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Sonntag, 25. Januar 2026

(Patchwork & Quilting) 2026 Kick off....

.... oder hat da jemand UFO gesagt?

Hallo und ein etwas verspätetes frohes neues Jahr hier auch von mir. Hier hat die letzten beiden Wochen die Grippe gewütet und alle Kraft, Ideen, Nähzeiten etc einfach ausgeknockt. Langsam kommt Land in Sicht und was bisher nicht war, kann ja noch werden. 

Also wie wäre es mit guten Vorsätzen? Ich wollte erst keine machen, aber manchmal hilft der Gruppen"zwang" sich seinen "Problemen" zu stellen. Mein Problem ist in diesem Jahr eine WIP (work in progress)- Liste mit sage und schreibe 20 Projekten. Manche was älter, manche neueren Datums. Meine lieben Freundinnen, die MCQs und Beemitglieder, wollen uns dieses Jahr gegenseitig pushen und jedes fertige Objekt gebührend feiern. 

Im Februar sehen wir uns alle live und in Farbe beim gemeinsamem Nähwochenende, da wird es vielleicht einen kleinen Show&Tell der ersten fertigen Ufos/Wips geben. DAfür müsste ich nur langsam mal anfangen, sonst kann ichg an dem Wochenende nichts zeigen und das wäre äußerst schade. 

Also habe ich mir, mit Blick auf diese endlose Liste, drei erste Ziele gesetzt:

#1 Summer Haze Quilt


Dieser Quilt ist mein Beequilt der Modern Cologne Bee aus dem vergangenen Jahr. Hier habe ich das erste Mal einen Quilt per Hand gequiltet. Es fehlen mir noch acht handgequiltete Reihen, dann könnte ich das (bereits fertig vorbereitete) Binding annähen.  

#2 Giant Dresden QAL 

 

Die Idee zu diesem Quilt entstand 2024?! ebenfalls in der Modern Cologne Bee als gemeinsamer QAL. Drei von uns haben angefangen und ich glaube, keine ist bisher fertig. Vor mir liegt hier noch 50% free motion Quilting, dann wäre auch dieses Top bereit fürs Binding.  

#3 Leaders Enders Konfetti Quilt  

Dieses Top ist während des MCQ- Jubiläumswochenende im vergangenen November fertig geworden und inzwischen auch schon geheftet. Das Quilting wird ein schnelles Walkingfoot Quilting und das Binding, passend zum Top einfach scrappy. 

Würde mich jemand fragen, in welchem Zeitraum ich gedenke diese drei Projekte fertig zu stellen, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, bis Ende März an alle ein endgültiges Häkchen zu machen und mich weiteren Listen- Projekten zu widmen. 

Ich werden berichten. Dies ist übrigens ein weiterer Vorsatz von mir. Diesen Blog wieder mehr mit Leben zu füllen, da ich Instagram inzwischen häufig als anstrengend und deutlich weniger inspirierend empfinde als früher. Hier kann ich nach Lust und Laune meine Interessen, Erlebnisse zeigen und das nicht nur für ein schnelles Like.  

Pssst, ein Projekt habe ich aber inzwischen schon fix und fertig gestellt... hier fehlt auch nur noch das Binding. Es ist ein Basket, welches nie auf der WIP- Liste aufgetaucht ist. Aber fertig, ist fertig oder?

 



Also bis ganz bald 

Judith 

 

Sonntag, 6. Dezember 2020

(Patchwork & Quilting) Quiltcommunity- dafür bin ich dankbar 2020

 Ihr Lieben,

es gibt so vieles worüber man auf einem privaten (Näh)- Blog schreiben kann, das andere Nähbegeisterte und Interessierte unterhält beziehungsweise weshalb sie den Weg dorthin finden und einen Moment verweilen.
In den letzten Tagen und Wochen, speziell in diesem Jahr, ist mir etwas anderes noch viel Wichtigeres immer wieder ganz präsent gewesen und vor Augen geführt worden. 
Mein Arbeit und mein Blog wird unter Nichtquiltern (hallo Familie) gerne damit präsentiert und beworben, dass ich vor einigen Jahren den Jungle Abstractionquilt- the Lion von Violet Craft genäht habe. So oft kommt die Frage "wo ist denn der Löwe zu finden?", "haste den Löwen garnicht auf deinem Blog?", "zeig doch nochmal den tollen Löwenquilt!"
Ja natürlich ist jedes Lob schmeichelhaft, aber es ist eben so, dass ich mich nicht über diesen Quilt definiere und es mich inzwischen "ankotzt" auf diesen einen Quilt (von fertigen 56) reduziert zu werden. 
Vergleicht man diese Arbeit mit anderen Techniken könnte man es "Nähen nach Zahlen" nennen und damit das alles so perfekt wird, näht man auf Papier. Viel mehr als diese Kenntnisse und ein bisschen gesundes Durchhaltevermögen und Geschick an der Nähmaschine braucht es nicht, ich könnte ganz böse behaupten... kannste Nähen, dann kannste den auch nähen... aber darum geht es mir hier und heute nicht.

Andere Quilts in meinem Fundus oder auf dem WIP (Work in Progress)- Stapel haben für mich eine weit emotionalere Bedeutung. Aktuell arbeite ich abends häppchenweise an handgequilteten Highlights meines Spiderwebquilts. 
 

 
 
Dieser Quilt ist ein Beequilt der letzten beiden Jahre mit Webkanten, wovon ich 90% über die letzten 10 Jahre selber vernäht und die besagten Kanten aufgehoben habe. 
Alex, Iris, Martina, May, Dagmar, Christiane, Renate, Christina, Sanna, Monika, Antje und Jennifer haben für mich den Großteil der Blöcke für dieses Quiltspektakel genäht. Ein Quilt ist mit vielen helfenden Händen entstanden. Viele der aufgezählten Damen sind für mich nicht nur in der Social Media Welt Bekannte, nein, sie sind meine Freundinnen. 
Sie sind mir über das gemeinsame Hobby in mein Leben gespült worden, für manche musste ich extra nach Karlsruhe fahren, um sie das erste Mal zu treffen... und ich möchte sie für kein Geld der Welt wieder her geben. 
Bei unseren sehr persönlichen Treffen kann jede auch mal ein Ründchen oder zwei heulen, bekommt Trost, Rat und Verständnis über die Nähmaschine hinaus entgegen gebracht. Wir sind füreinander da, wir helfen uns auch in anderen Krisen, Ärgernissen und bei besonderen freudigen Anlässen. Genau dieses Miteinander, sich aufeinander freuen und voneinander Kraft schöpfen, ist etwas so Kostbares und dafür bin ich besonders in diesem schwierigen Jahr soooo sooo dankbar. 

Das Wunderbare ist, Social Media hat es möglich gemacht. Und wir haben es in die Hand genommen, dass es das wird, was es werden soll und kann. 
Neben diesen sehr persönlichen und engen Bindungen bin ich auf dem Social Media Kanälen so dankbar und froh ein Teil der wunderbaren Quiltcommunity zu sein. Eine hat eine Idee (ich sage nur Online Quiltausstellung, virtueller SEW- ALONG), zack es sind mindestens fünf da, um die Idee hinaus zu tragen und andere zu inspieren, mitzuziehen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und etwas Unvergessliches entstehen zu lassen. 
 
Das ich in diesem Jahr eine neue Bee- Gruppe, die #letsbeehere, ins Leben gerufen habe, konnte nur dank vieler Interessierter Realität werden. Wie sich gegenseitig bei der 100. Verzweiflung über fehlende Nahtzugabe, zu klein geratene Blöcke oder bei Stoffnotstand geholfen wird, dass schätze ich sehr. Sich positiv zu bestärken, Anteil zu nehmen und Lösungen anzubieten, dass man ich an dieser Quiltcommunity besonders. Negative Kommentare und Shitstorms habe ich, gottseidank, noch nicht erleben müssen in dieser kleinen Blase Gleichgesinnter. 
 
Ebenfalls zu diesem Gefühl der Zugehörigkeit und des Miteinanders tragen ganz klar die vielen tollen organisierten Swaps bei. Sei es ein HST- Swap, ein Adventskalender unter QUilterinnen, ein Minichristmasswap, der Herbst- & Halloweenswap, all diese Aktionen bringen Gleichgesinnte zusammen, die sich hoffentlich schon im Gruppenchat bestens verstehen, den gleichen Humor tragen, auch dort tröstende Worte finden und gemeinsam eine Lösung finden. Wo ein Bild einer Schachtel Pralinen das Wetteifern um dieses Päckchen mit den sinnlosesten Kommentare und Begründungen lostritt und man vor Lachen Bauchschmerzen bekommen kann. 
Genau diese Momente sind es wert sich vor Augen zu halten, wenn die Welt (scheinbar) im Wahnsinn mit Toupet, einer weltweiten Pandemie oder anderen traurigen und nicht fair erscheinenden Botschaften und Vorkommnissen am Abgrund zu stehen scheint. 
ES IST NICHT SO!!!!! So viel Gutes und Wunderbares findet sich dort draußen und kann auch ganz nah sein, ohne dafür wirklich "in touch" zu sein, auch wenn das um Welten besser wäre- natürlich. 

Aber es ist da und ich kann nur eines sagen DANKE! DANKE, dass ich Teil dieses wunderbaren kreativen Pulverfass voller Gleichgesinnter sein darf und wir gemeinsam etwas so Schönes schaffen können. 

Und nun nochmal zurück zum Quilt... es ist also ganz einfach eine Sache nur objektiv zu bewerten, aber die Geschichte dahinter, die ist doch viel viel spannender und gibt soviel MEHRWERT zu einem Quilt und macht ihn damit wirklich besonders. Möchte sagen, vielleicht sollten man als "Unwissender" manchmal überlegen, dass der Arbeitende hinter so einem Projekt weit mehr zu bieten hat, als nur eine einzige Sache.... 

Neben dem erwähnten Spiderwebquilt, gibt es aus meinem einjährigen Abenteuer #Colorbeegermany einen regenbogenbunten Ninepatchquilt, okay bisher ist es nur ein riesiges fertiges Vorderteil, aber hier sind so viele Stoffe aus dem Stoffvorrat der anderen Beemädels eingeflossen und sie haben ihn zu einem besonderen Erinnerungsstück gemacht. Danke liebe Antje, Nicole, andere Nicole, Suse, Christina, Ann- Kathrin,Ulrike, Clementine, Kirsten, Gaby, Jolanta und Ulli. 
 

 
Natürlich sind das Beides nicht meine ersten Beequilts, aber es sind für mich die beiden mit der bedeutendsten Geschichte- bisher. 
Im kommenden März bin ich die Beequeen in #letsbeehere und #moderncolognebee und die Mädels werden parallel/gleichzeitig die gleichen Blöcke für eine neue (uni) Quiltidee nähen. In der einen Bee möglicherweise komplett aus dem Stash der Mädels, die anderen bekommen die Materialien von mir. Da sind die Vorgaben in den Bees verschieden, aber ich freue mich so auf ein Gemeinschaftsprojekt wo beide Gruppen zusammenfließen. Ich werden berichten.  

In diesem Sinne, das wollte ich gerne mal loswerden....und bevor jetzt immernoch welche meckern.... hier noch auf die Schnelle, der so "wichtige" Quilt 




Alles Liebe
Judith


Sonntag, 1. November 2020

Auf einen Kaffee mit .... Petra @petrahenrich2772

In der virtuellen Welt des Nähens und Patchworks trifft man immer wieder auf tolle, kreative und positive Menschen. Menschen mit denen ich am liebsten stundenlang quatschen würde, mich zum nähen verabreden und ihnen bei ihrem Tun über die Schulter schauen möchte.

Ich freue mich sehr, dass ich, besonders im letzten Jahr, die Möglichkeit dazu bekommen habe viele dieser Menschen persönlich kennenzulernen. In loser Reihe möchte ich euch Menschen, die mich ebwegt beeindruckt und inspiriert haben bei einem "virtuellen Kaffeeründchen" ein bisschen vorstellen.



Ich freue mich auch diesen Monat wieder über virtuellen Besuch. Dieses Mal begrüße ich Petra und gebe hiermit einfach das Wort ab. Viel Freude beim Lesen und Kennenlernen.

Was darf's denn sein? Kaffee oder Tee? Mit Milch und Zucker? Stell dich uns bitte einmal vor. 

Hallo Judith, herzlichen Dank für deine Einladung zum Kaffee! Ich trinke meinen mit Milch und Süßstoff oder Zucker. Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen: ich bin Petra Henrich, verheiratet mit Ralf, Mama von drei erwachsenen Söhnen, Schwiegermama einer ganz lieben Schwiegertochter und oma von zwei Jungs und einem Mädchen. Zuhause bin ich in Daaden am Rand des Westerwaldes/Siegerlandes.


 


Die erste Begegnung mit Patchwork hatte ich vor etwa 25 bis 30 Jahren (kann es selbst kaum glauben) durch die Mutter einer Freundin meines Bruders. Wir hatten uns komplett aus den Augen verloren, bis sie sich vergangenes Jahr mit einem Quiltauftrag an mich wandte. Nähen verbindet bekanntlich. Damals habe ich mir ein deutsches Quiltbuch gekauft und Sitzkissen für unsere Küchenstühle genäht. Crystal Stars - mit Bleistift auf den Stoff gezeichnet und mit der Schere ausgeschnitten. Sie sind immer noch im Gebrauch. So richtig angefangen habe ich dann vor 18 Jahren mit einer Schneidematten/Rollschneider/Linealset und einen Jacobs Ladder Quilt für einen unserer Jungs gemacht.

Magst du erzählen woher/ wie wir uns kennen?

So richtig kennen wir uns persönlich noch nicht. Ich kann mich an zwei Begegnungen erinnern. Die erste war 2018 bei der Ausstellung der MCQ im Oberlandesgericht Köln und dann 2019 im Juni. Martina hatte mich eingeladen an einem Kurs der MCQ  mit Brigitte Heitland teilzunehmen, was mir sehr viel Freude gemacht hat. Virtuell kennen wir uns durch unsere Instagram Accounts. Da staune ich oft über deine Werke, besonders wie du das alles mit einem Kleinkind hinkriegst.

Wie fühlt es sich so an mitten in meinem virtuellen Nähzimmer? Gefällt es dir hier? Wie bist du selbst zum Patchworken/ Quilten gekommen?

Dein virtuelles Nähzimmer fühlt sich super an, da ich es unter der Markise unseres Wohnmobils auf einem klasse Campingplatz in San Remo besuche.
Meine ersten Schritte im Patchwork habe ich vorhin schon beschrieben. Mit drei kleinen Kindern und ohne separates Nähzimmer war es damals für mich aber nicht dran. Der Entschluss richtig anzufangen kam durch den Wunsch meiner Mutter nach einem Bettüberwurf. Da uns die gewöhnlichen Decken aus dem Handel nicht gefielen, wandten wir uns an eine Bekannte, die ihre Patchworkwerke auch verkauft. Das war für mich der Auslöser endlich selbst anzufangen. Die Stoffe habe ich damals fast ausschließlich in Freudenberg bei Patch-n-Quilt gekauft. Die Beratung von Christina Böhm beim Aussuchen und Kombinieren der Stoffe und auch ihre Ratschläge und Tipps in ihren Kursen war sehr kompetent. Besonders schätze ich ihr Einfühlungsvermögen. Sie hat nie die ameinung und den Geschmack ihrer Kursteilnehmer übergangen, sondern geholfen, den eigenen Weg zum geplanten Werk zu finden. Das hat mir im Lauf der Zeit viel Sicherheit gegeben.
Ein großer Schritt war 2011 der Kauf einer Longarm Quiltmaschine. In dieser Entscheidung hat mein Mann mich riesig ermutigt und unterstützt. Die Grenze zwischen Patchwork und Quilten ist bei mir kaum noch vorhanden. Ich kann auch nicht sagen, was ich lieber mache.

Inspirationen sind das A und O der kreativen Entfaltung und Entwicklung... woher nimmst du die Inspirationen für deine Werke?

Diese Frage finde ich schwierig zu beantworten. Definiert man Inspiration als etwas sehen, eine Idee für ein Werk und den entsprechenden Entwurf dafür entwickeln und umsetzen, dann muss ich passen. Ansatzweise habe ich das gemacht, indem ich Gemälde in Stoff umgesetzt habe. Mit „Sinfonie der Sterne“ habe ich sogar den ersten Platz zum Thema „Alte Meister“ in einem internationalen Wettbewerb gewonnen. 
 

 
 
Allerdings gab es von einer anerkannten Künstlerin die Kritik, es sei nur kopiert und kein eigener Entwurf. Da ich gerne neue Techniken ausprobiere und mit Farbkombinationen spiele, steht selten von vornherein fest wie ein Quilt am Ende aussieht. Es entwickelt sich während des arbeitens. Da ich das Longarmquilten gewerblich als Service anbiete, bleit mir aber momentan keine Zeit für solche Projekte.
 


 
 
In den letzten zwei Jahren ist Instagram für mich eine Quelle der Inspiration geworden. Besonders schätze ich die QALs, da ich keine Muster entwickeln und ausrechnen muss. Größe und Farbe kann ich für mich verändern. Ich habe einen Zeitplan, bin aber trotzdem nicht fest daran gebunden. Und nicht zu vergessen der Austausch und die gegenseitige Inspiration von Quiltern weltweit.
 

Findet man dich neben deinen kreativen Ergüssen an der Nähmaschine noch anderswo? Als Blogger oder auf Social Media Kanälen? Schließlich möchten wir gerne Deine Werke in Augenschein nehmen  und uns von dir inspirieren lassen!

Wie schon gesagt bin ich auf Instagram sehr aktiv. Ich schätze die einfache Bedienung und den Austausch. Auf Facebook habe ich die Seite „Quilts and more“ eingerichtet. Zur Zeit ist dort sehr wenig Aktivität, was ich aber zu ändern gedenke. Auch über die Homepage www.quilts-and-more.de bin zu finden. Diese wird in der nächsten Zeit überarbeitet werden.
  



Jede Patchworkelfe, die ich bisher getroffen habe, hatte mindestens ein Lieblings- Tool. welche für sie aus dem Nähalltag nicht mehr wegzudenken war. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir anders ist...

Scheinbar hast du in mir eine Ausnahme-Nähelfe gefunden (lach). Ein richtiges Lieblingstool habe ich nämlich nicht. Zwei meiner Lineale finde ich aber besonders gut. Sie haben eine Beschichtung auf der Unterseite, sodass sie nicht so leicht verrutschen und die feinen Linien erleichtern genaues Zuschneiden. Darüber hinaus liebe ich die Lineale von Sew kind of Wonderful, das 9 Grad Lineal und scharfe Rollschneiderklingen.

 



Wo wir schon davon sprechen... neben dem Lieblingstool, haben sich über die Jahre auch Lieblingsmuster entwickelt, welche du immer wieder gerne nähst?

Auch hier kann ich kein bestimmtes Muster nennen. Ich habe eine Vielzahl an Mustern, die mir gefallen und die gerne nähen würde. Dazu zählen verschiedene Designs von Swe kind of Wonderful und Heather Black. Auch mit dem 9 Grad Lineal würde ich gerne nochmal einen Quilt selbst entwerfen.

 




Zum Schluss bitte ich dich um eine Nähweisheit für die virtuelle Glückskeksproduktion!

 „Einfach anfangen!“ Das ist etwas, was mir neben „Finished is better than perfect“ zur Devise geworden ist. Gerade beim Auftragsquilten überfällt mich oft Unsicherheit. Soooo viele Möglichkeiten und du fragst dich immer wieder „wird es der Kundin gefallen“? Wenn dann ein Anfang gemacht ist und es mir selbst gefällt, kommt die Zuversicht und der Mut zurück, dass es gut ist.

Liebe Petra, ich freue mich, dass du hier bei mir zu Gast warst und uns einen Einblick in dein Nähzimmer gegeben hast. Auf weitere tolle Quilts von dir bin ich/ sind wir sehr gespannt. 

Montag, 3. August 2020

Mein NÄH- Juli 2020

Eigentlich könnte ich jeden monatlichen Nährückblick mit den gleichen Worten einleiten, denn auch der Juli ist gefühlt mal wieder nur so dahin geflogen. Ein Blick zu Beginn des Monats aufs Kalenderblatt schien er noch recht leer, füllte sich aber schnell mit Leben. Zum Beispiel einer kurzen Auszeit, die seeeehr spontan kam, und dann ist es ja mit der Pandemielage nie langweilig, weil doch alles immer ein bisschen anders bleibt und kommt als gedacht.

Und zwischen diesem anders und neu und ach, habe ich natürlich nicht vergessen zu nähen. Das entspannt immer, macht einen klaren Kopf und macht mit Freunden (im Geiste) noch viel mehr Freude.

Wie jeden Monat standen auch diesen Monat wieder ein paar Beeblöcke ins Haus. Drei an der Zahl.

Da wäre zum Einen diese Bubble in hellem Rosa für Gaby bei der Color Bee Germany.

Außerdem wünschte sich Petra einen Log Cabin Block. Die ersten Legeversuche versprechen, dass es ein ganz wunderbarer Quilt wird. 

Und Nummer drei im Bunde waren diese grünen Blöcke für May.


Im Urlaub habe ich es geschafft endlich das Binding an meinem Churn Dash Quilt fertig anzunähen.

Der Quilt entstand übrigens im Rahmen des Farbenspiels im Jahr 2017, was ich gemeinsam mit Julia von @finefabric damals auf die Beine gestellt habe. Zu jedem farblichen Monatsmotto habe ich ein farblich passendes Butterfass genäht. Drei Jahre später erinnert er mich nun an dieses tolle und intensive Zusammenarbeit.

Apropos Quilt, im Juli hatte ich einen "kleinen" Rappel, denn ich wollte nicht nur mit Beeblöcken meine kostbare Nähzeit füllen. Also habe ich den BerninaTriangleQAL- Quilt wieder vorgeholt und ihn um ein gutes Stück weiter gequiltet. Der Plan für August: fertig werden.

Das war, kurz und knackig, mein Nährückblick.
ABER ich habe noch eine kleine Ankündigung für euch: Ich habe mich dazu entschlossen die verwaiste Rubrik "Auf einen Kaffee mit...." aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken und freue mich, dass ich bereits im September wieder "Besuch" haben werde. Ebenso gibt es einen Beitrag im Oktober und wenn alles gut läuft habe ich auch noch lesenswerte Beiträge von wunderbaren Gastbloggerinnen und Quilterinnen im November und Dezember. Die bisherigen Beiträge findet ihr hier *klick*

Bis dahin, habt sonnige Augusttage

Judith

Donnerstag, 7. Mai 2020

(Nähen) mein Näh-April 2020

Neuer Monat, neues Glück und verflixt viel Nähzeit, so könnte man die vergangenen Wochen kurz und knapp zusammenfassen.
Aber kurz und knapp ist hier ja nicht Programm, daher gibt es wieder einen ausführlichen Monatsnährückblick.

Anfang des Monats bewarb Alyce, von blossomheartquilts, ihren neuen Quiltalong- Happy scrappy, hach wie das doch wunderbar zum Jahresthema bei den MCQs passt und wie voll doch meine Resteschublade(n) sind. Aber der Quiltalong war als Mystery ausgegeben, bedeutet, ich wusste vorher nicht was mich erwartet.
Also habe ich ein paar Blöcke abgewartet und dann beschlossen einzusteigen. Denn die gezeigten Blöcke gefielen mir so gut.





Vor Ostern habe ich endlich eine Idee umgesetzt, die ich schon seit der Coronaeinschränkungen in Angriff nehmen wollte. Kleine Mug Rugs in Lieblingsfarben für die Kolleginnen. Man verbringt dieser Tage doch deutlich mehr Zeit dabei entspannt und in Ruhe eine Tasse Kaffee oder ein anderes Getränk zu sich zu nehmen.



Seit ein paar Wochen bereits ist jemand, der mir sehr am Herzen liegt 18 Jahre alt. Also fand ich, dass es an der Zeit wäre, ihm einen Quilt zu nähen. Zum eigentlichen Geburtstag bin ich nicht fertig geworden bzw musste meine eigentliche Idee verwerfen (hier lest ihr mehr dazu *klick*) und bis zum Sommer und der ganz großen Sause wollte ich dann auch nicht warten. Also jetzt, wo ein bisschen mehr Tageszeit als Nähzeit eingeplant werden kann ging es ran an die zweite Variante.
Genäht habe ich den Quilt am Osterwochenende, so ein Lasagnequilt ist ja schon ein tolles dankbares Quiltprojekt. 
Und er gefällt auch mir auf Anhieb gut.



Und zu guterletzt gab es auch in diesem Monat wieder Beeblöcke zu nähen. Da wäre einmal die Sache mit den Flying Geese für Christiane bei der ModernCologneBee und Wonky Ecken für Ulli in der ColorBeeGermany, sowie zwei Geschenk- Blöcke für Barbara bei der Let'sBEEhere.




Außerdem galt es ein Ein-/Umzugsgeschenk fertig zu stellen, sowie ein Geburtstagsgeschenk...
Geburtstagsgeschenk... Table Topper mit dem MiniQuickCurveRuler
Einzugsgeschenk, Kissenhülle mit kostenlosem FPP "Spinning Pinwheel" von Ellis&Higgs

Alles Liebe, bleibt gesund und bis bald

Judith 

Donnerstag, 23. April 2020

(Patchwork & Quilting) ein Hoch auf den zweiten Versuch

Hallo ihr Lieben,

es begab sich zu der Zeit, dass ich den Plan schmiedete für ein Geburtstagskind in der Familie zum 18. Geburtstag einen Quilt zu nähen... Diese Idee hatte ich vergangenen November.
Der Plan: Ein Scrappy Mini Charm Quilt mit Plus Signs.

Die vorgebenen Farben waren verschiedenes Grau, Schwarz und Rot... öhm joar Rot...das sucht sich hier vergebens und wenn ist es wenig männertauglich. Also habe ich meine Beemädels der Colorbee um Stoffspenden gebeten.
Sofort wurde mir umfangreich und vielfältig geholfen und ich fing an die Stoffe auf Quilters Grid in ein schönes Layout zu bringen, der Plan war dieses Muster in einen Hintergrundstoff einzusetzen, quasi als Effekt...

Nun ja, ich war fertig, alle Teile ausgelegt, angebügelt und zu einem Teil zusammengesteppt... ich begann das Stück in den Hintergrundstoff einzusetzen. Natürlich hatte ich daran gedacht den Hintergrundstoff auch im Scrappy Muster aufzunehmen, damit es sich gut einfügen würde....
Nun ja, schnell stand fest, dass das Ergebnis zum , entschuldigt bitte, KOTZEN aussah. Eher hingehunzt, denn mit Liebe geplant. Manchmal irrt man halt und die Vorstellung im Kopf sieht in der Relalität eben nicht mehr so berauschend wunderschön aus.





Also kurz ein paar Tage geflucht und im Selbstmitleid gebadet ABER der Plan eines Quilts, den wollte ich schon doch umsetzen. Wie gut, dass ich noch nicht alle mir gespendeten roten Stoffe verarbeitet bzw zerschnitten hatte. Die liebe Ulli @feinesstöffchen hatte mir Stücke bei voller Stoffbreite geschickt. Ach was bin ich dafür dankbar und wie glücklich, denn sie passten einfach zu perfekt ins neue Projekt.

Schnell noch ein paar gut gehütete Schätzchen mit Buchstaben, Zahlen in schwarz und weiß, nebst Solids in Weiß und Grau dazu und zack stand das Farbschema. Der Plan dieses Mal: ein Jellyroll Race/ Lasagnequilt. Erstmal zugeschnitten ist dies eine wunderbar dankbare übersichtliche Quiltarbeit.



Am Osterwochenende habe ich mir endlich einen Ruck gegeben und habe mit dem Nähen begonnen. Geht etwas vorher gründlich in die Hose, hat man ja schon ein bisschen Bammel erneut einen Griff ins Klo zu machen. Aber ich wurde für meine Geduld belohnt und es entstand ein wunderschönes Quilttop... es hätte viele neue Besitzer(innen) gefunden.
Schnell das Binding dran und nach drei Tagen Arbeit war der QUilt fertig und konnte MIT ABSTAND übergeben werden. 
Ich glaube der Beschenkte hat sich gefreut. Zumindest hoffe ich es sehr, denn die Mühe war es mir für ihn mehr als wert.



Das gepatchte Top aus dem ersten Versuch wird natürlich aufgehoben und findet wohl früher oder später seine Bestimmung als Babyquilt, gekugelt wird hier überall. 

Habt ihr das auch schonmal gehabt, dass eure Quiltpläne im Kopf nicht mit der Realität vereinbar waren? Wie löst ihr sowas? 

Alles Liebe

Judith

Sonntag, 26. Januar 2020

(Patchwork & Quilting) Nachtrag 2019- Pecking Order Quilt

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)


Hallo,
erinnert ihr euch noch an meinen Blogpost zum Thema "Was darf's denn kosten?" (der Blogpost erschien bei den MCQs) und den Quilt, den ich als Grundlage meiner Berechnungen verwendet habe?

Nicht? Auch nicht schlimm. Eigentlich begann ja alles noch viiiiel früher. Im Herbst 2017 habe ich, Beschäftigungsverbot sei Dank, unglaublich viele Stunden an der Nähmaschine verbracht. Ein paar Charm Packs der "Fragile"- Stoffserie von Brigitte Heitland für Moda fabrics und eine Videoanleitung für einen modernen Quilt namens "Pecking Order" der Missouri Star Quilt Company und die Idee für diesen Quilt war geboren.



Die Farbkombination aus Weiß/Grau und Senfgelb mag ich immernoch sehr. Das Quilttop war schnell zusammengenäht, nur das Quilting machte mir Bauchschmerzen, denn ich hatte so garkeine Ahnung, lediglich das es graphisch werden sollte, das war klar.
Im Januar oder Februar 2018- ich war kugelrund und Schwanger, besuchte ich Martina, die einen ihrer QAL- Quilts auf der Longarm hatte und mit Hilfe einer Schablone die Muster auf dem Quilttop vorgezeichnet hatte. Das Muster gefiel mir gut.




Also habe ich mir, als Martina die Schablone nicht mehr brauchte, diese ausgeliehen, dass war im Herbst 2018. Die Linien waren schnell mit einem wasserlöslichen Stift markiert und ich begann zu quilten. Aber leider verblich die Farbe des wasserlöslichen Stiftes schneller, als ich quilten konnte.

Es braucht denn besagten "Tritt in den Allerwertesten"- Druck ihn für die Ausstellung im Oberlandesgericht fertig zu stellen. Neuer Stift von anderem Hersteller und kurz vor knapp wurde er fertig. Bei 35 Grad im Schatten ... Quilten in einer Dachgeschoßwohnung...das kann auch nur mir einfallen.





So hing er auf der Ausstellung und anschließend wanderte er in meinen Schrank. Aber bisher ohne den entsprechenden Blogpost geschrieben zu haben oder Fotos vom Quilt gemacht zu haben, um ihn in meine Quiltgalerie "Meine Quilts" einzufügen.

Das habe ich an diesem Wochenende für euch und mich nachgeholt.

Materialkunde: 
Durch dieses Projekt habe ich insgesamt drei unterschiedliche wasserlösliche Stifte "getestet". Hier lag noch der Stift von Prym herum, noch nie benutzt. Diesen würde ich euch nicht empfehlen, da er viel zu schnell ausbleicht.
Die "no name" Stifte von Stoff&Stil sowie von Cotton&Color kann ich euch dafür wärmstens empfehlen. Letzteren nutzt auch Iva, SchnigSchnagquiltsandmore. Mit beiden Stiften ist es möglich an einem Tag aufzumalen und in den kommenden Wochen zu quilten, ohne das der Farbverlust derartig gravierend ist, dass die Linie kaum mehr zu erkennen sind.

Mal schauen, welchen Quilt ich euch als nächstes fix und fertig zeigen kann.


 Bis dahin, alles Liebe

Judith

Montag, 12. November 2018

(Quilting) mein "Clarity"Quilt und eine zweite Chance

(Werbung- durch Markennennung/Verlinkung! Das hier gezeigte Material/ Produkte wurden von mir käuflich erworben und wurden mir nicht bereit gestellt. Sollte mir Materialien oder Produkte zur Verfügung gestellt werden, ist der Post dementsprechend zusätzlich gekennzeichnet)

Zur Zeit schreibe ich Blogposts eher in Gedanken, denn wenn ich endlich den Weg an den PC finden kann, bin ich eigentlich viel zu platt. Aber heute, heute habe ich es geschafft. Manchmal gehen Babyjungen eben auch mal früh ins Bett. 

Manchmal braucht etwas eine zweite Chance. Aber zweite Chancen haben es auch in sich. Sie können eine dritte Chance nötig werden lassen, oder man muss enttäuscht und schweren Herzens feststellen, dass doch leider alles umsonst war. In jedem Fall hat man eine Menge gelernt, über sich, die Situationen, die Begebenheiten.



Aber eine zweite Chance bringt auch immer eine Geschichte mit sich. Über die erste (verpatzte) Chance. Den ersten Weg/Versuch etwas anzugehen. Und wenn man sich wieder mit der ganzen Sache beschäftigt, dann steht diese Geschichte unweigerlich im Raum.



Die Geschichte zu meinem "Clarity"- Quilt geht folgendermaßen:
Es ist der Sommer 2016, unser erstes Sternenkind hatte uns gerade erst vor ein paar Wochen verlassen, da besuchte ich mit dem mutigen Blick nach vorne meinen allerersten Workshop mit Brigitte Heitland in Troisdorf. Ich erinnere mich genau, dass es perfektes Nähwetter war. Schwül und regnerisch. Ich hatte mir für meinen Clarityquilt bunte farbenfrohe Stoffe ausgesucht. Ebenfalls von Brigitte, es war ihre damalige Kollektion "flow". Die Stoffe sprühten nur so vor Lebenslust, guter Laune und Lebendigkeit. Perfekt um nach vorne zu schauen.
Den Hintergrund wählte ich in einem dunkleren Grauton. So konnten die Farben noch mehr leuchten.



Wie es der Zufall so wollte, ereilte mich an diesem Wochenende eine traurige Nachricht aus dem Freundeskreis und ich konnte den Schmerz so gut nachvollziehen. Irgendwie war mir nach dem Wochenende einerseits nach schnellem Finish, andererseits wollte ich den Quilt schon damals bloß schnell aus den Augen bekommen.

Einfach viel zu schade, aber wenn das Leben aus den Fugen gerät, dann setzt man plötzlich ganz andere Prioritäten. Aber zurück zum Quilt. Ich hatte mich dann doch für Fertigwerden entschieden und nutzte die Möglichkeit den Quilt auf einer Longarm zu heften und einige noch nicht applizierte Kreise mit Swirls auf dem Hintergrund in Szene zu setzen.
Leider war das gesamte Unterfangen mit von Erfolg geprägt. Dauernd riss der Faden, und als ich den Quilt von der Longarm und mit nach Hause nahm, wo ich ihn erstmal auslegte, fiel mir auf, dass sich durch die Heftnähte die Lagen nicht glatt legten, sondern Luftblasen gebildet hatten. Es blieb mir nur eine Möglichkeit: auftrennen! Plattquilten ging nicht, es hätten sich nur Falten gebildet wie am Hals meiner Omi.




Aber darauf hatte ich garkeine Lust. Also landete der schöne Quilt angefangen und unaufgetrennt in einer meiner unzähligen Schubladen im Nähzimmer. Dort sollte er beinahe zwei Jahre bleiben.
Erst mit dem Auftruf der "Bye bye Ufo"- Challenge habe ich wieder in der Schublade "vorbei" geschaut.
Im Frühjahr 2018 bei einem Modern Cologne Quiltertreffen, gab es viele fleißige helfende Hände, der Quilt war fix wieder aufgetrennt und mein Mann half mir den Quilt neu zu heften. Er war brav und rutschte über den Fußboden, während ich mit meiner Bauchmurmel vom Stuhl die Sicherheitsnadeln anreichte.
Danach habe ich zwei Wochen meines MUtterschutzes täglich Stück für Stück dem Quilt sein finales Quilting verpasst und bin im nachhinein so froh, dass es alles so ein langer Weg war.




Die zweite Chance hat sich gelohnt und ich bin super glücklich mit dem Ergebnis. Da kam sogar beim Binding noch eine Eingebung. Alle Unistoffe die ich verarbeitet habe, habe ich auf die Farben der gemusterten Kreise angepasst.

Alles Liebe

Judith