Sonntag, 11. Oktober 2020

(Leben allgemein) zuckerfrei im Juni und Juli

 Hallo ihr Lieben,


im Juni wusste ich dann endlich, was mit meinem Körper los ist. Oder eben einfach auch nicht. Kerngesund...nur eben mit einem kleinen Herzchen unterm Herzen, das sich still und heimlich, dort eingeschlichen hat. Schilddrüsenwerte und Blutdruckwertetrallala kamen ganz woanders her.



Natürlich ein absolut freudiges Ereignis, doch erstmal zog es mir den Boden unter den Füßen vollends weg. Ich liebe meine Arbeit, meine Kolleginnen und es hatte sich alles sooo gut eingespielt. Der Märzjunge in der Kita, die Aufgabenteilung meines Mannes und mir. Ich war rundum einfach glücklich und zufrieden. Jetzt sollte sich alles wieder ändern.... das war nicht ganz so leicht und ich brauchte meine Wochen um das Ganze zu Verarbeiten.

Was das mit Zuckerfrei zu tun hat? Eine Menge. Denn in meiner letzten Schwangerschaft hatte ich einen Gestationsdiabetes, diätetisch gut eingestellt, aber ich wollte diese Tatsache um alles in der Welt vermeiden. 

Also vermied ich ab dem Tag des Ergebnisses nicht nur den Industriezucker, sondern senkte auch meinen Obstkonsum bis auf zwei handvolle Portionen Beeren am Tag und strich, bis auf wenige Ausnahmen, jede Art helles Mehl aus meinem Ernährungsplan. 

Die wenigen Ausnahmen waren Einladungen zum Frühstück oder mal zu Kaffee und Kuchen. Nicht immer kann man da sein eigenes "Süppchen" kochen und sich was zu Essen mitbringen. Außerdem setzte ich noch mehr Bewegung auf meinen Tagesplan, dafür war ja jetzt Zeit, denn als Erzieherin darf man leider mit Bekanntwerden einer Schwangerschaft nicht mehr arbeiten. Spätestens mit fehlendem CMV- Schutz ist man raus. 

Ich nahm mir vor, die nun entstandene Zeit damit zu füllen, mich noch mehr mit Alternativen zu herkömmlichen Produkten zu beschäftigen. Brot wurde fortan nur noch selbst gebacken. So war mir jeder Inhaltsstoff bekannt. Hier probierte ich mich auch an dem immer mehr gelesenen Lievito Madre (einer Art ital. Sauerteigs). Seither schmeckt Brot auf Hefebasis nur noch halb so gut. 

Zudem probierte ich mich an selbstgemachtem Nussmus. Schmeckte phantastisch, himmelte aber meine doch recht günstig erstandene No Name- Küchenmaschine (79Euro). Wie gut, dass dies innerhalb der Garantiezeit passierte. Aber es zeigte deutlich, dass man manchmal eben nicht nur den Namen einer Maschine bezahlt, sondern auch ihr Können/Leistung.

Außerdem stand schon recht bald, kaum war die Nachricht verdaut, der erste Vortest zum Thema Gestationsdiabetes auf der Agenda. Alles Schlag auf Schlag. Wie stolz war ich, dass dieser Test überaus herausragend und fern ab von irgendwelchen Grenzwerten ausfiel. Bisher kein Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes. Ich sollte nur bitte weiterhin so genau auf meine Lebensmittelauswahl achten.Im August sollte ein Folgetest in der 24 SSW zeigen, ob mein Körper/ die Schwangerschaftshormone mitspielen und ich dieses Mal mit den entsprechenden Maßnahmen der Diabetes ein Schippchen schlage.

Gestärkt mit diesem Ergebnis im Rücken fiel das natürlich bedeutend leichter. Auch wenn die wärmeren Tage noch auf sich warten ließen. Da sollte es das ein oder andere mal eine kleine Durststrecke geben. Aber auch hier blieb ich zu 90% eisern. Wollte ich doch dem Diabetes keine Chance lassen. So entschied ich mich statt einem gekauften Eis am Stiel für eisgekühlte Wassermelone. Wahlweise pur oder mit einem Spritzer Zitronensaft und Fetakäse.

Statt weiter zuzunehmen, wie es in einer Schwangerschaft ja in gewisserweise natürlich ist, schaffte ich es mein Gewicht einfach zu halten. Über 12 Wochen lang. Der Bauchzwerg schien sich trotzdem prächtig zu entwickeln und es interessierte ihn reichlich wenig, dass ich weniger auf den Hüften trug. 

Zugegeben an manchen anstrengenden Tagen mit Kleinkind zu Hause, wenig Schlaf, viel Müdigkeit wünschte ich mir einfach mal über die Stränge zu schlagen und diese ganze Sache mit der Ernährung in den Wind zu schießen. Einfach mal nicht drüber nachdenken. Einfach mal nur genießen. 

Aber durch die Unterstützung meines Mannes schaffte ich es auch diese "Täler" zu durchwandern ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. 

Das Tagebuch zum Thema "Zuckerfrei 2020" war dieses Mal ein wenig schwangerschaftslastig, was ich aber leider wohl vorerst nicht vermeiden lässt. Ich hoffe, es war trotzdem interessant für euch zu lesen. 

Alles Liebe Judith

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