanken für den virtuellen Glückskeksspruch:

Es hat eine längere Zeit gebraucht um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es wenig Sinn macht, einem Mainstream hinterher zu eifern.

Das eigene, authentische Bauchgefühl ist für mich immer noch die beste Grundlage für Entscheidungen, die zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

Im Patchwork, sowie im realen Leben. 


Liebe Judith, es war schön bei dir. Bevor ich gehe, trinke ich noch den Rest Kaffee, auch er durch lauter Gequatsche mittlerweile kalt geworden ist. 


Ich komme gerne wieder und wünsche dir immer wiederkehrende gute Gespräche mit deinen Gästen. 


Renate