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Samstag, 1. Mai 2021

Auf einen Kaffee mit... Petra @sewingp

 


In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Petra und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 
Ich freue mich Dich als Gast zu einem virtuellen Kaffeeklatsch bei September's
Quiltdelight zu begrüßen.
•Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns
bitte einmal vor
 
Hallo Judith! Ganz lieben Dank für die Einladung mit dir einen Kaffee zu trinken und
ein bisschen zu quatschen. Für mich bitte einen Kaffee mit viel Milch und Zucker,
gerne in einer großen Tasse;)
 


Ich bin Petra, 50 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern (21
und 23). Aufgewachsen bin ich in der schönen Eifel, nach dem Abitur hat es mich nach
Köln verschlagen und nun lebe ich schon seit über 20 Jahren im Bergischen Land in
Wuppertal.

•Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?
 
Wir sind uns noch nie „in echt“ begegnet, sondern nur virtuell. Auf Instagram habe ich
dich über die Modern Cologne Quilter entdeckt und verfolge seitdem deine Arbeiten
und lese auch gerne auf deinem Blog. Du hast mich außerdem in deine Bee
„Letsbeehere“ eingeladen. Was war ich da vielleicht aufgeregt! Meine erste Bee! Und
wir gehen jetzt schon ins zweite Jahr! Ich hoffe allerdings sehr, dass wir uns ganz bald
auch mal richtig treffen können, das wäre klasse!
 


•Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen?
Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?
 
Toll fühlt es sich hier an! Ich habe mich sehr über deine Einladung gefreut, dich hier
besuchen zu dürfen.
Wie ich zum Quilten gekommen bin...in der Textil AG an der Schule durften wir
wählen, ob wir eine Schürze oder ein Patchworkkissen nähen möchten. Ich habe mich
für das Kissen entschieden. Vielleicht schlummerte schon damals eine gewisse
Vorliebe für das Zusammensetzen von verschiedenen Stoffen in mir, wer weiß? Dann
habe ich immer mal wieder Kleinigkeiten oder Kleidung genäht; aber am liebsten
Karnevalskostüme! Die wurden auch schon mal sehr spontan und sehr schnell aus
irgendwelchen Bettlaken improvisiert. Dann habe ich lange Zeit überhaupt nicht
genäht. 
Als meine Kinder klein waren, habe ich wieder angefangen und sehr viel
Kleidung für die beiden genäht, auch viele (Karnevals)kostüme. Später, als die beiden
lieber andere Sachen getragen haben, habe ich für mich viel Kleidung genäht...bis ich
vom Quiltvirus infiziert wurde. Ich kann nicht genau sagen, wann und wie das passiert
ist. Seit 2016 bin ich auf Instagram unterwegs, erst habe ich nur geschaut und
gestaunt und konnte es überhaupt nicht fassen, dass es so viele Gleichgesinnte gibt.
Und so viele schöne moderne schlichte Quilts! Man erntet zum Teil ja schon seltsame
Blicke, wenn man von seinem Hobby erzählt. 2019 habe ich dann beim
Summersampler mitgenäht, das war für mich echt ein Schlüsselerlebnis. 
 

 
 
Diese ganzen Begriffe wie FatQuarter, Sewalong, WOF, Scant Seam Allowance usw. kannte ich
überhaupt nicht. Der passende Hashtag war #piecingbootcamp, und das war dann
auch so. Bei diesem Sewalong habe ich wirklich sehr viel gelernt und seitdem ist mein
Profil auch öffentlich und ich freue mich über diese tolle, inspirierende, wohlwollende
Community und den regen Austausch mit vielen anderen Quiltern überall auf der Welt.

•Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher
nimmst Du die Inspirationen für Deine Werke?


Inspiration finde ich viel auf Instagram. Nachdem ich mir nun nach und nach mehrere
Grundlagen angeeignet habe, möchte ich auch versuchen, mehr und mehr ohne
konkrete Vorlagen zu arbeiten. Improv ist gerade so ein Thema, da möchte ich noch
einiges ausprobieren. Ich nähe sehr gerne mit gebrauchter Kleidung oder alter
Bettwäsche, das finde ich sehr interessant. In der Architektur oder der Natur sehe ich
immer wieder Dinge, die mich inspirieren. Da stehe ich aber wirklich erst ganz am
Anfang, freue mich auf das, was da vielleicht noch so kommt und bin sehr glücklich,
so ein erfüllendes Hobby zu haben.
 



•Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch
noch anderswo?
 
Mich findet man auf Instagram unter dem Namen @sewingp. Ich nähe in zwei Bees
(#Letsbeehere und #Beeautifulblocks) und seit Anfang des Jahres bin ich auch beim
#Medaillonroundrobingermany (initiiert von Sandra @hohenbrunnerquilterin2.0) mit
dabei.
 
 
•Jede Patchworkelfe, welche ich bisher getroffen hatte, hatte mindestens ein
Lieblings- Tool welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken
war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei Dir anders sein sollte.....
 
Hm...da gibt es ja so viele nützliche Dinge. Aber der Stripology Squared Ruler ist für
mich eine wirkliche Erleichterung.

•Wo wir schon davon sprechen... Neben dem Lieblingstool, haben sich über die
Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du immer wieder gerne nähst?
 
...Warum fällt mir als erstes ein, was ich nicht mag? Windmühlen, die mag ich nicht!
So überhaupt nicht! Aber sonst bin ich für ziemlich alles offen, die traditionellen
Logcabins mag ich zum Beispiel sehr gerne, oder Flyinggeese, Halfsquaretriangles und
Streifen. Streifen gehen immer!

•Zum Schluss bitte ich Dich um eine Nähweisheit für die virtuelle
Glückskeksproduktion....
 
Ganz klar: Gut gebügelt ist halb genäht! Das unterschreibe ich zu 100%! Funfact:
wenn es nicht ums Nähen geht, mag ich bügeln übrigens überhaupt garnicht;)

Samstag, 24. April 2021

Auf einen Kaffee mit....Katrin @lokasquiltart

 

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Katrin und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.
 
Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!
 

Wenn ich mir schon was aussuchen darf, dann hätt ich gern einen Latte Macchiato ohne Zucker. Daheim gibt es nur handgefilterten Kaffee. 😉

Ich bin Katrin, 44 Jahre alt und wohne im beschaulichen Nürnberg (seit mittlerweile fast 4 Jahren), davor habe ich 20 Jahre in Frankfurt gelebt. 

Aufgewachsen bin ich allerdings in Cottbus. Also eher ein Stadtkind, wobei ich unsere ländliche Ecke, wo ich jetzt wohne, schon sehr zu schätzen weiß. 

 

 
Magst du erzählen woher/wie wir uns kennen?
 

Wir kennen uns durch deinen SewAlong 12 Blöcke - 1 Jahr. Das war 2015. Da hatte ich fleißig mitgemacht 

und dann auch noch den Preis gewonnen. Ein Quilt ist aber nie aus den Blöcken geworden. Die meisten habe ich 

zu Kissenhüllen für krebskranke Kinder verarbeitet, aber ein paar habe ich immer noch in meiner UFO-Kiste liegen.

 


 
 
Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier?  Wie bist du selbst zum Patchworken/Quilten gekommen?

Bei anderen Patchworkern zu Besuch zu sein, finde ich immer voll spannend und inspirierend.  Da gibt es so viel zu entdecken, 

z.b. ob wir die gleichen Stoffe mögen, welche Farben.  Das ist immer gut zu wissen, wenn ich kleine Geschenke machen möchte. 😉

Bei dir fühle ich mich total wohl, deine elegant schlichten Werke sind ganz anders als meine knallig-bunten.  

Deine Werke haben für mich nordischen Flair und bringen mich immer auf neue Ideen (ich kann es gerade nicht anders erklären).

 

Ich würde mich ja selbst als ziemlichen Spätzünder bezeichnen. Meine Mama hat früher für uns Klamotten genäht. 

Aber das hatte mich nie wirklich interessiert. Ich wollte immer das machen, was der Papa gemacht hat (Eisenbahnplatte bauen, mit Holz arbeiten etc). 

Irgendwann 2013 hatte ich im www eine Patchworktasche gesehen und war total fasziniert. 

Beim nächsten Besuch bei meinen Eltern hab ich meiner Mama ihre kleine Nähmaschine aus dem Kreuz geleiert. 

Sie war schon ziemlich irritiert, wo dieser Sinneswandel plötzlich herkam. Allerdings habe ich die kleine Maschine mittlerweile 

durch 2 etwas größere ausgetauscht. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an der Maschine sitze. Ich brauche das Gefühl, etwas herzustellen 

 


Durch das Nähen bin ich dann irgendwann auf Quilts gestoßen.  Aus Stoffresten wunderschöne Dinge herstellen, 
durch zusammenfügen neue Muster und Formen schaffen, durch “einfaches” drübernähen neue Akzente setzen.  
Das hat mich total fasziniert und gefesselt.  Seitdem hat eigentlich alles, was ich nähe, mit Quilting zu tun.
Selbst die Tischläufer, Kissen oder MugRugs werden von mir gequilted.

 


 


Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?
 

Ehrlich gesagt, das Netz ist voll davon. Regelrechte Reizüberflutung Tag für Tag, würde dann immer am Liebsten die vollen 24h werkeln. 

Aber wenn es um Patchwork geht, finde ich Saija Elina unglaublich inspirierend. Was das LongarmQuilten angeht, 

ist es definitiv Iva (schnigschnagquiltsandmore) oder Natalia Bonner. Die Liste würde aber unendlich werden, 

wenn ich hier erstmal anfange.

 


 


Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media- Kanälen? Schließlich möchten wir deine Werke in Augenschein nehmen und uns von dir inspirieren lassen!
 

Aktuell findet man mich auf Instagram und auch noch auf meiner Homepage www.lokasquiltart.de . 

Die Seite ist noch im aktiven Aufbau, aber Informationen zu meinem Quiltservice und weitere Bilder sind schon vorhanden. 

Am Etsy Shop wird noch fleissig gearbeitet.

 

Jede Patchworkelfe,welche ich getroffen haben, hatte mindestens ein Lieblingstool, welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei dir anders ist...
 


Iva hatte mir bei ihrem Quiltkurs ein ganz besonderes Tool empfohlen. 

Einen Nahttrenner … ich liebe ihn und möchte ihn echt nicht mehr missen. Liegt unglaublich gut in der Hand 

und man zieht nicht aus Versehen Fäden. Den hab ich jetzt auch schon an zwei meiner Mädels verschenkt und 

sie lieben ihn mittlerweile auch und fragen sich, warum sie das Teil nicht schon früher hatten.

 


 

 

Für Halfsquaretriangles liebe ich den BlocLocRuler, zack zack zack und fertig ist der Bloc(k)..

Und dann wär da noch mein Männe … gelegentlicher Stoffkurier 😉 und Anleitungsübersetzer 

(selbst die deutschen wollen ab und zu nicht in mein Hirn), schneidet zu oder stopft die Knochenkissen, 

wenn ich ihn drum bitte.

 

Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du gerne immer wieder nähst und arbeitest?
 

Hm, nicht wirklich. Ich bin eher jemand, der ständig was neues ausprobieren möchte. Es gibt auch bisher noch keinen Quilt, 

den ich ein zweites Mal genäht habe. 

Aber für mich muss alles eine gewisse Harmonie und Struktur besitzen. 

 



Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeks- Produktion...
 

O-Ton von meinem Männe -  lieber 2x messen und dann erst schneiden 😉 

Wie er wohl darauf kommt??? 😂

 

LiebeKatrin, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Auf einen Kaffee mit ..... Renate @naehrenate


In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Renate und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.


Hallo liebe Judith, 

freue mich über die Einladung dich in deinem virtuellen Nähzimmer zu besuchen.

Diese Einrichtung ist wirklich eine gelungene Idee für einen ungezwungenen Gedankenaustausch.

Nehme gerne einen Coffee black ohne Zucker. Danke.


Wir kennen uns schon ca. 5 Jahre. Unsere erste Begegnung ergab sich 2015 bei einem Kurs mit Brigitte Heitland,

in dem du ebenfalls Teilnehmerin warst. Erinnerst du dich noch? CrossIt?


Mein Name ist Renate Salz. Wohne seit ca. 15 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis und habe zeitgleich

mit diesem Ortswechsel den Zugang zu Patchwork innerhalb einer örtlichen Patchworkgruppe gefunden. 


Rückblickend stellen die Erfahrungen bzgl. Nähtechniken, und vor allem Gestaltung eine kontinuierliche Weiterentwicklung dar.

Die zeitlich aufbauenden Prozesse sind für mich vergleichbar mit dem Aufschichten eines Mauerwerks.

Ohne tragfähiges Fundament bricht alles vorzeitig zusammen.

Genau so ist das anfangs traditionelle Arbeiten als fundamentale Grundlage

alles Weiteren zu verstehen. 


Diese Symbolik beschreibt, dass ich mich vom anfänglich traditionellen Arbeiten

hin zu modernerem Design entwickelt habe.

Unter „modern“ verstehe ich klare Strukturen in Form und Farbe.

Ich versuche, einem Quiltmuster Raum zum atmen zu lassen,

d. h., das Muster darf nicht eingezwängt wirken.

Für meine Empfindung kann nur so das Auge einen Quilt „in Ruhe“ aufnehmen.

Apropos Farbe: Doch ja, wenn sie zugeordnet oder als Akzent eingesetzt ist.

Dann am liebsten uni, bzw. ein zurückhaltender Druck. 

Wenn unterschiedliche Farbdrucke sich zu einem System zusammenfügen, hat es wieder Struktur. 


Ansonsten macht mich querbeet Flowerpower ziemlich orientierungslos. 

Two-Color-Quilts sprechen mich an.

Daher findet zwischendurch auch immer wieder gerne auf eine Black+White Arbeit statt. 


Geradliniges, geometrisches Design ziehe ich curved piecing vor. Eigentlich.

Obwohl Kurven in Kombination mit Geometrie auch wieder eine spannende Wirkung darstellen können.

Ein ultimatives „das mach ich nie“ gibt´s in unserem Hobby sicherlich nicht.

Eh du dich versiehst, kommt schon wieder eine neue Inspiration um die Ecke - und schon kreist es im Kopf herum …

ach, könnte ich ja auch mal …

Im Netz poste ich ausschließlich auf Instagram und bin dort unter „naehrenate“ zu finden. 


Mittlerweile hat sich mir eine große Community erschlossen und dient mir überwiegend als Inspirationsquelle.

Es ist schon aufregend für mich dass über Kontinente hinweg Kontakte und somit eine „Begegnung“ in Form von Austausch stattfindet.


Ach ja, hätte ich fast vergessen: Stichwort Lieblingstool.

Am liebsten arbeite ich mit den über die Jahre liebgewonnen und vertrauten Standard Linealen und vertrete eher das Motto:

Never change a winning team. 

Natürlich habe ich mich hier und da zu Spontankäufen hinreißen lassen in der Annahme,

damit wird das Quilterleben einfacher, besser, schöner!

Na ja, ehrlich gesagt bleiben diese (oft teuren) Werkzeuge verwaist hinter den anderen zurück.

Hm. Außer, ja außer meinen verschiedenen Bloc Loc-Hilfen. Was wäre die Welt ohne Bloc Loc´s! 

Siehst du, geht doch!


Abschließende Gedanken für den virtuellen Glückskeksspruch:

Es hat eine längere Zeit gebraucht um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es wenig Sinn macht, einem Mainstream hinterher zu eifern.

Das eigene, authentische Bauchgefühl ist für mich immer noch die beste Grundlage für Entscheidungen, die zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

Im Patchwork, sowie im realen Leben. 


Liebe Judith, es war schön bei dir. Bevor ich gehe, trinke ich noch den Rest Kaffee, auch er durch lauter Gequatsche mittlerweile kalt geworden ist. 


Ich komme gerne wieder und wünsche dir immer wiederkehrende gute Gespräche mit deinen Gästen. 


Renate

Donnerstag, 3. September 2020

Auf einen Kaffee mit..... Antje @antokami



In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorzustellen.



Ich freue mich heute, nach fast drei Jahren, diese wunderschöne Blogrubrik wieder zum Leben zu erwecken und inzwischen sind es weniger die herkömmlichen Bloggern, denn die Instaquilter die hier zu Wort kommen. Ich freue mich heute das Wort an Antje anzugeben.


Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor!


Hallo Judith, vielen Dank für deine Einladung. Für mich bitte einen Latte Macchiato oder

einen Kaffee mit viel Milch (oder wie ich gern sage Milch mit Kaffee) .




Ich bin Antje, 47 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unserer 15 jährigen Tochter südöstlich von Berlin.

Ziemlich genau dort, wo der BER nicht fertig wird.

Dann gibt es noch einen Kater – Findus- der die Familie dann komplett macht.


Magst Du erzählen, woher/ wie wir uns kennen?  

Bisher kenne ich dich nur von Instagram, wo ich mit dem Namen @antokami unterwegs bin.

Ich habe 2016 mit dem Nähen angefangen.

Mehr oder weniger habe ich mir vieles selber beigebracht.

Habe angefangen Blogs zu lesen und auf Youtube Videos geschaut.

Dabei bin ich auch auf deinen Blog gestoßen und habe dort bei deinem Patchworkwegweiser

auch viele hilfreiche Tips gefunden. 

Ich habe dir in dieser Zeit viele, viele Fragen gestellt, wo es immer

kompetente Antwort gab.

Ich hoffe sehr, dass es irgendwann mal eine Gelegenheit gibt, dich persönlich zu treffen.


Wie fühlt es sich an so mitten in meinem virtuellen Nähzimmer zu sitzen?

Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/  Quilten gekommen?


Mir gefällt es hier sehr gut, im Gegensatz zu meinem richtigen Nähzimmer ist es hier

übersichtlich und strukturiert.

Wie ich schon im vorherigen Absatz schrieb, habe ich im Sommer 2016

mit dem Nähen angefangen. Der Wunsch war schon lange in meinem Kopf,

aber bis ich soetwas immer umsetze, dauert etwas.

Irgendwie habe ich es geschafft, mich zusammen mit meiner Tochter in Potsdam bei einem Nähkurs anzumelden.

Ich habe dort eine Tasche genäht, die eigentlich viel zu groß geraten ist.

Aber sie ist bis heute in Benutzung: wenn wir in den Urlaub fahren kommen Handtücher oder Bettwäsche dort hinein.




Bei diesem Nähkurs haben wir auf einer Brother Nähmaschine genäht.

Und da sowohl meine Tochter und auch ich damit gut klar gekommen sind, und ich auch gemerkt habe, dass Nähen mein Ding ist,

habe ich mir genau diese Maschine gekauft. Leider hatte meine Tochter nicht so wirklich Interesse am Nähen, ich dafür um so mehr.

Anfangs nähte ich Einkaufsbeutel, Kosmetiktäschchen, Schlüsselanhänger, Utensilos....das typische Anfängerprogramm, schätze ich mal.

Als Anleitung mussten meist Videos herhalten, das war für mich die verständlichste Art. Schriftliche Anleitungen waren nicht ganz mein Fall. 

Es interessierte mich bald, auch mal ein T-Shirt zu nähen. Also war ich auch auf Blogs unterwegs, wie dem von Elle Puls.

In 2017 hatte ich das Glück, einen Platz in ihrem Nähcamp zu bekommen. Mit relativ wenig Bekleidungsnähkenntnissen fuhr ich dort hin .

Und obwohl ich nicht viel genäht habe, war es ein tolles Wochenende. Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ich heim.

Ich hatte so viele tolle Leute kennengelernt, die mir alle meine Fragen beantwortet haben, mir Tips gaben.

Es war einfach nur toll.

Wie und wann ich nun genau zum Patchworken gekommen bin, kann ich gar nicht mehr genau sagen.

Meine erste Decke habe ich für meine Tochter genäht. Mit einer Fleecedecke als Batting und einen billigen Stoff für die Rückseite.

Schief und krumm.

Irgendwann kam ich auf die Idee, aus all den inzwischen angesammelten Stoffstückchen einen Quilt für mich zu nähen, wo jeder Stoff nur einmal vorkommt.

Ich hatte viele (bereits zu dieser Zeit entwickelte sich meine Vorliebe für Stoffreste, die bis heute anhält), etwas mehr als 90, aber es reichte nicht.

Jemand gab mir den Rat, mal auf Instagram meinen Wunsch zu posten. Was dann passierte, fand ich unglaublich.

Ich habe von so vielen nähbegeisterten Frauen Stoffquadrate zugeschickt bekommen, einfach so, ohne dass sie eine Gegenleistung dafür haben wollten.

Diesen "Stofftausch" behalte ich bis heute gerne bei. Wann immer ich was brauche, frage ich nach.

Aber genauso gerne verschicke ich auch Stoffreste, wenn jemand etwas braucht oder ich mal wieder zuviele Reste habe.

Auf diese Art und Weise habe ich ganz viele tolle Menschen kennengelernt, virtuell, aber auch telefonisch und sogar persönlich.







In diesem Jahr wollte ich zur Nadelwelt fahren und hatte mich darauf gefreut, nochmehr persönlich kennen zu lernen.

Wie wir alle wissen, kam es anders.

Inzwischen nähe ich auf einer Janome MC 8900 QCP und eine Overlock gehört auch schon seit einiger Zeit zu meinem Nähpark


Inspirationen, das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst Du die Inspirationen für Deine Werke?


Inzwischen fast ausschließlich von Pinterest oder Instagram.

Am Anfang las ich viele Blogs.

Da waren der von Barbara @dasmachichnachts; der von Grete @stoffsalat;die Blogs von den 6 Köpfen,

der BerninaBlog so meine Hauptinspirationsquellen. ( diese Aufzählung ist nicht vollständig).

Inzwischen wird ja immer weniger gebloggt. Oft sehe ich etwas, muss das sofort ausprobieren,

vertrödele Stunden damit um dann festzustellen, dass es doch nicht so geht,

wie ich mir das vorgestellt habe. Also wird alles wieder aufgetrennt.




Die meisten meiner Quilts entstehen ohne Anleitung und auch ohne eine bestimmte Stoffserie.

Oft aus den zusammengesammelten Resten, die ich hier so hab.

Allerdings muss immer eine gewisse Struktur dahinter stecken.

Ganz bunt und wild durcheinander mag ich es gar nicht.




Viele schöne Anleitungen sind in englische Sprache, damit habe ich immer noch so meine Probleme.

Ich muss dabei regelmäßig jemanden fragen, ob er mir weiterhilft.

Die Übersetzer im Internet kommen mit den Fachbegriffen aus der Nähwelt meist an ihre Grenzen


Findet man Dich neben Deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine auch noch anderswo?

Als Blogger oder auf anderen Socialmedia- Kanälen? Wenn ja wo?

Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen und uns von Dir inspirieren lassen!


Ich habe keinen Blog und auch keinen Facebook-Account.

Meine Werke findest du nur bei Instagram, dort findet ihr mich unter @antokami.

Der Name setzt sich übrigens aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen von mir, meiner Tochter und meines Mannes zusammen.


mein vielleicht bisher schönstes Werk


Jede Patchworkelfe, welche ich bisher getroffen hatte, hatte mindestens ein Lieblings- Tool,

welches für sie aus ihrem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen,

dass das bei Dir anders sein sollte.....


So ein absolutes Lieblingstool habe ich eigentlich nicht. Ich liebe viele meiner Helferlein und kann sie aus meinem Nähalltag nicht mehr wegdenken:

das fängt an mit Rollschneider, Patchworklineal und Schneidematte, geht weiter Nahtrenner, diverse Lineale und und und.

Je mehr ich darüber nachdenke, ein Teil liebe ich doch: meine Fadenschere, eigentlich  ist es mehr eine Zange.

Ich finde es sehr angenehm, nicht jedesmal mit den Fingern in kleine Öffnungen zu müssen, um den Faden abzuschneiden.

Es ist immer ein Drama, wenn die verschwunden ist. Ich hab mir zwar eine Zweite angeschafft, die ist aber nicht so gut. 


Wo wir schon davon sprechen... Neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch  Lieblingsmuster entwickelt,

welche du immer wieder gerne nähst und arbeitest?


Bis jetzt noch nicht, ich denk, da bin ich noch in der Findungs- oder auch Übungsphase.

Ich habe nur gemerkt , dass es mir keinen so großen Spaß mehr macht, wenn ich einen Quilt noch einmal nähe.

Meine Merkliste ist lang und ich möchte viel lieber eine neues, anderes Muster ausprobieren.

Allerdings kann ich dir sagen, was ich nicht mag (und wenn du es nicht hier stehen haben magst,

weil es nicht die Frage war, dann streiche es): Foundation Paper Piecing, kurz FPP. Das ist eine Technik, mit der ich absolut nicht warm werde.


Zum Schluss bitte ich Dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion.. 


Gut gebügelt ist halb genäht. Da ist soviel Wahres dran. Ich bin ein absoluter Bügelmüffel und denke immer wieder: hättest du mal vorher gebügelt...

Ich sehe gerade, dass diesen Spruch Anni bereits verwendet hat. 
Ein weiterer, der aber auch absolut auf mich passt, ist : Nähen und Stoffe (Reste) kaufen sind zwei verschiedene Hobbys.


Liebe Antje, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt.